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Spickzettel 2.0 - So wird heute geschummelt

07.02.2013 | 19:24 Uhr
Spickzettel 2.0 - So wird heute geschummelt

Essen.  Plagiate sind seit der Debatte um die Doktorarbeit von Bundesbildungsministerin Annette Schavan wieder in aller Munde. Doch nicht nur die Polit-Prominenz macht sich die Arbeit gerne mal leicht. Auch Schüler greifen regelmäßig zum Plagiat - vor allem mithilfe des Internets.

Als Bundesbildungsministerin Annette Schavan 1980 ihre Doktorarbeit schrieb, war ein Plagiat noch harte Arbeit. Man musste Bibliotheken durchwühlen, Bücher wälzen – nur so ließ sich ein Text finden, der es würdig war, kopiert zu werden. Digitale Plagiatoren haben es da leichter – kopieren, einfügen, fertig. Drum ist das Plagiat allgegenwärtig. Vor allem in Schulklassen.

„Natürlich wird viel kopiert“, sagt Marlin L., 17-jährige Gymnasiastin aus Bochum (Name geändert). „Bei Hausaufgaben kommt es häufig vor. Bei Übersetzungen oder Gedichtsanalysen zum Beispiel.“ Dabei gehe es den Schülern meist nur darum, eine Absicherung zu haben, falls sie drangenommen werden. „Von sich aus liest das keiner vor“, sagt Marlin.

Die Lehrer wissen sich zu helfen

Und je näher die Abiturprüfungen rücken, desto vorsichtiger seien die Klassenkameraden auch in Klausuren. Fällt man auf, bedeutet das automatisch eine sechs. Und Vorabiklausuren fließen in die Endnote ein. An einem Essener Gymnasium seien vor Kurzem zwei Schüler aufgeflogen, weil sie in einer Prüfung aus derselben Quelle kopiert hatten.

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Natürlich wissen die Lehrer um die Möglichkeiten des „Spickzettel 2.0“. „Beim Vergeben von Referaten muss man aufpassen, dass man am Ende keine Wikipedia-Artikel geliefert bekommt“, erklärt Felicitas Schönau, Rektorin am Gymnasium Essen-Werden. Die Lehrer in Werden würden bei Verdacht einfach ein oder zwei Textstellen in eine Internetsuchmaschine eingeben. Findet sich die exakt gleiche Textstelle schon im Internet, ist der Plagiator überführt. Auch internetfähige Handys sind an Schönaus Schule bei Klausuren verboten. Schon das Tragen eines solchen Smartphones in der Hosentasche gilt als Täuschungsversuch. Aber das gilt natürlich auch für klassische Spickzettel – und sie werden trotzdem eingesetzt.

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Kommentare
11.02.2013
10:37
Spickzettel 2.0 - So wird heute geschummelt
von TVtotal | #2

Was denn, mit nem Handy aus der Steinzeit?...lol

11.02.2013
08:10
Spickzettel 2.0 - So wird heute geschummelt
von Danzel | #1

naja ich kann immer nur sagen je auffälliger, desto unaufälliger

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