Sauerland-Gruppe: Angeklagte gestehen Taten
18.06.2009 | 18:08 Uhr 2009-06-18T18:08:00+0200
Düsseldorf. Mitglieder der islamistischen "Sauerland-Gruppe" haben gegenüber Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA) die ihnen zur Last gelegten Taten eingeräumt. Das bestätigte am Donnerstag der Verteidiger des Angeklagten Fritz G., der Karlsruher Jurist Dirk Uden.
Mitglieder der islamistischen «Sauerland-Gruppe» haben gegenüber Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA) die ihnen zur Last gelegten Taten eingeräumt. Der als Rädelsführer geltende Angeklagte Fritz G. sagte bei Vernehmungen durch Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) aus, wie sein Verteidiger Dirk Uden am Donnerstag erklärte: «Mein Mandant macht umfangreiche Angaben.» Auch der Angeklagte Daniel S. sagte laut einem Medienbericht aus. «Mein Mandant hat detaillierte Aussagen gemacht», wird Verteidiger Johannes Pausch zitiert. Dem zufolge war Daniel S. am Dienstag in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf sieben Stunden vernommen worden.
Vernehmung vor Gericht beginnt ab Mittwoch
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Ein BKA-Sprecher wollte sich auf Anfrage zu den Aussagen der Angeklagten gegenüber den Behördenvertretern nicht äußern. Zur Begründung verwies er auf das laufende Gerichtsverfahren. Das OLG stellte indes seine Prozess-Planung um. Statt am Dienstag solle nun am kommenden Mittwoch, 24. Juni, mit der Vernehmung der vier Angeklagten begonnen werden, teilte das Gericht am Donnerstag mit.
In der vergangenen Woche hatten die vier Angeklagten vor dem Oberlandesgericht überraschend Geständnisse angekündigt. Der Senat schlug vor, die Männer vor ihren Aussagen im Prozess einzeln vom BKA vernehmen zu lassen. Jeder Angeklagte kann so selbstständig gestehen und bezieht sich nicht auf Angaben, die bereits ein Mitangeklagter vor ihm machte. Dies verhindert, dass der Wert der späteren Aussagen gemindert wird. Der Vorsitzende Richter Ottmar Breidling wies darauf hin, dass das Gesetz bei einem Geständnis einen «spürbaren Nachlass» beim Strafmaß erlaube.
Die zum Islam konvertierten Deutschen Gelowicz und Schneider, der Deutsch-Türke Atilla Selek und der Türke Adem Yilmaz sollen eine deutsche Zelle der Islamischen Dschihad-Union (IJU) gegründet haben. Sie wollten laut Anklage mit Autobomben möglichst viele US-Bürger in Deutschland töten. Die Anklage lautet unter anderem auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags. Schneider wird zudem versuchter Mord vorgeworfen, weil er bei seiner Festnahme im September 2007 auf einen Polizisten geschossen haben soll. (ap/ddp)
19:39
abschieben und ausweisen!
16:08
Hallo Fatih,
Wie sie lesen können schrieb ich sie HÄTTEN die Sicherheitsverwahrung verdient. Das es, wie Sie richtig schrieben, keine Möglichkeit dazu gibt, zeigt mit wieder einma deutlichl das wir im Umgang mit Gesinnungstätern noch ein paar Gesetze nachbessern müssen.
Diese Menschen hassen aus religiösen Gründen. Daran kann im Extremfall keine Haftstrafe etwas ändern. Anders als etwa die RAF, deren ideologisches Feindbild BRD nach Jahren der Haft weggebrochen war und sich selbst reformierte. Man sollte die automatische Entlassung zugunsten einer intensiven Prüfung des Gefahrenpotentials nach Verbüßung der Haftstrafe aufschieben.
Und mit Verlaub, psychische Probleme haben alle vier doch wohl schon heute.
Und meine Frage bleibt weiterhin an sie: plädieren sie allen Ernstes auf jugendlichen Leichtsinn bei diesen MÄNNERN?
Grüße
10:01
#19 Sicherheitsverwahrung
Wenn Du wüsstest, was Sicherheitsverwahrung, ich meine in psychologischer Hinsicht, damit hier nicht wieder Unklarheiten aufkommen, für einen Menschen bedeutet, dann hättest Du so etwas nicht geschrieben, Volker Racho.
Auch in rechtlicher Hinsicht gibt es hier keine Möglichkeit einer Sicherheitsverwahrung, weil die vier Angeklagten keine Rückfalltäter sind.
Wollen wir mal die Kirche bzw. Moschee im Dorf lassen.
19:19
Wie es letztens hieß sahen die 4 Angeklagten auch kaum noch eine Möglichkeit als das Geständnis, das BKA hatte, für sie erschreckend, detailliert die Abläufe und auch Gespräche darlegen können.
Die benutzte Formulierung spürbarer Nachlass ist in meinen Augen auch nicht gleichbedeutend mit etwa einem deutlichen Nachlass, und lässt mich persönlich wünschen das dieser Nachlass sich auf ein paar Monate beschränkt. Derartige Gesinnuzngstäter haben zudem eine Sicherheitsverwahrung verdient, um nach eingängiger Prüfung feststellen zu können ob sie noch gefährlich sind.
Die jetzt angekündigten Geständnisse, die dann am 24. zu erwarten sind, hätte es wohl auch nicht gebraucht für eine empfindliche Verurteilung.
Äh, und @Fatih:
Adem Yilmaz ist 30J. alt
Fritz Gelowiz. ist 29 J. alt
Daniel Schneider ist 23
Attila Selek ist 24
Sie schrieben: Insbesondere ist auch das jugendliche Alter der Angeklagten zu berücksichtigen. Mal ehrlich: das können sie doch nicht ernst meinen, oder :-) ?
19:01
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