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Rückrufaktion

Toyota ruft fast drei Millionen Autos in die Werkstätten

14.11.2012 | 08:08 Uhr
Toyota wirbt mit „integrierter Sicherheit“ und muss nun Autos aus Sicherheitsgründen zurückrufen.Foto: Toru Hanai/rtr

Tokio/Köln.   Erneut gibt es bei Toyota eine Rückrufaktion. Der japanische Autobauer ruft 2,7 Millionen Wagen in die Werkstätten, dieses Mal gibt es Probleme bei Lenkung und Wasserpumpe. Betroffen sind auch Fahrzeuge in Deutschland.

Der japanische Autobauer Toyota ruft weltweit mehr als 2,7 Millionen Fahrzeuge zurück. Als Grund gab das Unternehmen am Mittwoch in Tokio Probleme mit den Wasserpumpen und mit der Lenkung an. Toyota hatte in den vergangenen Jahren schon mehrfach Millionen Fahrzeuge wegen technischer Probleme und Sicherheitsmängeln zurückrufen müssen, zuletzt Anfang Oktober 7,5 Millionen Fahrzeuge wegen Problemen mit dem elektrischen Fensterheber . Dies war der umfangreichste Rückruf seit 1996, als Ford acht Millionen Fahrzeuge wegen fehlerhafter Zündschalter in die Werkstätten zurückbeorderte.

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Toyota City, 14.11.12: Toyota will weltweit mehr als 2,7 Millionen Pkw zurückrufen. Als Gründe für die zweite Rückruf-Aktion binnen zwei Monaten wurden Probleme mit der Lenkung und einer Pumpe genannt. Betroffen sind die Modelle Prius und Corolla.

Von der neuen Rückrufaktion sind in Japan 1,5 Millionen Autos betroffen, die Verteilung auf die übrigen Länder war zunächst nicht bekannt. Später hieß es, in Deutschland müssten rund 61.000 Fahrzeuge der Modelle Avensis, Corolla und Prius II überprüft werden. Die Probleme mit der elektrischen Wasserpumpe traten laut Firmenangaben bei Hybrid-Fahrzeugen auf. In Unterlagen für das japanische Verkehrsministerium hieß es, mehrere hundert Fehler seien festgestellt worden, indes gebe es keinen Unfall, der auf die Mängel zurückzuführen sei.

Rückrufaktionen rufschädigend

Die Rückrufaktionen der vergangenen Jahre schädigten das Ansehen des größten japanischen Autobauers. Seit 2009 etwa musste Toyota wegen Problemen mit Fußmatten mehr als zwölf Millionen Autos in die Werkstätten ordern. Die Matten wurden mit tödlichen Unfällen in Zusammenhang gebracht. Sie sollen sich mit dem Gaspedal verhakt und dadurch eine ungebremste Beschleunigung ausgelöst haben. Die Probleme hatten mit dazu beigetragen, dass der Konzern, der als Hersteller besonders zuverlässiger Autos galt, die Weltmarktführerschaft vorübergehend an die Opel-Mutter General Motors abgeben musste. (afp/rtr)


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