Protest gegen Kohlekraftwerk ist entflammt
02.03.2009 | 14:19 Uhr 2009-03-02T14:19:00+0100
Waltrop/Lünen. Mehr als 2000 Kohlekraftwerksgegner schlossen eine Menschenkette zwischen Waltrop und Lünen. Am Donnerstag wird über eine Klage der Bürgerinitiativen gegen ein Kraftwerk verhandelt.
Über 2000 Kohlekraftwerksgegner machten sich gestern auf den Weg, zündeten zwischen Lünen und Waltrop entlang des Kanals und quer durch die Rieselfelder Fackeln an. Der Protest gegen das geplante Kohlekraftwerk ist entflammt. Die Menschenkette zwischen Waltrop und Lünen wurde geschlossen.
Die Protestaktion, zu der 15 Initiativen aufgerufen hatten, richten sich gegen Kraftwerksprojekte wie Trianel und Evonik Lünen sowie Eon in Datteln. Der Protestort entlang des Datteln-Hamm-Kanals ist nicht ohne Grund gewählt. „Der Kanal hat Symbolwert”, sagt Ingbert Kersebohm von den Lünener Grünen. Auf den Kanälen werde Kohle für die Kraftwerke transportiert.
Der Kraftwerksbau zeige, so Oliver Danne von der Initiative „Stoppt den Landschaftsfraß”, eine verfehlte Energiepolitik. Insbesondere im Kreis Recklinghausen werde den Menschen deutlich, was Kraftwerke bedeuten. Über 100 Meter hoch und weithin sichtbar reckt sich der Kühlturm in Datteln bereits in die Höhe. Das 1,1 Millarden teure Werk, soll 2011 ans Netz gehen. Auf engsten Raum werden im Abstand weniger Kilometer sechs Kohlekraftwerke stehen.
Am Standort Lünen laufen derzeit die Vorbereitungen für den Kraftwerksbau. Das Planfeststellungsverfahren für den Bau einer Hochspannungstrasse ist in Gang gesetzt worden. Eine Klage der Bürgerinitiativen gegen die Teilgenehmigung des Trianel-Kohlekraftwerk wird am Donnerstag in Münster vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt. Ingbert Kersebohm von der Initiative Contra Kohlekraftwerk ist zuversichtlich. Es seien grobe Fehler bei der Genehmigung gemacht worden. Ob dadurch der Bau verhindert werden könne, ist fraglich. Die Initiative will notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen.
14:18
Es ist wie beim Ausbau der A40. Erst mal gegen alles sein.
Stellen wir doch den Kraftwerksgegnern als Aternative Sonnenkollektoren oder Windräder in den Garten.
Wolln´ se auch nicht, aber Strom wolln´ se.
Man könnte auch an jeden Anti-Haushalt Fahrräder mit Dynamo und Einspeisekabeln fürs öffentliche Netz ausgeben - wolln´ se bestimmt auch nicht, strengt an und Schweiß stinkt.
Man sieht, es gibt noch eine Menge Ideen.
Aber bitte, seid nicht aus purem Egoismus oder sturer dagegensein Haltung gegen alles.
Ich komme übrigens aus dem Raum, wo hoffentlich bald die neuen Kraftwerke stehen, damit die alten abgeschaltet werden können und nicht aus Bayern.
Aber mit dem Argument versuchte man schon vor 20 Jahren zu punkten. Laßt Euch was neues einfallen.
14:03
@ gegendasKKW
Ihre Darstellung aus Sicht der Lüner Bürger kann ich verstehen und ist nachvollziehbar. Nur hier steht natürlich auch das Gemeinwohl vor dem Einzelwohl.
Auch was die Vorgehensweise angeht, gibt es sicher eine Menge zu kritisieren. Nur, diese Maßnahmen sind von der Bundesregierung so beschlossen worden.
Einwände habe ich jedoch bezüglich der Argumente der Ärzteinitiative. Mit dem Bau des Kohlekraftwerkes ist keinerlei Emmision von Schwermetallen verbunden. Da sind sie auf der falschen Baustelle.
Die richtige Baustelle wäre da die geplante Erweiterung der NA, die mit Ihren Metallen schon jetzt das gesamte Lüner Gebiet belasten. Aber in dem Zusammenhang hält sich auch Dr. Kluge vergleichsweise sehr zurück. Warum wohl?
Also bitte hier nicht Birnen mit Äpfeln gleichsetzen.
Der oberflächliche Konsument der deutschen Medien mag davon ja noch beeindruckt sein, aber bei näherm hinsehen sieht die Sache ganz anders aus.
13:01
Was ist in der Schokolade?
-Die lila Kuh. Muh.
Was trinkt die Kuh?
-Milch.
Wie fährt das Auto?
-Mit Papa.
Und warum?
-Weil er arbeiten muß.
Hach ja, endlos.
12:55
Wenn man ganz weit weg von Lünen wohnt, kann man sich solche Reden im Internet gut leisten.
