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Psychologin: Traumatische Erfahrung

06.01.2016 | 05:35 Uhr

Essen. Allein oder mit einer Freundin durch den Bahnhof einer Großstadt zu laufen, auch zu später Stunde, war für die meisten Frauen bis zu den Silvester-Ereignissen von Köln wohl kein Problem. Öffentlicher und belebter können Plätze eigentlich nicht sein.

Gerade deshalb seien die massiven Übergriffe von Köln „sehr bedrohlich und von einer neuen Qualität“, sagt die Psychologin Kornelia Banke vom Essener Verein „Frauen helfen Frauen“. Für die Betroffenen sei die Art und Weise, wie sie gleich mehreren Tätern ausgeliefert seien, ohne dass ihnen auf einem Bahnhof jemand zu Hilfe eilt, eine „massive traumatische Erfahrung“, analysiert Banke.

Wie die Opfer die Tat verarbeiten könnten, hänge von unterschiedlichen Faktoren ab – wie sie aufgefangen werden, ob sie über die Tat sprechen können oder auch „darüber schweigen dürfen“, aber eben auch, wie die Verfolgung der Täter sich gestaltet und ob und wie diese bestraft würden. Banke: „Da geht es zum Beispiel auch darum, wie ernst Polizei und Justiz eine solche Anzeige nehmen.“

Ganz wichtig sei, dass die Frauen sich wieder sicher fühlen können. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass das eine oder andere Opfer einen solchen Übergriff nicht verarbeitet, ein posttraumatisches Belastungssyndrom entwickelt. Dieses äußere sich unter anderem in Panikattac-ken und Angstzuständen.

Cornelia Färber

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