Hochschule
Studenten räumen Hörsäle in Essen und Duisburg
14.11.2009 | 13:34 Uhr 2009-11-14T13:34:00+0100
Essen. Die Besetzung der Hörsäle an der Uni Essen-Duisburg ist nach vier Tagen beendet. Die Studenten folgten damit einem Ultimatum der Hochschulleitung. Allerdings zogen sie nicht ohne eine letzte kreative Aktion ab. In Duisburg ist die Besetzung ebenfalls zu Ende - nach massiver Polizeipräsenz.
Die tagelange Besetzung des Essener und Duisburger Audimax ist beendet: In Essen bliesen die Studenten am Freitag zum Abzug und kamen so einem um 18 Uhr auslaufenden Ultimatum der Hochschulleitung als auch einer Zwangsräumung des Gebäudes zuvor.
Man wolle sich nicht von der Polizei wegtragen lassen, hieß die Einsicht nach mehrstündiger Beratung. Die viertägige Protestaktion sollte jedoch nicht ohne eine „kreative Aktion” ausklingen: Gemeinsam mit Schülern demonstrierten rund 100 Studenten am Abend in der Innenstadt für eine bessere Bildung.
Die Polizei, die mit massiven Kräften vor Ort war, sperrte zeitweise die Zufahrten zur Segerothstraße. Der Protest soll in der so genannten Bildungsstreikwoche vom 16. bis zum 20. November fortgesetzt werden. Welche Aktionen genau geplant sind, gaben Stundentenvertreter noch nicht bekannt.
Duisburger lassen Ultimatum verstreichen
Anders die Situation zunächst in Duisburg. Die protestierenden Studenten, die das Audimax der Uni Duisburg besetzt hielten, hatten ein Ultimatum der Hochschulleitung zum Verlassen des Gebäudes verstreichen lassen.
"So war das für uns ganz angenehm", sagte Polizeisprecher Ramon van der Maart nach Beendigung der Besetzung zu den Medien vor Ort. Der demonstrationsartige Zug in Richtung Stadt sei rechtlich jedoch nicht einwandfrei. "Wir werden sehen, ob wir einen Verantwortlichen finden." Die Polizei stoppte schließlich eine Spontandemo am Duisburger Hauptbahnhof.
11:03
Wer den Livestream aus dem Duisburger Audimax verfolgt hat oder live dabeigewesen ist, hat mitbekommen, wie unsachlich und unkonstruktiv die Studierenden die FRAGEzeit mit dem Rektor genutzt haben.
Zunächst hat der Rektor dargelegt, dass an der Uni bereits Arbeitsgruppen bestehen, die schon an der Verbesserung des Bachelor und Mastersystems ARBEITEN. Jeder Student ist dazu eingeladen, seine Meinung und Vorschläge diesen Arbeitsgruppen und Komitees mitzuteilen.
Diese Aussagen des Reaktors wurden völlig ignoriert und stattdessen der Rektor für die persönlichen Bafög-Probleme der Studenten verantwortlich gemacht.
Zudem sollte der Hörsaal für eine Vorlesung am Samstag um 8.00 Uhr morgens geräumt werden. Ja, es gibt tatsächlich Studiengänge, wo man auch Samstag arbeiten muss. Das konnten sich die Anwesenden nicht vorstellen.
Protestieren in super. Man sollte allerdings ein Konzept haben, wissen welche realistischen Forderungen man stellen kann und vor allem an WEN. Wenn ich zu wenig Bafög bekomme, liegts wohl kaum am Rektor. Wenn mein Hörsaal mit 700 Leuten total überfüllt ist, fordere ich doch keine Abschaffung der Anwesenheitspflicht, sondern entweder einen größeren Saal oder eine Wiederholung der Vorlesung und Aufteilung der Studenten in 2-4 Gruppen.Mein Studienfach interessiert mich ja schließlich.
Und wieso sage ich Bachelor und Master abschaffen wenn ich eigentlich Bachelor und Master verbessern meine, wie im Live Stream deutlich wurde.
