Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Strukturreformen

Kripobeamte klagen über zu wenig Personal

13.11.2009 | 14:45 Uhr
Kripobeamte klagen über zu wenig Personal

Düsseldorf. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter hat Innenminister Ingo Wolf (FDP) am Freitag in Düsseldorf zu Strukturreformen bei der Bekämpfung der Kriminalität in NRW aufgefordert. Wolf wies die Kritik zurück.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat Innenminister Ingo Wolf (FDP) zu Strukturreformen bei der Bekämpfung der Kriminalität in Nordrhein-Westfalen aufgefordert. Es gebe «quantitativ und qualitativ dramatische Veränderungen bei den Delikten», sagte der Landesvorsitzende der Kripo-Gewerkschaft, Wilfried Albishausen, am Freitag in Düsseldorf. Wolf wies die Kritik zurück.

«Der Hehler in der Eckkneipe ist vom Aussterben bedroht, dafür blüht und boomt die Hehlerei im Internet», sagte Albishausen. Inzwischen tummelten «sich hochversierte und auf Kfz-Verschiebung spezialisierte Autodiebe, die mit Laptop und spezieller Software anreisen und auf Diebestour gehen». Insgesamt agierten die Kriminellen immer professioneller.

Spezielle Ausbildung verweigert

Minister Wolf stehe leider immer noch für eine «nicht landeseinheitliche Kriminalpolizeiorganisation», kritisierte der BDK-Landeschef. Die Regierung verweigere eine spezielle Ausbildung für die Kriminalpolizei. Die Kripo in NRW sei überaltert, überlastet und besitze noch nicht einmal einen modernen Fahrzeugpark.

In einem offenen Brief warf Albishausen dem Minister eine Bevorzugung der Schutzpolizei bei der Schaffung neuer Stellen vor. Auf wiederholte Beschwerden und Gesprächsangebote habe das Ministerium nicht reagiert. Der BDK-Landesvorsitzende forderte einen «fairen und respektvollen Umgang» mit der Kripo.

Keinen Keil in Polizei treiben

Wolf verwahrte sich gegen die Vorwürfe. «Es ist ver­ständlich, dass sich eine Polizeigewerkschaft für die Interessen ihrer Mitglieder einsetzt. Dabei darf sie jedoch keinen Keil in die Polizei treiben», sagte der Innenminister. Er sei «verpflichtet, die Interessen aller Polizistinnen und Polizisten zu wahren».

«Der BDK sollte die gemeinsamen Erfolge der Polizei nicht schlecht reden», forderte der Innenminister. «Wir haben die Verjüngung der Kriminalpolizei seit 2007 in Angriff genommen», sagte Wolf. Seitdem seien 75 Prozent der neuen Kollegen im Bereich der Kriminalpolizei jüngere Polizeibeamte. Heute liege der Altersdurchschnitt der Ermittler bei 48 Jahren.

Die Kriminalpolizei sei in den letzten drei Jahren mit 152 Stellen ver­stärkt worden. Seit 2006 habe das Land etwas 8,5 Millionen Euro für neue Zivilfahr­zeuge, die überwiegend für die Kripo bestimmt seien, investiert. «In den nächsten drei Jahren werden weitere sechs Millionen Euro dafür bereitgestellt», sagte Wolf. (ddp)

DerWesten


Kommentare
15.11.2009
10:47
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.11.2009
13:21
Kripobeamte klagen über zu wenig Personal
von carlotarrasqua | #6

Kriminalität im Internet: Kripo fordert Verstärkung
Gestern ließ der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ein Flugzeug über dem Regierungsviertel aufsteigen: Innenminister Wolf läßt die Kripo sterben Maßnahmen gegen Schwerstkriminelle würden allenfalls als Nadelstiche empfunden.(von Theo Schumacher)

No 360

Alle Achtung, das sind starke Verben.
Die Kripo bei uns, sie muß werben.
Unglaublich im Land,
Flugzeug-Flatterband:
MINISTER WOLFF LÄSST DIE KRIPO STERBEN!!

Was ist hier im Lande geschehen?
Warum will das keiner hier sehen?
Kein Presse-Gewimmel
trotz Flugzeug am Himmel??
Wie kann das in NRW gehen?

Es sind doch nicht schon Kriminelle,
begünstigt von oberster Stelle?
Was ist mit der Presse?
So gar kein Interesse?
Herr Wolf, das ist komisch doch, gelle??

(Was sagen die Leut da mal schnelle?)

© carlo tarrasqua
nachzulesen bei jappy.de/limericks

P.S.Drei oder vier Limericks habe ich zu dem Thema bestimmt schon geschrieben.
Ich werde sie gesammelt einstellen und ich hoffe, daß mir jemand hilft, wenn ich mit dem Füßen im Betoneimer versenkt werden soll!!

13.11.2009
22:41
Kripobeamte klagen über zu wenig Personal
von grdi68 | #5

Bürgermund tut Wahrheit kund.....so isses leider wirklich......

13.11.2009
20:59
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.11.2009
17:54
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.11.2009
15:52
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.01.2009
10:47
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Oster-Tipps — vier große Radtouren durchs Ruhrgebiet
Radfahren
Wenn das Wetter mitspielt, sollte man an Ostern vor allem eins: Raus in den Frühling — die blühende Natur genießen! Wir haben vier große Fahrradtouren durchs Revier zusammengestellt, die sich an den Feiertagen besonders lohnen. Auch für Anfänger geeignet!
Neue Weiche in  Duisburg-Großenbaum - RE2 und RE3 fallen aus
Bahnverkehr
Am Osterwochenende baut die Bahn am Haltepunkt Duisburg-Großenbaum eine neue Weiche ein. Von Samstagfrüh bis Sonntagmittag fallen deshalb die Regionalexpresslinien RE2 und RE3 zwischen Duisburg und Düsseldorf aus. Reisende sollen auf die Linie RE6 ausweichen. Auch die S1 wird umgeleitet.
Tuning-Szene drehte zum "Car-Freitag" in Wattenscheid auf
Car-Freitag
Ob's an der A40-Sperrung lag: Der diesjährige "Car-Freitag" in Bochum-Wattenscheid war auffallend ruhiger als üblich. Für die Polizei war es dennoch ein Groß-Kampftag. Zahlreiche der aufgenotzten Autos wurden aus dem Verkehr gezogen.
Mutige Mülheimerin macht Trickdieben Beine
Zivilcourage
Zwei couragierte Frauen haben Attacken auf ahnungslose Senioren vereitelt. Eine von ihnen ist die 27-jährige Derya D. Die junge Mutter verfolgte zwei Trickdiebinnen, bis die Polizei sie festnehmen konnte. Die Senioren wissen vermutlich noch gar nicht, dass sie beinah Opfer geworden wären.
Ruhrgebiets-Städte schneiden im Fahrradtest schlecht ab
Radfahren
Radausflug – das Gebot des langen Wochenendes! Aber wie fahrradfreundlich ist das Revier eigentlich? In einem Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) schnitten die Ruhrgebietsstädte nicht gut ab. Aber manche gibt sich Mühe, und bald soll vieles besser werden.
Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Fotos und Videos