Das aktuelle Wetter NRW 1°C

Auftragsvergabe

Kölner Messe-Neubau beschäftigt EU-Richter

25.03.2009 | 17:59 Uhr

Brüssel. Die umstrittene Auftragsvergabe beim Neubau der Kölner Messehallen beschäftigt die höchsten EU-Richter. Seit Mittwoch ist ein Verfahren beim Europäischen Gerichtshof anhängig. Im schlimmsten Fall drohen der Bundesrepublik Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Die umstrittene Auftragsvergabe beim Neubau der Kölner Messehallen beschäftigt die höchsten EU-Richter. Am Mittwoch wurde in Luxemburg das Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof eröffnet. Hintergrund ist eine Klage der EU-Kommission gegen Deutschland: Die Brüsseler Behörde ist überzeugt, dass der Neubau gegen das europäische Vergaberecht verstieß, das Projekt hätte europaweit ausgeschrieben werden müssen. Im schlimmsten Fall drohen der Bundesrepublik Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe.

Statt öffentlich auszuschreiben, hatte die Stadt Köln 2003 den Oppenheim-Esch-Fond mit dem Neubau beauftragt und ihm dafür die Baugrundstücke verkauft. Der Investor vermietet die Hallen an die Stadt. Nach Auffassung der EU-Kommission ist dieser Vertrag rechtswidrig. Die Stadt Köln hingegen ist überzeugt, dass eine europaweite Ausschreibung nicht nötig gewesen ist, da sie keinen Bauauftrag erteilt habe.

Mit einer Entscheidung des Gerichtshofs ist erst in einigen Monaten zu rechnen.

Mehr zum Thema:

Katrin Teschner

Empfehlen
Rund ums Thema
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/56094/create

Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Landschaftspark Nord in Duisburg bekommt neue Attraktionen
Tourismus
Der Landschaftspark in Meiderich hatte im vergangenen Jahr mehr als eine Million Besucher. Jetzt kommen neue Attraktionen hinzu, die ihn noch beliebter machen dürften. Landschaftspark-Chef Ralf Winkels ist überzeugt: "Das wird der Hammer."
Foto Text
Mülheimer Polizist klärt mehr 180 Graffiti-Straftaten auf
Graffiti-Schmierereien
Der Mülheimer Polizei ist ein Schlag gegen die Graffiti-Szene gelungen. Ermittler konnten sieben Teenagern mehr als 180 Straftaten nachweisen. Beschmiert wurden unter anderem Straßenbahnen, Haltestellen oder Fahrkartenautomaten. Zwei der Jugendlichen wurden deswegen schon verurteilt.
3 Kommentare 3