NPD attackiert Islamzentrum mit Salami
17.08.2010 | 07:55 Uhr 2010-08-17T07:55:00+0200
Mönchengladbach.Die umstrittene Ansiedlung einer Islamschule in einer Mönchengladbacher Moschee löst immer massiveren Widerstand aus. NPD-Anhänger attackieren Muslime mit Schweinefleisch-Salami. Einigen Anwohnern - keine Befürworter der Schule - ist das zuviel.
Der Widerstand gegen den Umzug der Braunschweiger Islamschule wird immer massiver. Bürger aus dem Mönchengladbacher Ortsteil Eicken demonstrierten am Montagabend gegen die Ansiedlung. Zwei Tage zuvor hatten NPD-Anhänger gegen die Schule und den ebenfalls aus Braunschweig stammenden Verein „Einladung zum Paradies“ protestiert.
Von gezielten Provokationen der Rechtsradikalen berichtet auf Nachfrage Muhamed Ciftci, Direktor der Islamschule: „Es wurden Fleischpakete wie etwa Schweine-Salami in den Briefkasten der Moschee geworfen.“ Bei der erneuten Demonstration wollten Mitglieder von NPD und DVU vor seiner Islamschule Würstchen aus Schweinefleisch verteilen, sagt Ciftci: „Moslems werden gezielt gedemütigt.“ Das Klima sei vergiftet, Frauen mit Kopftuch würden beschimpft.
Proteste sind von Stadt genehmigt
Der Widerstand der NPD ist auf ihre Islam-Feindlichkeit zurückzuführen – die demonstrierenden Bürger begründen ihren Protest hingegen mit der Verfassungsfeindlichkeit der Islamschule. Diese hatte ihr der Niedersächsische Verfassungsschutz wiederholt attestiert – allerdings ohne konkrete Beweise zu nennen. Ciftci bekennt sich immer wieder zu Grundgesetz und Gewaltlosigkeit.
Beide Protestaktionen seien beantragt und genehmigt worden, so ein Mönchengladbacher Polizeisprecher. Die Stadt stehe der Ansiedlung mehr als kritisch gegenüber, erklärt deren Sprecher Wolfgang Speen: „Wir wissen aber nicht, ob wir es verhindern können.“ Derzeit prüfe seine Verwaltung den Bauantrag für den Umbau der Moschee.
Die Anlieger mussten am Samstag ein Wechselbad der Gefühle durchmachen: Obwohl sie auch selbst gegen die Islamschule sind, wendeten sich circa 45 Bürger schließlich gegen die protestierenden Rechtsradikalen. Von Balkonen und aus Fenstern riefen sie: „Nazis raus – wir wollen keine Nazis in Eicken!“ (BZ/Braunschweiger Zeitung)
13:41
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13:40
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13:23
Das ist das Niveau der Nazis. Und die Leute, die das so lustig finden mit der Schweinewurst im Briefkasten, sollten alle mal einen lecker alten Schafskäse darin vorfinden, mit Einladung ,zum islam überzutreten, da wäre was los...
gegen Fundamentalisten: katholische wie islamische !
13:21
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13:19
Das Thema nicht migrantisch diskutieren!
Es geht um einen Verein, der nach Zahl der MItglieder relativ unbedeutend ist. Es geht hier nicht um Integration. Ich persönlich kenne niemanden, der bei Ciftci ist. Und ich kenne viele Leute.
13:19
Für Islamisten sind alle Andersgläubigen nicht akzeptabel, da sie unrein sind, warum sollen wir sie akzeptieren?
13:15
Zu Hilfe! Eine Salami-Atacke!
Selten so über eine dämliche Überschrift gelacht ... :-)
13:14
Deutschland muss sich einmischen!
Das ist Klare Kante!
Im Artikel wurde ja auch schon deutlich: die demonstrierenden Bürger begründen ihren Protest hingegen mit der Verfassungsfeindlichkeit. Das ist nicht zu beanstanden, im Gegenteil, sogar erwünscht.
Die NPD startet diese Aktion aber nicht, um Verfassungstreue einzufordern, wie es im Artikel heißt, sondern weil sie einer Religion nicht freundlich gesonnen ist. Sie bestätigt damit nur ihre eigene Verfassungswidrigkeit, denn die Religionsfreiheit steht in Deutschland nicht zur Disposition.
Jeztzt ist Ciftci am Zuge. Sie müssen den Dialog aufnehmen und darlegen, dass sie tatsächlich zur Verfassung stehen.
13:13
Solange wir das Christentum in den Euro-Islamischen Ländern z.b. der Türkei nicht ohne Repressalien praktizieren dürfen, müssen in den Christlichen Ländern der Islam eingedämmt werden.
Sonst wird es in einigen hundert Jahren einen Glaubenskrieg geben.
13:10
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