Köln fahndet auf Blitzerfotos nach Umweltplaketten
11.01.2010 | 23:48 Uhr 2010-01-11T23:48:00+0100
Köln. Wer in Köln zu schnell fährt, wird womöglich doppelt zur Kasse gebeten. Das Ordnungsamt überprüft dort anhand der Bilder aus Radarfallen, ob Temposünder eine Umweltplakette haben. Die Überführung der Feinstaub-Sünder gestaltet sich ansonsten nämlich schwierig.
In der Kölner Innenstadt mit dem Auto zu schnell zu fahren, kann noch teurer werden als in anderen Städten. Denn das Ordnungsamt überprüft auf den Bildern aus Radarfallen jetzt auch, ob die „geblitzten” Fahrzeuge eine Umweltplakette haben. Wer in die City fährt, muss wegen der Umweltzone mit dem Aufkleber nachweisen, dass sein Auto vergleichsweise wenig Schadstoffe ausstößt. Wer ohne Plakette in die ausgeschilderte Zone fährt und dabei erwischt wird, muss 40 Euro Bußgeld zahlen und bekommt einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg.
In der Regel ist es aber schwierig, Autofahrer ohne Plakette zu erwischen. Im Gesetz ist nach Ansicht von Fachleuten nicht eindeutig geregelt, ob der Halter oder der Fahrer eines Autos für die Anbringung der Plakette zuständig ist.
Zwei Briefe
Nachzuweisen, wer rechtswidrig in die Umweltzone gefahren ist, bereitet den Ordnungshütern deshalb immer wieder Probleme. Mit dem Fotos allerdings, die eigentlich zur Überführung von Temposündern gemacht werden, kann man gleichzeitig aber auch die Fahrer feststellen, die gegen die Plakettenpflicht verstoßen haben. Wer so erfasst wird, bekommt von der Stadt Köln gleich zwei Briefe: Einmal wegen zu schnelles Fahrens und einmal als Umweltzonen-Muffel. Laut Robert Kilp, Leiter des Kölner Ordnungsamts, kann man dann aber noch schriftlich nachweisen, dass man (inzwischen) eine Umweltplakette hat. Dann werde auf Bußgeld und Punkte verzichtet.
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