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Strafen sind selten

23.06.2011 | 14:45 Uhr

Dortmund.Immer wieder setzen die Neonazis in Dortmund Gewalt ein, um Gegner ihrer rassistischen Gesinnung zu bekämpfen. Besonders hart ist die Gaststätte Hirsch-Q in der Dortmunder Innenstadt betroffen. Hier verkehren auch stadtbekannte Linke.

Seit 2006 hat das Dortmunder Antifa-Bündnis 13 Übergriffe gezählt. Immer wieder kamen Personen zu Schaden. Beim letzten Angriff im vergangenen Dezember versuchten gleich ein Dutzend Nazis das Lokal zu stürmen. Ein Nazi stach einem Mann mit seinem Messer in den Rücken. Die Klinge verfehlte knapp die Niere. Ein anderer Mann erlitt Stichwunden an den Beinen. Unter den Angreifern war nach Angaben des Antifa-Bündnisses auch Sven K.. Der Skinhead hatte einige Jahre zuvor den Punker Schmuddel in Dortmund erstochen und ist erst seit wenigen Monaten auf Bewährung wieder in Dortmund unterwegs.

Doch trotz des Messerangriffes auf die Hirsch-Q gibt es noch keine Ermittlungsergebnisse, obwohl der Angriff Monate zurückliegt und elf Tatverdächtige direkt danach vorübergehend festgenommen werden konnten. Mehr noch. Bei Übergriffen auf einer Kirmes am Pfingstwochenende wurden erneut von der Polizei Nazis festgesetzt, die nach Angaben der Antifa bei dem bewaffneten Angriff auf die Hirsch-Q dabei waren.

Die Täter konnten noch nicht ermittelt werden, sagt die Dortmunder Oberstaatsanwältin Ina Holznagel. Selbst ein Überwachungsvideo, auf dem der Angriff auf die Hirsch-Q dokumentiert ist, sei keine Hilfe. Das Video sei nicht so scharf, dass es ein unabhängiges Gericht ohne weiteres von der Schuld eines Täters überzeugen würde.

David Schraven

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Kommentare
24.06.2011
11:00
Strafen sind selten
von kollest | #3

@#1 vantast: Könnte das wohl daran liegen, daß die Polizei selten Steine und Flaschen von Glatzen zugeworfen bekommt??? Das machen dann wohl eher die Demokratiefeinde von der antifa...und so erklärt sich einiges von selber. Daß der Staat ab und zu auf dem rechten Auge wenn nicht blind, so doch hier und da sehbehindert zu sein scheint, nun ja....auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

23.06.2011
21:34
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von Gegenredner | #2

Und ich hoffe einfach mal, dass die Polizei keine Personengruppe sympathischer findet als die andere.

Selbst wenn es so wäre, bin ich mir sicher, dass die schlimmsten Verbrechen aus dem braunen Sumpf kommen. Hat schonmal jemand davon gehört, dass ein Linker, so wie sie heute dargestellt und genannt werden, jemand anderen erstochen hätte?
Übrigens: Ich muss nicht Links sein, um gegen Rechts zu sein.

23.06.2011
18:43
Strafen sind selten
von vantast | #1

Das erlebe ich auch in Bochum. Ich habe sogar den Eindruck, daß die Sympathie der Polizei auf Seiten der Glatzköpfe liegt, denn sie belästigt erstaunlich oft die Glatzengegner.

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