Mit neuem Super-Bad will Hagen sparen
06.06.2009 | 10:22 Uhr 2009-06-06T10:22:00+0200Hagen. Der Schlagbohrer dröhnt im Ruheraum. Weil die Eröffnung der Entspannungsoase im Saunabereich noch Zukunftsmusik ist, stört das nicht. 80 Handwerker wirken auf Hagens größter Baustelle. Bis zu 180 werden es zu Spitzenzeiten im Sommer. Sie arbeiten an einem der größten Bäder Deutschlands.
„Westfalenbad” heißt das Sport- und Freizeitbad, in dem Freitag Richtfest gefeiert wurde. Der Name allein, so stellt die Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (HVG), ein städtisches Tochterunternehmen, als Bauherr heraus, solle in die Region hineinwirken.
Gemeint sind der Name und vor allem das Angebot. Denn bei aller Konkurrenz vor der Haustür (unter anderem in Gevelsberg, Plettenberg, Lüdenscheid) - ein vergleichbares Angebot findet sich kaum. „Wir gehören zu den Top-Ten in Deutschland”, betont Christoph Köther, Geschäftsführer der HVG.
Besucherprognosen von 500 000 Schwimmern/Jahr
30 Millionen Euro investiert die HVG in das neue Bad. Eine große Summe, die aber helfen soll, Geld zu sparen. Denn das neue Westfalenbad ist Teil eines Bäderkonzeptes, dem bestehende Frei- und Hallenbäder in der Stadt zum Opfer fallen. Und zwar solche mit erheblichem Sanierungsstau und energetischen Defiziten. Auf diese Weise will die Betreibergesellschaft dafür sorgen, dass die jährlichen Zuschüsse langfristig sinken. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt auch davon ab, ob die Besucherprognosen (500 000 inklusive Schul- und Vereinsschwimmer) zutreffen.
Dafür liefert Köther Argumente. „Wir sind breiter aufgestellt, als die Konkurrenz.” Und will er sich auch mit Superlativen zurückhalten, so steht für ihn fest: „Wir schaffen hier ein herausragendes Zentrum für Schwimmen, Sport, Freizeit und Wellness.”
Cabriodach
Im Zentrum des Bades liegt ein 1,35 Meter tiefes Becken mit einem rund 420 Quadratmeter großen Cabriodach aus einem Material, wie es auch in der Allianz-Arena in München verwendet wird. „Werden zusätzlich die Falttüren geöffnet, entsteht ein echtes Freibadgefühl”, erklärt Bauleiter Stefan Hage. „Im Außenbereich wird ein Strand angelegt.” Whirlpool, eine Badehöhle, Rutschen, ein Strömungskanal, ein Kinderbecken sowie ein Solebecken unter freiem Himmel ergänzen den Bereich. Auf einer Empore schließt sich die Gastronomie an.
Im Bad soll aber nicht nur entspannt und geplanscht werden. Schwimmer, die zuvor an gleicher Stelle im Freibad ihre Bahnen zogen, kommen in einem überdachten 50-Meter-Becken mit Tribüne, einem 25 Meter-Becken (mit Sprungbrettern) und einem Lehrschwimmbecken auf ihre Kosten.
Entspannen können die Besucher im Saunabereich mit weitläufigem Außenbereich. In dessen Zentrum liegt ein Badesee mit Insel, auf der sich wiederum eine der zahlreichen Saunen befindet. Beheizte Wege sorgen dafür, dass es nicht einmal an den Füßen kalt wird.
Eröffnung im März 2010
Ein Jahr ist es her, dass die Erdarbeiten begonnen haben. Was folgte, war ein langer Winter. „Der hat drei Wochen Verzug gebracht”, sagt Stefan Hage. „Aber wir liegen im Zeitplan. Die Rohbauarbeiten sind zu 95 Prozent abgeschlossen.” Seit sechs Wochen läuft der technischen Innenausbau. In unmittelbarer Nähe entsteht ein Parkhaus mit 400 Stellplätzen. Die Arbeiten im Außenbereich starten im Sommer. Ende März 2010 soll das Bad eröffnen.
23:00
Wieso Bade-Mekka ???? Wird das ein Bad für Moslems ????
17:40
Vom fremden Leder ist gut Riemen schneiden! Es fährt kein Bus und keine Bahn aber ein Spassbad braucht der größte Idiot.
16:04
Und jeder der etwas auf sich hält wird einsame Badeseen und Baggerlöcher aufsuchen. Die Keime und Chlorunfälle verschaffen hoffentlich genug Arbeitsplätze um den ganzen Krempel lohnend zu machen.
13:37
Ist immer noch Geld zum Verschleudern da??? Hagen ist doch so gut wie pleite!
09:37
Das Spaßbad in Oberhausen am Centro eröffnet auch um diesen Zeitraum
07:29
Nicht zu vergessen ! Alle anderen Bäder in Hagen werden dafür geschlossen (auch das schöne Hengsteybad !). Der Normalbürger wird ordentlich Geld hinlegen müssen für eine Eintrittskarte, denn Spass ist teuer. Außerdem werden die Kosten über Schuldengelder des Konjunktirpaketes II abgewickelt, da Hagen pleite ist. Aber der Artikel ist schon ein schöner Marketinggeck.
23:56
Da geht erst der Haushalt der Stadt Hagen baden und dann wird in Hagen - vom letzten Geld - eine neue Badeanstalt gebaut. Irgendwie schon ein wenig ironisch - oder? Na ja - zumindest mit Baden gehen - im Sinne von Pleite - kennen die Hagener sich ja aus.
Zum neuen Bad kann mensch in Hagen dann zukünftig mit den nur noch spärlich verkehrenden Buslinien fahren und Zeit zum Baden hat mensch in Hagen auch genug, da demnächst im Theater und bei der Kultur - bleiben wir bei Wasser und Gezeiten - Ebbe herrschen dürfte.
Aber - die Bilder vom neuen Bad sehen nicht schlecht aus und ein Besuch in Hagen - zum Baden - könnte in Zukunft tatsächlich lohnen. Wenn die Kosteneinsparungen nicht geschönt sind und die Besucherzahlen - ansatzweise - stimmen, dann ist die Realisierung des neuen Bades vermutlich keine schlechte Idee. Not macht eben auch erfinderisch - das scheint sich hier mal zu bewahrheiten - hoffentlich ......
23:31
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22:37
#6: verstehe ich auch nicht.. fehlen nur noch Hartz IV und Arbeitslose....
Zum Theme: interessant was da in Hagen gebaut wird. Gut auch, das es kein reines Spassbad wird, sondern auch richtige Schwimmbecken bietet in denen man ein paar Bahnen ziehen kann. Ich werde da auf jedenfall mal hinfahren! (wenns eröffnet ist!)
22:31
Im Artikel geht es um ein Schwimmbad, warum
wird der Bogen zur DDR geschlagen?