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NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein

22.05.2009 | 16:29 Uhr
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein

Düsseldorf. Manche Kommunen in NRW machen mit Knöllchen und Bußgeldern weniger Kasse. Die Ordnungsämter vermuten, dass die Autofahrer mittlerweile aus finanziellen Gründen vorsichtiger fahren. Auch der neue Bußgeldkatalog könnte eine abschreckende Wirkung haben.

Bußgeldbescheide und Knöllchen sind lästig und teuer. Zwischen 5 und 35 Euro kann ein falsch gewählter Abstellplatz kosten. Seit Einführung des neuen Bußgeldkatalogs am 1. Februar müssen Verkehrssünder zudem tiefer in die Tasche greifen. Manche Kommunen meinen laut einer ddp-Umfrage inzwischen zu beobachten, dass Autofahrer in diesem Jahr vorsichtiger fahren und sorgfältiger parken. Über die Gründe herrscht aber keine Einigkeit.

In Bielefeld hat es nach Angaben der städtischen Bußgeldstelle 2008 insgesamt rund 195 000 Falschparker gegeben, die 2,2 Millionen Euro Einnahmen brachten. «Unsere Mitarbeiter im Außendienst haben den Eindruck, dass die Leute in diesem Jahr weniger falsch parken», berichtet Volker Tannig, der bei der Stadt für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zuständig ist. Möglicherweise schauten die Leute in diesem Jahr eher aufs Geld, vermutet er. Doch auch andere Faktoren seien denkbar.

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Im fließenden Verkehr registrieren die Behörden in Wuppertal einen leichten Rückgang von Geschwindigkeitsverstößen. 2008 habe es insgesamt rund 93 000 Bußgeldbescheide gegeben, heißt es. «Vielleicht sitzt das Geld nicht mehr so locker», vermutet der Abteilungsleiter des Ordnungsamtes Wuppertal, Carsten Vorsich. Dass die Autofahrer aufgrund der höheren Bußgelder vorsichtiger würden, sei zu erwarten. Diese würden jedoch nicht für Parkverstöße gelten, schränkt Vorsich ein. Die Zahl der Knöllchen sei in Wuppertal mit rund 186 000 Verwarnungen gleich geblieben.

Höhere Bußgelder gleichen aus

Auch in Duisburg ist nach Angaben einer Stadtsprecherin die Quote bei Geschwindigkeitsüberschreitungen um ein Prozent zurückgegangen. Finanziell werde dies jedoch durch die Erhöhung der Verwarnungs- und Bußgelder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen wieder ausgeglichen.

Eine direkte Auswirkung der höheren Bußgelder auf den Verkehr will das Düsseldorfer Ordnungsamt hingegen noch nicht erkennen. Dies sei erst in einem Dreivierteljahr feststellbar, da die meisten Verfahren noch andauerten, sagt Vizechef Michael Zimmermann. «Ich erwarte aber schon einen gewissen Grad an Abschreckung.»

Auch in Köln sehen die Behörden noch keinen Zusammenhang mit dem Bußgeldkatalog. «Der Rückgang in unseren Fallzahlen kann genauso gut am Wetter liegen», sagt der Leiter des Kölner Ordnungs- und Verkehrsdienstes, Ralf Mayer. Bei deutlich schlechterem Wetter mit Schnee wie im ersten Quartal dieses Jahres seien die Leute vorsichtiger gefahren. Dennoch gelte allgemein, je höher die Verwarnungsgelder, desto höher die Abschreckung. Besonders schmerzhafte Bußgelder würden jedoch erst bei hohen Geschwindigkeiten oder bei Verstößen wie etwa Handy-Telefonieren am Steuer gelten, sagte Mayer. Im Stadtgebiet würden die Überschreitungen in der Regel nur um die zehn Stundenkilometer betragen.

