Ruhrgebiet soll Altern als Chance begreifen
20.06.2007 | 08:40 Uhr 2007-06-20T08:40:22+0200Wissenschaftler: Region kann Vorbild werden
Bochum. Auf den ersten Blick sieht es für die Zukunft des Ruhrgebiets düster aus. Der Altersdurchschnitt liegt höher als im Rest der Republik, viele Familien und qualifizierte junge Leute ziehen weg, der Anteil an alten Menschen, Armen und Ausländern wächst. Was viele pessimistisch stimmt, begreifen Bochumer und Dortmunder Wissenschaftler als Chance. Mit neuen Strategien wollen sie das Ruhrgebiet zur bundesweit beispielgebenden Modellregion machen.
Der neue Wissenschaftsverbund "Gesellschaftlicher Wandel und Zukunft des Alterns" soll praktische Lösungen für demographische Probleme erarbeiten. Zu diesem Zweck sollen ein Masterstudiengang "Alternde Gesellschaft" sowie eine "Ruhr Graduate School on Ageing" für weiterführende Studien aufgebaut werden. Geleitet wird das Team von Prof. Rolf Heinze (Bochum) und Prof. Gerhard Naegele (Dortmund). Die Stiftung Mercator unterstützt das Vorhaben mit 365 000 Euro.
Die Region müsse die Lebensqualität der alternden Bevölkerung ins Zentrum stellen, so die Wissenschaftler. Dabei gehe es zum Beispiel um entsprechende Wohnmöglichkeiten und eine gute Gesundheitsversorgung. Jüngere Menschen und Familien könnten mit attraktiven Arbeitsplätzen und einer kinderfreundlichen Infrastruktur für die Region gewonnen werden. CHO
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