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28.11.2007 | 07:34 Uhr

KRIMINALITÄT. Zweijähriger Junge aus Duisburg schwer misshandelt. Eltern festgenommen.

Duisburg. Ein stark unterernährter zwei Jahre alter Junge ist mit schweren Verletzungen am ganzen Körper aus einer verwahrlosten Wohnung in Duisburg gerettet worden. "Das Kind ist am ganzen Körper mit Hämatomen übersät und hat eine Brandwunde am Fuß", so die Polizei gestern zur NRZ. Der Junge wurde in ein Duisburger Krankenhaus gebracht und der Fürsorge des Jugendamtes unterstellt. Lebensgefahr für das Kind besteht nicht.

Die Polizei war bereits am Montag wegen eines Streits zwischen der 24-jährigen Mutter des Kindes und einem gleichaltrigen Mann in die Wohnung gerufen worden. Dabei bemerkten die Beamten den Zustand des Kleinkindes.

Bei der anschließenden Untersuchung in der Klinik wurden Stoß- und Schlagverletzungen am ganzen Körper des zwei Jahre und sieben Monate alten Jungen festgestellt. Nach den bislang durchgeführten Ermittlungen sei der Junge dafür bestraft worden, dass er immer wieder in die Hose gemacht habe, so die Polizei. Die Mutter und der gleichaltrige Mann wurden wegen Kindesmisshandlung in Haft genommen.

Die Verhältnisse in der Kleinfamilie, die nach Angaben der Polizei dem Drogenmilieu zuzurechnen sei, waren nach Beobachtungen der Nachbarn desolat. Der Mann habe die Frau wiederholt geschlagen: "Immer wieder kam Gepolter und Geschrei aus der Wohnung." Ein Bett für den kleinen Jungen habe es nach Darstellung der Polizei in der Wohnung nicht gegeben, so dass der Kleine auf dem Fußboden schlafen musste. Möglicherweise stammen die Brandwunden von einer Heizung neben der provisorischen Schlafstelle.

Von wem das Kind misshandelt wurde, steht noch nicht fest. Die Mutter und der Mann, bei dem es sich um den ehemaligen Lebensgefährten handeln soll, beschuldigen sich gegenseitig. (NRZ)

Christoph Girschik

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Kommentare
28.11.2007
18:28
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von philajupp | #5

Es hört sich wahrscheinlich dumm an, aber man sollte, egal was getan wird, gleiches mit gleichen vergelten. Aber wir haben ja solche Gesetze, wonach ein kleiner Dieb härter bestraft wird, als ein Mörder.

28.11.2007
09:19
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von O.H. | #4

Verständlich wenn hier Hass und Verachtung gegenüber den Eltern aufkommt, man muss sich aber auch überlegen was Eltern zu so einer Tat treibt. Die Eltern werden sich das nur schwer wieder verzeihen können, sollten sie je aus dem Drogensumpf herausfinden. Wieso wird nicht härter gegen Länder vorgegangen, die den Drogenanbau tolerieren? Es muss doch möglich sein den Planet weitgehend drogenfrei zu bekommen.

28.11.2007
07:48
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von Stefanie | #3

Es muß schon in der Schwangerschaft von Hebammen und Ärzten darauf geachtet werden ,welche Schwangere aus desolaten zuständen kommt und nicht in der lage sein wird Ihr Kind selbstständig zu erziehen. Schon in der Schwangerschaft kann man sehen wie oft eine werdende Mutter zu kontrolluntersuchungen geht usw.Zum Jugendamt kann ich nur eins sagen. Sich voher nicht in den Familien anzumelden einfach unerwartet einen besuch abstatten. Mit Voranmeldungen helfen sie keinem Kind.

28.11.2007
07:38
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von Kirsten | #2

Es ist unglaublich was man da liest.
Welche Bestien sind das? Die Scheine sollte man öffentlich anprangern. Und wahrscheinlich bekommen auch solche Leute wieder nur Bewährung.

28.11.2007
07:29
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von angelkoenig | #1

Aus eigener leidvoller Erfahrung weiss ich, dass die Kontrollen des Jugendamtes in Duisburg teilweise nur auf starke Intervention durch Bürger oder besorgte Elternteile erfolgen. Selbst, wenn Missstände beschrieben und bewiesen werden, meldet das Jugendamt sich teilweise 2-3 Wochen im Voraus an. Damit sind Kontrollen im Sinne der betroffenen Kinder eine Farce. Meiner Meinung nach haben einige Mitarbeiter im Jugendamt ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Arbeit im Allgemeinen und zu besorgten Elternteilen im Speziellen. Arbeit zum Wohl der Kinder sieht anders aus.

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