Kliniken: Hilfe für heimliche Süchtige
28.09.2007 | 16:35 Uhr 2007-09-28T16:35:31+0200Modellprojekt der Landschaftsverände
Essen. Sucht-Fachkliniken in Dortmund und Essen wollen in einem Modellprojekt versuchen, Drogensüchtige zu behandeln, ehe sie aus ihren beruflichen, sozialen und familiären Netzwerken abstürzen. 40 000 solcher "heimliche Süchtige" gibt es in NRW, schätzen die Landschaftsverbände. Da es bisher keine Zahlen über den konkreten Bedarf an ambulanten Entzugsplätzen für diese Gruppe der heimlich Drogenabhängigen gibt, läuft der "Qualifizierte Ambulante Opiatentzug" zwei Jahre lang als Modellprojekt unter wissenschaftlicher Begleitung.
"Häufig glauben Opiatabhängige zu Beginn, dass sie die Sucht unter Kontrolle haben. Oft suchen sie erst Hilfe, wenn sie merken, dass sie nicht ohne weiteres aufhören können, oder wenn der Drogenkonsum alle Ersparnisse auffrisst", sagt Norbert Scherbaum, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin an den Rheinischen Kliniken Essen.
Anmeldungen nehmen die Suchtambulanzen ab sofort entgegen. LWL-Klinik Dortmund: 0231 / 45 03-27 70, Rheinische Kliniken Essen: 0201 / 72 27-419 / -280. ks
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