Streit um Soldaten im Klassenzimmer
12.01.2011 | 20:06 Uhr 2011-01-12T20:06:00+0100
Düsseldorf.Gehört das Militär in die Schule? Für Friedensaktivisten und einige Vertreter der politischen Linken ist diese Vorstellung unerträglich. Doch: Seit 2008 gibt es einen Kooperationsvertrag des Schulministeriums mit den Streitkräften.
Gehört das Militär in die Schule? Für Friedensaktivisten und einige Vertreter der politischen Linken ist diese Vorstellung unerträglich, für die Kindernothilfe gar ein „Verstoß gegen die Prinzipien der Kinderrechtskonvention“. Gestern stritten Freunde und Gegner der Bundeswehr im Landtag über den Kooperationsvertrag des Schulministeriums mit den Streitkräften. Den gibt es seit 2008; er war Vorlage für ähnliche Verträge in Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg.
Jugendoffiziere sollen Schülern Rede und Antwort stehen
Für die frühere NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) stand fest: Jugendoffiziere sind erwünscht in Klassenzimmern. Sie sollen den Schülern Rede und Antwort stehen zu Fragen der Sicherheits- und Friedenspolitik. Die Linke in NRW sieht darin eine ungerechtfertigte Bevorzugung der Bundeswehr.
Dem widersprachen gestern im Schulausschuss gleich zwei hochrangige Offiziere. Es gehe mitnichten darum, junge Leute fürs Militär zu begeistern, erklärten Generalmajor Gerhard Stelz und General a.D. Karl-Heinz Lather, der frühere Stabschef des Nato-Hauptquartiers. „Wir betreiben in den Schulen keine Nachwuchswerbung. Das ist den Jugendoffizieren ausdrücklich verboten“, sagte Stelz. Etwa 35 000 Jungen und Mädchen hätten in den letzten Jahren Kontakt zu diesen Offizieren gehabt und deren „Friedenserziehung“ genossen.“
Keine Sonderrechte
Laut Karl-Heinz Lather müsse die Bundeswehr aber wegen des Wegfalls der Wehrpflicht künftig verstärkt um Nachwuchs werben: „Wir stehen jetzt mehr in Konkurrenz zu anderen Arbeitgebern.“
„Einseitig“ nennt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft das Abkommen mit der Bundeswehr. Schulen dürften nicht instrumentalisiert, die Zusammenarbeit müsse auf andere, nicht-militärische Partner ausgeweitet werden. „Dieser Vertrag ist die Abkehr von der Ausgewogenheit“, findet Norbert Müller von der GEW. Die Bundeswehr dürfe keine Sonderrechte haben.
Der Politikunterricht werde immer schlechter
Friedensaktivisten glauben, dass sich junge Menschen leicht von Uniformträgern beeinflussen ließen. „Und natürlich leisten die Jugendoffiziere auch Öffentlichkeitsarbeit“, glaubt Joachim Schramm von der Deutschen Friedensgesellschaft.
Eine Ansicht einte gestern übrigens geladene Experten und Abgeordnete: Der Politikunterricht werde seit Jahren in NRW immer schlechter, er sei ein Stiefkind im Schulbetrieb. Schüler wüssten viel zu wenig über Politik.
Die Landesschülervertretung, die seit Jahren gegen den Kooperationsvertrag mit der Bundeswehr kämpft, war erst gar nicht eingeladen worden.
10:39
So ist es richtig:
Sie und Ihre Gesinnungsgenossen wissen eindeutig nicht, was Militarismus ist. Machen Sie sich erst einmal schlau, bevor Sie hier Ihren Sermon ablassen!
10:38
#124 von UlRo
Sie und Ihre Gesinnungsgenossen wissen eindeutig nicht, was Militarismus ist. Machen Sie sich erst einmal schalu, bevor Sie hier Ihren Sremon ablassen!
08:00
Das Thema Afghanistan ist nicht ein reines Bundeswehr-Thema. Hier wird es politisch. Ohne Friedensaktivist zu sein bin ich der Meinung das die Bundeswehr aus Aufghanistan abgezogen werden muss. Deutschland ist durch Soldaten vom Nazi-Regime befreit worden, Soldaten haben zig entführte Menschen befreit, Armeen helfen bei Naturkatastrophen Menschenleben zu retten und sie schützen vor irren Diktatoren in der ganzen Welt. Ich bin selber kein Freund von heroischem Militärgehabe, aber ich will nicht das wir als freiheitliches demokratisches Land unsere Bundeswehr abschaffen-
07:58
Mal abgesehen von den vielen erheiternden bis ernüchternden Grundsatzdiskussionen:
Wichtige und zentrale Aufgabe der Schulen bleibt doch, die Schüler und Schülerinnen auf das Leben vorzubereiten. Immens wichtig ist dabei auch (hier steht auch - nicht nur) die Berufsfindung und ein reeller Überblick über die die sich bietenden Möglichkeiten nach der Schule.
Deshalb wäre es richtig und wichtig, dass sich möglichst viele Tätigkeitsbereiche den Schülern präsentieren. Um diese in die Lage zu versetzen, ihre Berufswahl aus einer halbwegs aufgeklärten Position heraus treffen zu können.
Dazu gehört die Bundeswehr genauso wie der Klempner und der Steuerberater. Leider findet in dieser Hinsicht viel zu wenig Bildung der Kinder statt.
Ideologische Grabenkämpfe nützen da keinem etwas. Persönlich bin ich auch ein Gegner des Afghanistan-Einsatzes. Aber nicht, weil ich gegen die BW bin, sondern weil ich die Legitimität des Einsatzes in Frage stelle - was widerum kein Problem der BW ist, sondern der Politik, bzw. des Bundestages.
21:55
Seit wann gelten denn Jungoffiziere als Experten für Sicherheits- und Friedenspolitik? Da kann man ja gleich Mönche im Sexualkundeunterricht einsetzen!
Statt junge Offiziere in einer schönen und sauberen Uniform in die Schule zu schicken, schickt doch mal einen Soldaten, der sein Bein in Afghanistan verloren hat, in die Schule oder die Hinterbliebenen eines getöteten Soldaten. Die können sicherlich auch einiges zum Thema Sicherheits- und Friedenspolitik sagen.
18:22
#121 von parlamentsarmee
Das sind die typischen Argumente wenn es darum geht Militarismus zu rechtfertigen !
Lesen Sie mal, bevor sie andere hier herunter zu putzen versuchen :
http://www.friedenskooperative.de/ff/ff05/2-62.htm
18:10
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18:00
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17:03
Taffy11 und Gesinnungsgenossen:
Nachdem Sie sich so tollgeäußert haben und ich Ihnen einige Fragen gestellt habe, ist es sehr ruhig geworden. So nehme ich zu Ihrem Vorteil an, daß Sie nach meinen Beitrag nachdenklich geworden sind.
Noch eines an die Tucholsky - Mörder - Anhänger: die Alliierten Truppen,die Deutschland vom Faschismus und den Nazi-Verbrechern befreit haben - was meinen Sie, was hätte Tucholsky wohl zu ihnen geäußert...
16:19
www.schulfrei-fuer-die-bundeswehr.de