Soest verbannt Gewalttäter aus der Innenstadt
18.09.2009 | 06:35 Uhr 2009-09-18T06:35:00+0200
Soest. Die Polizei in Soest greift im Kampf gegen Randalierer jetzt zu drastischen Mitteln. Künftig können Wiederholungstäter bis zu drei Monate aus der Innenstadt verbannt werden. Wer sich dem Bann widersetzt, wird zu einem Strafgeld verdonnert.
Die Polizei in Soest will einen weiteren Schritt gehen, Gewaltdelikte im öffentlichen Raum einzudämmen. Künftig soll gegen Wiederholungstäter ein Aufenthaltsverbot für die Innenstadt ausgesprochen werden können. Vertreter der Polizei stellten das Konzept gestern zusammen mit Landrätin Eva Irrgang in Soest vor.
Die Vorfälle im Sommer 2007 brachten Soest unfreiwillige Bekanntheit: An den Wochenenden, wenn die Innenstadt zur Partymeile wurde, kam es immer häufiger zu Gewalttaten auf Straßen und Plätzen. Mit gezielten Polizeistreifen und dem Einsatz eines privaten Wachdienstes, versuchte die Stadt dem Problem Herr zu werden. Nachdem die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen im öffentlichen Raum 2008 zunächst zurückging, sind in 2009 bereits bis zum jetzigen Zeitpunkt wieder mehr Fälle angezeigt worden.
Verbot bis zu drei Monate
Darum sollen Gewalttäter, die bereits mehrfach auffällig wurden, künftig an den Wochenenden ganz aus der Stadt verbannt werden.
Wie genau und wen es betrifft, das erklärte die Polizei gestern am Beispiel eines 22-jährigen Wiederholungstäters aus Soest. Bereits mehrfach ist der junge Mann in diesem Jahr aktenkundig geworden, durch Körperverletzungen ebenso wie durch verbale Attacken auf Polizeibeamte. Erst kürzlich fand darum bei ihm zu Hause noch einmal eine so genannte „Gefährderansprache” statt. Der zuständige Bezirksbeamte drohte dem jungen Mann dabei auch an, dass ihm im Wiederholungsfall ein Innenstadtverbot für die Nächte an den Wochenenden droht.
Strafgeld von 250 Euro
Das Verbot kann für bis zu drei Monaten ausgesprochen werden. Wer trotzdem in der Innenstadt angetroffen wird, dem droht ein Strafgeld von 250 Euro. Wird nicht gezahlt, droht Erzwingungshaft. Weigert sich der Erwischte die Stadt zu verlassen, kann er festgenommen werden.
In Soest hat man bereits Anlassbezogen Erfahrung mit solchen Verboten gesammelt, etwa für die Dauer der Allerheiligen-Kirmes oder während des Public Viewings bei der EM 2008. Mit der verschärften Maßnahme, die auch in Hannover bereits erfolgreich praktiziert wird, hofft die Polizei ein gutes Mittel in Händen zu halten, die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen im öffentlichen Raum einzudämmen. „Für die Jugendlichen, die sich ja vor allem in ihrer Gruppe stark fühlen und über die Gruppe definieren, ist dieser Ausschluss die Höchststrafe”, so Manfred Dinter.
19:25
Verbot für ALLE ASOZIALEN und ARBEITSSCHEUE !!!
08:16
Ich finde die Idee nicht schlecht.
Klar, die Ursachen werden nicht bekämpft. Aber es ist ein erster Ansatz, diese Klientel zum Nachdenken zu bewegen (wenn das denn möglich ist).
Außerdem geht hier meiner Meinung nach nicht der Rechtsstaat den Bach runter. Denn es soll gegen Wiederholungstäter ein Aufenthaltsverbot für die Innenstadt ausgesprochen werden können. (Sonst müßte man für jeden Hooligan auf die Straße gehen, der ein Stadionverbot hat).
Es betrifft also nicht den durchschnittlichen Jugendlichen, sondern harte Fälle (bei uns heißen die Hammerwerfer).
Was mich mehr ärgert ist die Tatsache, daß gewalttätige Jugendliche nicht öfters im sogenannten Schnellverfahren (das ja seit enigen Jahren möglich ist) noch am selben, spätestens am nächsten Tag, dem Jugenrichter vorgeführt werden. Dies hat auch eine nicht zu verachtende Wirkung auf diese Menschen. Selbst dann, wenn nicht sofort eine Haftstrafe oder ein Arrest als Urteil herauskommt.
Resümee: Es werden nur die Symptome kuriert, nicht die Ursachen.
Trotzdem allen ein schönes Wochenenden und
Glück auf!
09:44
Bravo Soest! Endlich eine mutige Entscheidung. Die Ökos und ihre Anhängerschaft mit Hilfe des unmittelbaren Zwanges gleich mit heraus setzen! Das snd nämlich diejenigen, welche die Gewalttäter erst ermutigen.
10:17
Genau richtig.
Stadtverbot für Schläger und Berufsverbot für Pleitebanker!
09:34
Wer gestern den Ströbele von den Grünen bei Maybbritt Ilner gesehen hat weiß warum das immer mehr wird mit der Gewalt. Strafen helfen nicht sagen die Grünen. Ne ist klar Gewalt Verbrecher und Tod Schläger sind ja schützens werte Wähler die man ja nicht zu hart bestrafen darf.
Aber wenn ich 10 Kmh zu schnell war...hart bestrafen und saftig zahlen.
Die grünen verstehen einfach nicht das manche Menschen nichts in der Birne haben und eine harte schnelle Strafe brauchen. Notfalls für immer.
09:14
Kinder werden das leben, was ihnen vorgelebt wurde. Daran führt kein Weg vorbei. Es muss dafür gesorgt werden, dass Eltern die Zeit und vor allem die Mittel haben, sich liebevoll und fördernd um ihre Kinder zu kümmern. Wenn das nicht geschieht, und die zur Zeit vorherrschende Gleichgültigkeit und Lieblosigkeit in den Kinderzimmern nicht endlich ein Ende findet, dann wird sich die Spirale immer schneller drehen. Denn diese Kinder bekommen auch Kinder.....
07:33
Bilderberg wird kommen, schaut Euch Endgame an.
06:06
250 Euro sind viel zu wenig und der Wiederholungsfall muss spätestens das zweite mal sein, nicht das 24. mal.
03:18
Traurig mitzuerleben wie ein so großartiger Staat ,in dem Freiheit und Bürgerrechte geachtet wurden, zu Grunde geht!
23:17
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