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Rechte Gewalt

Neonazi gründete offenbar rechte Terrorgruppe in Dortmund

15.05.2012 | 09:21 Uhr
Ein Foto der Band "Weiße Wölfe". Marco G. soll der zweite Mann von rechts sein. Das Foto wurde auf einem Bauernhof im Dortmunder Umland aufgenommen, heißt es.Foto: privat

Dortmund.   Marco G. ist eine zentrale Figur in der rechtsextremen Szene Dortmunds. Nach Recherchen der WAZ soll er an der Gründung einer terroristischen Vereinigung beteiligt gewesen sein. Nur mit Glück ist der große Knall ausgeblieben.

Marco G. ist der dürre Nazi mit den großen Füßen. Er hasst Ausländer und trägt Springerstiefel. Auf dem Foto der Neonazi-Band „Weisse Wölfe“ zielt er mit einer Pistole in das Gesicht des Betrachters. Trotz Vermummung wollen ihn Verfassungsschützer an den Schuhkarton-großen Stiefeln erkennen. Die Band singt: „Am Tag der Rache wollen wir euch bluten sehn.“ Marco G. ist eine zentrale Figur in der rechtsextremen Szene Dortmunds. Er spielt in Nazi-Bands und hält die Kontakte in die internationale Szene. Doch damit nicht genug. Nach Recherchen der WAZ soll er an der Gründung einer terroristischen Vereinigung in Dortmund beteiligt gewesen sein. Nach Informationen aus dem Umfeld des Verfassungsschutzes hat sich die Gruppe Waffen beschafft und für den Kampf trainiert. Nur mit Glück ist der große Knall ausgeblieben.

Das ganze beginnt vor über zehn Jahren. In der rechtsextremen Szene Dortmunds verbreitete sich die Theorie der Turner-Tagebücher. Dabei handelt es sich um eine Ideologie des aggressiven Rassenhasses. Rechtsradikale Aktivisten des neonazistischen „Blood & Honour“- Netzwerkes in ganz Europa und den USA beziehen sich auf die Schrift. In den Turner-Tagebüchern wird der Untergrund-Kampf von Nazis verherrlicht. Sie sollen sich in Zellen zusammenschließen, um Terrorakte gegen Fremde zu verüben. Es wird empfohlen, keine Bekennerschreiben zu hinterlassen. Jede Zelle soll für sich lebensfähig sein und möglichst keinen direkten Kontakt zu anderen Zellen haben. „Die Idee hinter der Bildung von Terrorzellen ist die Idee vom führerlosen Widerstand“, berichtet ein V-Mann des Verfassungsschutzes in Düsseldorf. Auch wenn eine Zelle ausgeschaltet wird, können die anderen weiter machen.

Razzia bei Nazis in Dortmund

 

Kommentare
15.05.2012
17:34
In spätestens 15 Jahren werden die Mirgnaten/Innen das gesamte Naziproblem
von eksom | #11

von alleine und vor allem selber lösen, wenn die Politik (alle Parteien!), die Justiz, die Wirtschaft und die Polizei, der DGB und sowie all die...
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1 Antwort
Neonazi gründete offenbar rechte Terrorgruppe in Dortmund
von jmeller | #11-1

Ich glaube wir brauchen keine Grundentnazifierung. (Hört sich ähnlich wie Endlösung an). Die Nazis des 3. Reich sind so gut wie alle tot.

Ansonsten sind die USA und anderen Alliierten keine Besatzungsmacht mehr. Vielleicht haben Sie es noch nicht gemerkt, der Krieg wurde 1945 beendet.

Und wenn ich Ihren Satz lese:

"In spätestens 15 Jahren werden die Mirgnaten/Innen das gesamte Naziproblem
von alleine und vor allem selber lösen, "

So ähnlich haben die Nazis auch argumentiert. Anstatt "!Naziproblem" muss man nur "Judenproblem" einsetzen.

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Neonazi gründete offenbar rechte Terrorgruppe in Dortmund
Neonazi gründete offenbar rechte Terrorgruppe in Dortmund
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http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/neonazi-gruendete-offenbar-rechte-terrorgruppe-in-dortmund-id6660280.html
2012-05-15 09:21
Rhein und Ruhr