Junger Mann bald wegen Mord auf Parkplatz vor Gericht
27.08.2009 | 13:20 Uhr 2009-08-27T13:20:00+0200Hagen/Lüdenscheid. Ein 21-Jähriger wird bald vor dem Landgericht Hagen wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Der junge Mann soll vor einem Jahr seine 20-jährige Cousine auf einem Autobahnparkplatz bei Lüdenscheid mit einem Kopfschuss ermordet haben. Offenbar sah er die Familienehre bedroht.
Wegen gemeinschaftlichen Mordes muss sich ab dem 8. September ein 21 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Hagen verantworten. Der Angeklagte soll Ende August 2008 gemeinsam mit einem Onkel des Opfers seine 20 Jahre alte Cousine auf einem Parkplatz an der Autobahn 45 bei Lüdenscheid umgebracht haben. Motiv für die Tat war offenbar die vermeintlich angegriffene Familienehre. Bei der Toten handelte es sich um eine junge Libanesin.
Onkel soll bei der Tat geholfen haben
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der zum Tatzeitpunkt 47 Jahre alte Onkel die junge Frau mit einem Kopfschuss getötet haben. Der Angeklagte hatte die aus Schwerte stammende 20-Jährige dabei festgehalten. Das Strafverfahren gegen den Onkel wurde abgetrennt, da der Mann auf der Flucht ist.
Die Leiche der 20-Jährigen war später von Reisenden entdeckt worden. Die durch einen Kopfschuss getötete Frau hatte auf einem Wiesengelände gelegen. Zuvor war nach ihr gesucht worden, weil die Mutter sie als vermisst gemeldet hatte.
Für den Prozess in Hagen sind 15 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll nach jetzigem Stand Ende Oktober verkündet werden. (ddp)
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