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Pegida-Pastor darf nicht mehr predigen

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Emmerich/Duisburg. Er ist Pastor in Emmerich, hat in der katholischen Kirche aber praktisch keine Aufgaben mehr. Dennoch bescherte Paul Spätling (67) Emmerich am Montagabend Schlagzeilen. Denn er predigte auf der Pegida-Demo in Duisburg. Er lief sogar vorne weg.

„Der Martins-Zug findet im Dunkeln statt, das Osterfeuer ebenfalls. Danke für diesen festlichen Rahmen. Lasst uns Licht machen“, sagte Spätling. Von den Pegida-Organisatoren auf die Bühne gebeten, sorgte gerade dieses Zitat für Wirbel. „Mir ist wichtig zu zeigen, dass auch Katholiken auf eurer Seite stehen.“ Steht die Kirche hinter Pegida?

Nein! Das Bistum Münster reagierte am Dienstag prompt und entschlossen. Bischof Felix Genn teilte Spätling mit, dass er solche Reden nicht „dulden kann und will“. Mit Bezug auf das Kirchenrecht hat Genn dem Pfarrer inzwischen auch die Predigtbefugnis entzogen. Ihm ist es fortan verboten, innerhalb und außerhalb von Kirchen öffentlich im Namen der Kirche zu sprechen. Der 67-Jährige bediene „undifferenzierte Klischees gegenüber dem Islam. Er schürt mit seinen Aussagen eine Feindlichkeit gegen ,den Islam’, die wir für gefährlich erachten.“

Marco Virgillitound Norbert Kohnen

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2015-01-21 00:10
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