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Nachfrage nach der Grippe-Impfung geht zurück

26.11.2009 | 09:59 Uhr
Nachfrage nach der Grippe-Impfung geht zurück

Hagen. Die Nachfrage nach der Grippe-Impfung in Südwestfalen sinkt wieder. Zugleich ist die Zahl der Schweingrippe-Kranken kaum noch zu überprüfen.

Die Schweinegrippe geht um in Südwestfalen. Doch wie schnell sie sich ausbreitet, wie viele Menschen in der Region erkrankt sind, das ist mittlerweile nicht mehr nachzuhalten. Das Robert-Koch-Institut hat die Meldepflicht für die Grippe aufgehoben. Und die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur in Ausnahmefällen den Test, um den Erreger nachzuweisen. Hinzu kommt, dass die Krankheit oft so mild verläuft, dass sie nicht erkannt wird.

Gestiegen ist die Fallzahl im Kreis Soest nach der Allerheiligenkirmes. Seitdem verzeichnet man dort pro Tag 10 bis 14 neu Angesteckte. Davor waren es höchstens vier.

Immer weniger Fälle verzeichnet

Video
Redakteurin Kerstin Eigendorf hat Versuchskaninchen gespielt und sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Die Videokamera war ständiger Begleiter.

Im Hochsauerlandkreis sind seit dem Ausbruch der neuen Grippe im Frühjahr mittlerweile 366 Menschen erkrankt. Das sind gerade einmal sieben Kranke mehr als Ende der vergangenen Woche. Immer weniger Fälle werden hier dem Gesundheitsamt angezeigt, seitdem die ärztliche Meldepflicht abgeschafft ist. Davor sind Anfang November im Hochsauerland in einer Woche mehr als 100 Neuerkrankungen gezählt worden.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis haben sich mittlerweile 794 Patienten angesteckt, 143 mehr als in der Vorwoche. Im Märkischen Kreis sind es 521 (+ 41), in der Stadt Hagen 295 (+ 35). Im Kreis Olpe sind in dieser Woche bislang sieben Fälle bestätigt worden, in der gesamten vergangenen Woche waren es noch 66. Insgesamt haben sich dort seit dem Frühsommer 190 Menschen angesteckt.

Impfbereitschaft zurückgegangen

Mehr als 1100 Infizierte sind es bereits im Kreis Siegen-Wittgenstein. Um wie viel die Zahl in der vergangenen Woche gestiegen ist, das nachzuhalten habe keinen Sinn mehr erklärt Christoph Grabe, Leiter des Gesundheitsamtes. Im Übrigen sei es für die Behandlung der Krankheit auch nicht erforderlich, das Virus nachzuweisen. Auch die Ausbreitung lasse sich dadurch nicht verhindern.

Zugleich sinkt die Nachfrage nach dem Impfstoff, nachdem sie vorübergehend deutlich angestiegen war. „Die Impfbereitschaft geht zurück”, sagt Hendrik Klein, Sprecher des Märkischen Kreises. Dort sind mittlerweile 10 800 Impfdosen herausgegeben worden. Im Hochsauerlandkreis sind es 18 900, in der Stadt Hagen 16 000, im Kreis Siegen-Wittgenstein 24 000. 11 500 Dosen sind im Kreis Olpe verimpft und im Kreis Soest 13 648.

Nina Grunsky

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