Gesundheit
Schlechte Informationspolitik in Sachen Schweinegrippe
22.11.2009 | 08:28 Uhr 2009-11-22T08:28:00+0100Hagen. „Geheimniskrämerei der Regierungen gefährdet ihre Vertrauenswürdigkeit”, sagt Hans-Martin Sass mit Blick auf die Informationspolitik in Zeiten der Schweinegrippe. Der Bochumer Medizin-Ethiker warnt davor, nun im Umkehrschluss die Bedrohung auf die leichte Schulter zu nehmen.
Drei Kilo Mehl im Schrank, Konserven, Kerzen und jede Menge Wasser - sieht so ein notwendiger Vorrat für jeden Haushalt in Zeiten von Pandemien aus? Professor Dr. Hans-Martin Sass vom Zentrum für Medizinische Ethik an der Ruhruniversität Bochum meint ja.
Das Risikobewusstsein sinkt
Panik will er nicht schüren angesichts der Schweinegrippe-Welle, die durch das Land schwappt. Doch der Wissenschaftler warnt davor, dass falsche Informationspolitik seitens der Behörden fatale Folgen haben könnte. „Die Bürger verlieren das Vertrauen”, sagt Sass. Gerade im Krisenfall käme es darauf an, dass die Bevölkerung gut informiert und vorbereitet sei. „Wir leben in Mitteleuropa in einer klimatisch und sozial sehr sicheren und risikoarmen Gegend und stehen in der Gefahr, unser Risikobewusstsein schwach werden zu lassen”, so Sass.
„In diesem Fall scheint es harmloser zu sein, als befürchtet worden ist”, sagt Sass. Damit sei die Schweinegrippe umso mehr ein Beispiel, an dem man lernen könne. „Es ist Vertrauen verspielt worden, da die Behörden nicht von Anfang an gesagt haben, dass sie die Auswirkungen dieses Virus nicht genau kennen”, befürchtet Sass. Nun verlaufe alles viel weniger dramatisch als angekündigt und das Risikobewusstsein der Menschen sinke weiter.
"Ohne Strom läuft nichts mehr"
Sass, Jahrgang 1935, weiß aus eigener Erfahrung, dass es wichtig sein kann, eine Zeitlang ohne fremde Hilfe überleben zu können. Die Nachkriegsgenerationen haben dieses Bewusstsein nicht mehr entwickeln können, sind aber weit mehr abhängig von einer funktionierenden Infrastruktur. „Man stelle sich vor, bei einer Pandemie fallen alle Mitarbeiter der Versorgungsunternehmen aus”, sieht Sass ein tatsächlich dunkles Szenario. „Ohne Strom läuft bei uns nichts mehr. Kein Licht, keine Wärme, kein Wasser - der Supergau.”
Hans-Martin Sass, der zurzeit am Kennedy Institut für Ethik der Georgetown-Universität in Washington lehrt, will nicht Panik verbreiten, sondern den Menschen nüchtern vor Augen führen, was passieren kann. Und mit welchen - vergleichsweise geringen - Mitteln man die Chancen auf ein Überleben sichern kann.
Dass die Szenarien des Professors dabei die düsteren Vorstellungen eines Hollywood-Regisseurs wie Roland Emmerich zu übertreffen scheinen, liegt weniger an den Fakten, als an der Tatsache, dass eben nicht ein Kino-Künstler, sondern ein nüchterner Wissenschaftler die Bilder entwirft. Die Nähe zur Realität ist größer.
Auf alles vorbereiten
„Bei einer einfachen Pandemie mit 50 Prozent Infizierten sterben 20 Prozent”, rechnet Sass vor. Im schlimmsten Fall überlebt die Hälfte der Bevölkerung eine Pandemie nicht. Eine Gesellschaft müsse auch auf diesen Fall vorbreitet sein. Nicht nur in ethischen Fragen, wenn zum Beispiel geklärt werden muss, wer zuerst behandelt wird. Auch ganz praktisch sollten sich die Menschen auf den schlimmsten Fall einrichten: „Vorräte anlegen - Essen, Trinken, Medizin, Kerzen, Hygienepapier, denn das Klo wird nicht funktionieren, für zwei besser für vier Wochen. Szenarien durchdiskutieren in der Familie und Großfamilie, im Kegelclub, im Haus, im Freundeskreis, der Kirchengemeinde, bei Rotary und Lions... und Pläne anlegen, das kann ja auch intellektuelles Kreativvergnügen machen”, sagt Sass. „Und wenn es umsonst war, umso besser.”
15:39
Die Unternehmen werden das Grippevirus weiter mutieren lassen bis sie ihren Plan beendet haben. Man wird, wenn nicht mit der Schweinegrippe dann eben nächstes Jahr mit einer anderen mutierten Grippe, weitermachen und die Menschheit dezimieren, nachdem man zuerst genug verdient hat.
07:53
Hier ein kleiner Witz zum Thema Schweinegrippe:
Ein Bär, ein Löwe und ein Schwein unterhalten sich.
Der Bär sagt, wenn ich brülle, zittert der ganze Wald.
Der Löwe sagt, wenn ich brülle, zittert der ganze Urwald.
Das Schwein sagt, wenn ich sage ich bin ein Schwein, erzittert der ganze Planet.
11:32
Auch Hans Martin Sass hätte sich den letzten Monitor Beitrag im Ersten ansehen sollen, dann hätte er vielleicht eine andere Einstellung dazu. Er warnt davor die Bedrohung auf die leichte Schulter zu nehmen, eine Bedrohung die es, nach sorgfältiger Recherche der Monitor Redaktion, so nicht gibt.
10:59
Könnt ihr alle nicht lesen?
Herr Sass beschreibt doch nur das die Informationspolitik der Regierung miserabel ist. Die Panikmache ungerechtfertigt, sodass, wenn es mal zu einer echten Pandemie kommt, niemand auf Warnungen hören wird.
10:25
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08:12
Mitarbeiter der Versorgungsunternehmen fallem alle aus?
Bisher wurden nur Schulen geschlossen. Ich muss immer noch jeden Tag meiner Tätigkeit nachgehen. Das wird auch so bleiben.
07:31
Wenn ich das richtig verstanden habe soll ich jetzt beispielsweise einen Vorrat an Klo-Papier anlegen um gegen die Schweinegrippe gewappnet zu sein?!
06:43
Schweinegrippe - Gääääähn !
02:07
Stell dir vor, es ist Schweinegrippe und keiner geht hin.
Lächrlich dieser Bericht.
Und wenn ich noch einmal etwas von sog. Experten hier lese, gehe ich an die Decke. Zu den Schweinen mit euch!
00:11
Das interessiert doch kein Schwein mehr, aber immer noch kommen irgendwelchen Experten und labern! Geht doch zurück in die Aufsichtsräte der Pharmalobby!