Ich würde mal auf die bayrische Region tippen.
Für mich als Lüner zählt schon etwas auch die miese Verschaukelei, die durch die Lüner Führungsspitze offensichtlich bei den hier Kommentierenden ihren Anklang findet:
Keine weitere Kraftwerksplanung laut Stodollik.
(Dabei plant Evonik in Wirklichkeit in Zusammenarbeit mit Trianel längst, wie sie das lediglich für Trianel oder Evonik nutzbare Trafohäusschen gemeinsam mit einem zweiten Evonikkraftwerk auf dem Gelände der alten Steaganlage nutzbar machen können...) Und Stodollik sollte das genaustens wissen.
Weiter ist wohl klar, das eine Ärzteinitiative nur von Auswärtigen oder kinderlosen Menschen mit einem Wochenendhaus im Lüner Bereich überhört werden können. Dr. Kluge hat da auf der Demonstration eine eindeutige Rede gehalten, was das Versteckspiel mit Schwermetallmessergebnissen im Raum Lünen angeht. Aber darauf kommen wir ja bei dem im Artikel genannten Gerichtsverfahren zurück. Und bei einer Eingabe vor dem EU-Gerichtshof, möglicherweise. So spielt man normalerweise nicht mit dem Leben und der Gesundheit von Bürgern. Nur noch einmal zur Erinnerung: Die Meßwerte waren fast alle im tiefroten Bereich.
Dr. Kluge betonte aus Sicht der Ärzteinitiative, das der Zusammenhang mit den festgestellten Schwermetallkonzentrationen und den Krankheitsverläufen, die sich schwerpunktmässig in Lünen (auch bei bis dato gesunden Menschen und Kindern) einstellten faktisch existiert.
Aus Sicht eines Bayern, der im ganzen Land kein einziges Kraftwerk zu verzeichnen hat, lässt sich leicht lachen, nach dem Motto: Ihr unrealistischen Ökos.
Sammelt erst einmal Informationen über die Kraftwerksdichte (übrigens auch gleich mal die Müllverbrennung mit betrachten..) von NRW und um Lünen im Besonderen...
Wenn es allerdings tatsächlich irgendwo einen Lünener gibt, der diese korrupten Verhältnisse in Lünen toll findet, so kann ich darauf nur antworten: Wenigstens die Argumente anderer anhören hilft manchmal.
Und wer für Vorgehensweisen bar jeglicher Rechtskonformität ist, der wünscht sich ein Leben wie es im wilden Westen möglich war zurück:
Bauen ohne wasserrechtlichen Hintergrund nach dem Motto: Wer zuerst fertig ist, das Kraftwerk Trianel oder der negative Richterspruch...
Super Zukunftsvision, wenn das einreißen sollte.
12:37
Mein Strom kommt aus der Steckdose :-) !!
12:33
Ich bin gegen Atomkraftwerke,
ich bin gegen Kohlekraftwerke,
ich bin gegen Gaskraftwerke,
ich bin gegen einfach ALLES.
Solange der Strom aus meiner Steckdose kommt.
RWE weiß nicht mehr wohin mit den Gewinnen aus 2008?
Die Stromer ! Wurden auch noch mit CO² - Policen subventioniert.
Aber solange MEIN Strom in der Steckdose ist....
Gehört zum Luxusleben dazu. Genau so wie Heizung, Wasser, Kabelfernsehen, Internet und Horror-Rechnungen dafür.
Die Renaissance der AKW´s wird die Preise für Energie auch nicht drücken.
Der Bau eines AKW´s beläuft sich auf min. 4-6 Mrd.
Naja, kann jeder weiter denken. ...
12:23
wer verschont uns endlich von diesen Öko-Spinnern?
Ich habe eine tolle Aufgabe für alle Ökis..Fahrt doch einmal nach China, dort gibt es viel zu protestieren..z.b. gegen die dreckicksten Kohlekraftwerke der Welt. Und wenn wir normalen Bürger Glück haben werden alle Ökis direkt eingesperrt.
12:15
...wer verschont uns endlch vor diesen Öko-Spinnern?
11:28
Wir brauchen in Deutschland doch gar keine Kraftwerke. Wir können unseren Strom doch aus französischen Atomkraftwerken oder aus den Tschechischen, polnischen, russischen Kohle-und Atomkratwerken beziehen. Das verursacht hcöhstens doppelte Preise für Strom und das CO2 aus den veralteten Kohlekraftwerken im Osten macht ja auch an den Grenzen halt.
10:28
Tschja...Kohlekraftwerke mit heutiger Umwelttechnologie wären ja in Ordnung.
Das Problem ist nur, dass die Kohle aus Australien, China oder Afrika erst hier her transportiert werden muß. Dieser Transport schadet der Umwelt.
Heimische Kohlevorräte läßt man dafür lieber absaufen.
Aktiviert endlich den heimischen Kohleabbau.
Das macht Deutschland unabhängiger. Es erfolgt Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze.