Nahverkehr aus einem Guss - über die Stadtgrenze hinaus
21.05.2009 | 20:04 Uhr 2009-05-21T20:04:00+0200
Essen. Im Ruhr-Nahverkehr bewegt sich was: In Duisburg, Essen und Mülheim bricht Mitte 2010 eine neue Bus- und Bahn-Ära an. Den täglich 580 000 Fahrgästen soll dann von einer Verkehrsgesellschaft ein „Nahverkehr aus einem Guss” angeboten werden - unter anderem mit besser abgestimmten Fahrplänen.
In Duisburg, Essen und Mülheim sollen im Nahverkehr neue Zeiten anbrechen, und zwar ab Mitte 2010. Den täglich 580 000 Fahrgästen in den drei Städten soll dann von einer Verkehrsgesellschaft ein „Nahverkehr aus einem Guss” angeboten werden – mit mehr Fahrten, mit besser abgestimmten Fahrplänen, mit mehr Service und Sicherheit.
Zumindest in diesem Teil des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) mit seinen zwei Dutzend Verkehrsbetrieben würde dann ein Versprechen eingelöst, das Politiker bereits vor 30 Jahren beim VRR-Start abgegeben, aber nie eingehalten haben.
Die Manager des künftigen Gemeinschaftsbetriebes – es sind die gleichen, die bisher schon die drei städtischen Unternehmen leiten – zählen dafür mehrere Gründe auf. Da gab es in ihren Städten schon vor Jahren politischen Druck, zunehmend aber auch wirtschaftliche Zwänge, denn viele Privatfirmen stehen bereit, um Nahverkehrsaufgaben zu übernehmen. Sollte es zu einer Marktöffnung kommen, hätten die relativ kleinen Verkehrsgesellschaften im Revier schlechte Karten.
Der zusammengelegte Nahverkehr in Duisburg, Essen und Mülheim spiele da schon in einer anderen Liga, meinen die Chefs der Firma, die jetzt noch etwas sperrig Rhein-Ruhr-Partner-Verkehr (RRP-V) heißt. Mit 3400 Mitarbeitern werden 1,25 Millionen Einwohner mit Nahverkehrsleistungen versorgt.
Weniger Mitarbeiter
Obwohl in den nächsten zehn Jahren jährlich bis zu 40 Millionen Euro eingespart werden sollen und die Zahl der Mitarbeiter um bis zu 15 Prozent sinken soll, werde das Unternehmen schlagkräftiger, sagen die Manager. So könne ein größeres Unternehmen Fahrzeuge und Material günstiger einkaufen. Viele der im Nahverkehr wichtigen staatlichen Förderungen gebe es oft erst ab einer gewissen Größe.
Die Revolution im Reviernahverkehr wird von den übrigen Gesellschaften im VRR offenbar neugierig beäugt. Von vier großen Verkehrsbetrieben, die schon vor zwei Jahrzehnten von einer Beratungsgesellschaft als optimale Organsiationsstruktur im VRR vorgeschlagen wurden, ist man dennoch weit entfernt – auch wenn im östlichen Ruhrgebiet die Kooperation KöR von vier Betrieben (Dortmund, Kreis Recklinghausen, Bochum/Gelsenkirchen, Herne/Castrop-Rauxel) mit 5300 Mitarbeitern gerade zehn Jahre alt geworden ist. Eine Fusion des Fahrbetriebs ist aber nicht geplant.
01:07
Das Abendangebot der STOAG ist eine Frechheit!
20:21
Grundsätzlich muss man sich fragen, was die optimale Betriebsgröße ist und welche Dinge man zentral gemeinsam und nicht mehrfach in jeder Stadt machen kann. Wenn man dann zu dem Schluss kommt, es gäbe dort viel Potential, so solle man diese Umstrukturierung umsetzen. Das geht nicht auf den Rücken der Mitarbeiter, weil eben der Aufwand auch sinkt und damit die Kosten für nicht mehr benötigtes Personal. Das eingesparte Geld kann für andere Dinge (mit entsprechenden Arbeitsplatzeffekt) eingesetzt werden. Diejenigen, die sich gegen jede Veränderung stellen, haben wohl vergessen, dass das kommunalen Verkehrs-Unternehmen jedes Jahr ein großes Defizit einfahren. Das Geld ist meiner Meinnug nach in dem Bereich aus Sicht der Stadt gut eingesetzt; jeder muss aber bestrebt sein, Kosten zu sparen.
15:54
...manchmal glaube ich, daß die fehlende Fahrplanabstimmung pure Absicht der Verkehrsbetriebe ist, damit weniger lästige Fahrgäste mitfahren.
Ein Beispiel ist der Übergang zwischen S-Bahn und Bus. Es gibt mehr als ein Beispiel, wo man beim Aussteigen aus der S-Bahn gerade noch seinen Busanschluß entschwinden sieht...
Nach einer halben Stunde Wartezeit sieht man dann vom abfahrenden Bus aus die S-Bahn ankommen! Sehr fahrgastfreundlicher Fahrplan!
10:42
ich wäre ja schon zufrieden, wenn die Fahrpläne der Busse in Duisburg aufeinander abgestimmt wären . . .
09:26
KöR ? Wasn das ?
07:42
Warum ist Oberhausen nicht dabei????
21:41
Wünschenswert wäre eine Nachtverbindung zwischen dem Essener und Mülheimer Nachtnetz durch die U18, denn im Moment sind horrendende Umwege und lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen um von Essen nach Mülheim zu gelangen
20:16
450 Beschäftigte in einem Guss Richtung Arbeitslosigkeit um 40 Millionen Euro jährlich zu Sparen und um in den Genuß von Bundes und Landesmitteln zu gelangen. Alles selbstverständlich vom Steuerzahler finanziert .
19:43
@scouti: aus den Buchstaben kann man auch das Wort OEDEM bilden.
16:27
Meine Tochter hat versucht um 12.00 Uhr Nachts von Bottrop nach Gladbeck zu kommen, sie hat vier Stunden gebraucht. Sie mußte von Bottrop nach Essen dann nach Gelsenkirchen nach Gladbeck fahren.