20:44
Hallo Leute von der Moderation.
Überprüft doch einmal die gelöschten Kommentare im Mordfall Merva.
Da STIMMT WAS NICHT
19:04
@ Pitzi:
Ich weiß ja gar nicht wo ich anfangen soll: Die Proteste haben bislang ein relativ großes mediales Echo erzeugt - es interessiert als offensichtlich doch einige; und das zurecht!
Die Realität ist immer noch das, was man daraus macht. Dass Zustände, die nach Verbesserung schreien, geändert werden müssen, steht doch außer Frage. Daher kann ich die Forderung nach mehr Realismus nicht nachvollziehen. Der Bachelor ist in seiner jetzigen Form nicht studierbar und muss nachgebessert werden. Zudem sind Studiengebühren sozial selektiv - warum sollte man das einfach so hinnehmen?
10:20
Was hier von den links-verwirrten Verantwortlichen als Studentenproteste verkauft wird, ist ein Witz. Ich habe mir den Spaß gemacht, und mal ein wenig den Stream aus dem Audimax verfolgt. Platte Parolen, kein Konzept. Zusammenfassend ist alles zu teuer, Bildung auch für den letzten Unterschichtler so leider nihct mehr möglich und die ganze Welt muss geändert werden.
Größtenteils der selbe Schmarn, den man seit Jahren von allen zugeworfen bekommt, die sich im AStA breit machen. Das war schon bei meinem Verlassen der Uni 1996 nicht anders und wird wohl auch noch ewig so weiter gehen.
Irgendwie scheint jeder, der sich universitäts-politisch berufen fühlt zu meinen, er müsse 1968-Reloaded hinterlassen.
Erkennt endlich mal die Realitäten! Und seit auch mal bereit, das zu qakzeptieren, was ihr nicht ändern könnt. So traurig es ist, und so persönlich es den Einzelnen auch treffen mag: Wenn eine handvoll linker Studis sich heute im Audimax verschanzen, dann interessiert das schlicht keine Sau. Klingt hart, ist aber so.
07:47
Gegen radikale Rechtschreibverweigerer !!!
07:47
Die Studenten werden seit Jahrzehnten verarscht, jetzt zahlen sie hohe Gebühren, und ??? Werden verarscht. Die Politik kann froh sein, dass die Deutschen einfach zu brav zum Kämpfen sind.
01:21
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20:23
..mal an die Jungs,die hier denken,Geld spielt keine Rolex:Mit Papas Kohle ist gut studieren und leben ;-)
ich frag mich echt,wer hier falsch tickt!!
14:18
Die Bundesregierung lässt sich in Sachen Bildung leider von den Lobbyisten der Bertelsmannstiftung beraten.
Diese Stiftung ist ein Neoliberaler, marktradikaler think-tank, der am liebsten alles privatisieren möchte (lat. Privare: Beraubung), von dem Gesundheitssystem angefangen, bis zur Ökonomisierung der Universitäten! Dies macht die Stiftung hinterhältig, unter anderem über den Umweg CHE (Centrum für Hochschulentwicklung).
Die Schäden dieses neoliberalen think-tanks werden unter anderem hier dokumentiert:
www.bertelsmannkritik.de
oder:
www.anti-bertelsmann.de
Dieser sog. Stiftung gehört die Gemeinnützigkeit ein für alle mal aberkannt, denn sie ist für Deutschlands Bildungszukunft extrem gefährlich!
12:07
@DaPo
Natürlich ist einiges nicht in Ordnung.
Mich regen aber Leute auf die Hetzreden führen die komplett am Thema vorbeigehen.
Hier geht es um probleme im Bildungssystem, die dass wird niemand leugnen vorhanden sind.
Aber wenn einige etwas linker eingestellte Studenten ihre Ideologien zu Lasten ihrer Mitstudenten austragen und Aufmerksamkeit für ihre von der Mehrheit der Studenten nicht annerkannten Hörsaalbesetzungen bekommen werde ich schlicht und einfach wütend.