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Videocamp für junge Wilde und gestandene Profis

17.06.2010 | 17:04 Uhr
Videocamp für junge Wilde und gestandene Profis
Das Camp findet im Unperfekthaus statt

Essen.Wie sehen die Videos der Zukunft aus? Die Frage beschäftigt die Teilnehmer des Videocamps im Essener Unperfekthaus. Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Arbeit mit der Spiegelreflexkamera.

„Filmemacher aller Medien, vereinigt euch.“ So könnte das Motto des 2. Deutschen Videocamps lauten. Denn am Wochenende treffen sich im Essener Unperfekthaus rund 200 Bewegtbild-Experten: Vom Handy-Filmer, Fernsehproduzent, Videojournalist bis zum Vermarktungsprofi. Gemeinsam diskutieren sie über die Zukunft von TV und Webvideo.

„Es ist der Kampf der Kulturen“, sagt Markus Hündgen, Mit-Organisator des Videocamps, und ergänzt: „Genau diese Gegensätze machen das Videocamp so spannend.“ Gemeint sind sowohl die verschiedenen Bewegtbild-Berufe als auch die Berufs-Generationen, die beim Camp fast ungebremst aufeinanderprallen. „Einige Video-Produzenten erreichen im Internet mehr Zuschauer als manch großer Fernsehsender“, sagt Hündgen. „Gleichwohl können aber die jungen Wilden von den gestandenen Fernsehprofis lernen.“

Schwerpunkt Spiegelreflexkamera

Und dafür eigne sich das Veranstaltungskonzept eines Barcamps ganz besonders, erklärt Mit-Organisator Stefan Evertz: „Das auch Unkonferenz genannte BarCamp- Format lebt sehr stark von den Teilnehmern vor Ort, die erst morgens gemeinsam die Agenda festlegen.“ So können z.B. am zweiten Tag Diskussionen und Workshops vom ersten Tag fortgeführt werden – „eine Flexibilität, von der reguläre Konferenzen nur träumen können“, fügt er hinzu. „Es überrascht nicht, dass sich BarCamps immer mehr als spannende Konferenz-Alternative etablieren.“

Der inhaltliche Schwerpunkt beim 2. Deutschen Videocamp liegt diesmal beim Produzieren von Videos mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera. „Das krempelt derzeit mächtig die Branche um“, erklärt Hündgen. „Noch nie war es einfacher und günstiger, kinoreife Bewegtbilder herzustellen.“

Die meisten der 200 Teilnahmeplätze sind vergeben, es gibt nur noch vereinzelte Restkarten. Weitere Infos im Internet auf www.videocamp.de, bei Twitter und bei Facebook.

Wer keinen Platz mehr ergattern kann, muss trotzdem nicht in die Röhre schauen. Einige der Vorträge und Workshops werden auf der offiziellen Videocamp-Seite live gesendet.

DerWesten

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