Der neue Bußgeldkatalog richtet sich insbesondere gegen Drängler und Raser: Drängeln kann heute bis zu 400 Euro kosten, vor der neuen Regelung waren es bis zu 250 Euro. Die Höchststrafe bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts beläuft sich inzwischen bei 760 Euro, zuvor lag sie bei 425 Euro. Bei Rot über die Ampel zu fahren kostete bislang 125 Euro, heute 200 Euro. (ddp)

DerWesten

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Kommentare
23.05.2009
22:04
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von franz62 | #52

wann habe ich eigentlich das letzte mal irgendwas in irgendeiner Innenstadt gekauft? Weiss es nicht mehr.
Gibt doch alles noch günstiger im Versand. Und
keine Blitzer, keine Knöllchen, keine Parkgebühren und keine Abzocke mit hohen Spritpreisen. Der Markt regelt sich selbst.

23.05.2009
11:19
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von Wölfi | #51

Dann wird man wohl was erfinden müssen das die einnahmen wieder stimmen damit die Städte Geld von seinen Bürgern kassiert, da geht doch wohl noch was

23.05.2009
09:38
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von oliho | #50

Jeder dem es hier nicht passt kann doch das Land verlassen.

22.05.2009
20:33
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von cchaos | #49

Nun aber mal im ernst, es geht hier nicht ums rasen oder schnellfahren...aber, wer mit einem Radarwarner durch die Landschaft fährt, der ist in meinen Augen charakterlich nicht geeignet ein Fahrzeug zu führen, es gehört die Fahrerlaubnis entzogen. Ich wünsche keinem, das des nachts mal 2 Herren in Grün in Begleitung eines Herren in Schwarz vor der Tür stehen und mitteilen, das Vater/ Mutter/ Sohn/Tochter nicht mehr nach Hause kommen, weil irgendsoein verantwortungsloser Raser denjenigen totgefahren hat. Aber das geht in manche Köpfe nicht rein. Wer sich einigermaßen Ordentlich verhält, dem passiert auch nichts, der muss auch nichts zahlen. So einfach ist das. Aber der trend geht ja eh immer weiter dahin, ich bin nicht schuld, ich will für mein Verhalten keine Verantwortung tragen...

22.05.2009
20:20
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von cchaos | #48

@44 lol, aber der Kommentar war total am Thema vorbei, 6 setzen

22.05.2009
19:36
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von immerNett | #47

@43 Solche Bedenkenträger sind es die das Leben in Deutschland unerträglich machen.

22.05.2009
17:39
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von cchaos | #46

habe seit Jahren eiinen Radarwarner aus den USA im Auto. Kann ich nur jedem empfehlen!!!
Von mir bekommen die Arschlöcher nicht einen Cent.
Freunen sie sich auf eine Kontrolle, denn wenn das Gerät entdeckt wird, auch wenn es nicht angeschlossen ist, darf es sofort einkassiert und vernichtet werden.
Das Risiko bei solchen Geräten, die illegal hier sind ist, das sie keiner Überprüft hat. Die Geräte senden eine Strahlung aus, merkt man dann an den Insassen, denn die Verhalten sich dann sehr verstrahlt und fahren auch wie ein Verstrahlter

22.05.2009
17:25
Blockierter Kommentar.
von carolin.voss | #45

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

22.05.2009
16:26
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von Elektrosteiger | #44

NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein

Tja, dann steht müssen die Politessen demnächst jede Menge Übestunden schieben, damit die Verluste wieder reinkommen.

Und dann steht demnächst hinter jedem zweiten Baum ein Blitzer...

22.05.2009
15:11
NRW-Städte nehmen weniger mit Knöllchen ein
von kdi | #43

#38: Von wem haben Sie denn diese Anekdoten. Die Geschichte ist immer die gleiche, bloß die Orte wechseln.
Wenn Sie auf der kommunalen Ebene was ändern möchten, haben Sie ja die Möglichkeit eine politische Änderung herbeizuführen.

#31. Ich stimmen Ihnen zu, das abends und in den Außenbezirken der Gemeinden viel öfters kontrolliert werden muß.

Wie Sie ja bestätigen, benimmt sich eine gewisse Anzahl von Autofahrern wie die Wildsau in weiter Flur, wenn keine Kontrollen stattfinden.

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