Klavierfestival Ruhr: In dieser Runde kein Geld aus öffentlicher Hand
20.09.2012 | 19:44 Uhr 2012-09-20T19:44:00+0200
Essen. Probleme beim Klavierfestival Ruhr: Die Kunststiftung NRW sagt zunächst Unterstützung in Höhe von 200.000 Euro für die kommende Förderrunde ab. Es wird jedoch weiter verhandelt.
Das Klavierfestival Ruhr muss um die Unterstützung durch die Kunststiftung NRW bangen. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Kunststiftung das prominente Ruhr-Festival mit insgesamt 400.000 Euro gefördert. Zusätzlich hatte die Stiftung die Option ausgesprochen, auch im kommenden Jahr 200.000 Euro in die Konzerte zu pumpen. Doch in dieser Förderrunde hat die Kunststiftung keine Förderung bekommen, wie eine Sprecherin sagte. Über die Option hat die Stiftung noch nicht entschieden. Über eine weitere Förderung fänden "vertrauensvolle" Gespräche statt. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in NRW mit Geld der öffentlichen Hand.
Wie das Klavierfestival des Initiativkreises Ruhr an eine Förderung aus öffentlichen Kassen in Höhe von 400 000 Euro kam. Die Geschichte einer erstaunlichen Rechnung, bei der Festival-Chef Ohnesorg in seinen Abrechnungen mit der Stiftung Zuwendungen einfach wegließ.
In den vergangenen Jahren hatte die Kulturstiftung das Klavierfestival auf Basis einer Verlustabsicherung unterstützt. Das bedeutet: eigentlich sollte mit den 400 000 Euro vermieden werden, dass die Konzerte des Festivals Verluste machen. Als Grund für die beantragte Fehlbetrags-Förderung hatte der Intendant des Klavierfestivals, Franz-Xaver Ohnesorg, den schrittweisen Rückzug des Initiativkreises Ruhr angeführt. Dieser Verband der Großindustrie im Ruhrgebiet hatte das Festival gegründet, dann aber beschlossen, weniger Geld für die Konzerte auszugeben. Ohnsorg hatte behauptet, durch den Rückzug entstehe dem Festival ein Verlust, der durch die öffentliche Hand abgesichert werden müsse.
Spenden und Zuwendungen an das Klavierfestival schlicht ignoriert
Tatsächlich aber konnte Ohnesorg nach Recherchen der WAZ zumindest in 2011 nur einen Verlust für seine Konzerte ausweisen, weil er in Absprache mit der Kunststiftung Spenden und Zuwendungen an das Klavierfestival in der Berechnung des Fehlbedarfs schlicht ignorierte. Die Zuwendungen sollten der Absprache zufolge nicht für Konzerte verbraucht werden, sondern genutzt werden, die dauerhafte Finanzierung des Festivals abzusichern.
Die „JazzLine“ beim diesjährigen Klavier-Festival Ruhr: Das Programm machte viele Umbesetzungen nötig. Am Samstag steht der Abschluss in der Duisburger Mercatorhalle ins Haus: Till Brönner lädt zum vierten Mal „Piano Friends“ ein. Diesmal sind es Jacky Terrasson und Vladyslav Sendecki.
Zum nun beschlossenen Wegfall der Förderung durch die Kunststiftung sagte Ohnesorg: „Wir stehen mit einer Reihe von privaten Stiftungen in Kontakt, die uns helfen wollen, das gewohnt hohe Qualitätsniveau des Festivals auch 2013 halten zu können.“
10:24
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08:44
man sollte mal lieber die Toiletten an den Schulen rstaurieren,
als solche Summen für Filz und Klavier auszugeben.
Es ist schon schlimm,
das unsere Kinder in Dortmund nicht sauber scheissen können.