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Rätsel um Anschlag auf Kölner Autohändler

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Köln. Rätselhafter Anschlag auf einen Gebrauchtwagenhändler im Kölner Stadtteil Holweide: In der Nacht zu Mittwoch explodierte vor seinem Autohaus eine Handgranate. Eine zweite, erst am Morgen entdeckte Granate wurde gestern von Fachleuten des Landeskriminalamtes (LKA) kontrolliert gesprengt.

Die Hintergründe des Anschlages sind noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt. Anwohner hatten Dienstagabend gegen 23 Uhr einen lauten Knall gehört, ihn aber nicht zuordnen können. Fensterscheiben sollen vibriert haben. Entdeckt wurde der Anschlag erst gestern Morgen, als der Autohändler wie üblich zur Arbeit kam.

Anwohner mussten für Sprengungder Granate evakuiert werden

Mehrere Autos waren demoliert, eine Schaufensterscheibe hatte der Druckwelle nicht gehalten, Splitter steckten in der Fassade. Zur genauen Schadenshöhe konnte die Polizei gestern auf WAZ-Nachfrage aber noch nichts sagen.

Unter einem silbernen Kleinwagen, einem Ford Fiesta, auf dem Ausstellungsgelände des Autohändlers entdeckten Polizeibeamte die zweite Handgranate. Der Sprengkörper war scharf, aber beim Wurf in der Nacht augenscheinlich nicht detoniert.

Die Fachleute entschieden sich vorsorglich, die Granate vor Ort kontrolliert zu sprengen. Der Bereich wurde dafür weiträumig abgesperrt und mit Sandsäcken gesichert, gut zwei Dutzend Autos mussten vom Hof gefahren werden. Mehrere Anwohner mussten zudem ihre Wohnungen verlassen.

Holger Dumke

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2015-01-22 00:12
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