Immer mehr Jugendliche fahren schwarz
25.08.2009 | 21:06 Uhr 2009-08-25T21:06:00+0200
Essen. Immer mehr Minderjährige fallen in NRW als Schwarzfahrer auf. Kontrolleure können Kinder und Jugendliche aber trotzdem nicht einfach rauswerfen. Mancher Bahnhof ist düster. Darum dürfen Kinder selbst dann nicht „ausgesetzt" werden, wenn sie ohne Fahrschein unterwegs sind.
Kinder ohne gültigen Fahrschein werden aus dem Zug verwiesen. Immer mehr Minderjährige sind als Schwarzfahrer unterwegs. Jugendliche greifen Kontrollschaffner der Bahn an. Was ist los im NRW-Nahverkehr?
Tatsache ist: Etwa jeder sechste von rund 254 000 Schwarzfahrern, die im ersten Halbjahr 2009 in DB-Nahverkehrszügen ertappt wurden, war unter 18 Jahre alt. 78 Prozent hatten gar kein oder ein ungültiges Ticket. Etwa 1400 Kinder und Jugendliche hielten sich unberechtigt in der 1. Klasse auf, 1214 hatten ihr Ticket gefälscht oder zeigten eine Fahrkarte bzw. einen Sonderausweis eines Freundes vor, rund 700 versteckten sich vor dem Kontrolleur. Cornelia Voß, Referentin für Fahrgeldsicherung in NRW: „Leider gibt es immer wieder Erziehungsberechtigte, die ihre Kinder sogar zum Schwarzfahren anhalten und ihnen Tricks verraten. Das ist unverantwortlich."
Immer öfter werden Jugendliche handgreiflich
Für die Kontrolle in den Zügen von DB Regio NRW sind „Kundenbetreuer im Nahverkehr" (KiN) in Uniform und Prüfer in Zivilkleidung zuständig. Wenn sie auf Kinder und Jugendliche ohne gültigen Fahrausweis treffen, bedeutet das häufig: Verwirrung und Tränen, Trotzreaktionen, Auskunftsverweigerung, Kinder, die in Panik den Zug verlassen, Gruppenprotest und immer häufiger auch Jugendliche, die handgreiflich werden.
Was auch immer passiert, eins darf der Prüfer nicht: Kinder einfach am nächsten Bahnhof aus dem Zug schicken. Im aktuellen „Leitfaden für KiN" heißt es: „Von der Weiterfahrt werden nicht ausgeschlossen: Alleinreisende Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren." Dennoch gab es in jüngster Zeit mehrfach Vorwürfe, dass Kinder „angeblich oder tatsächlich", so die Bahn, an Bahnhöfen aus dem Zug gesetzt wurden – sogar nachts. Cornelia Voß: „Wir gehen jedem Vorgang sorgfältig nach. Dabei haben natürlich unsere Kolleginnen und Kollegen die gleichen Anhörungs- und Verteidigungsrechte wie Mitarbeiter in jedem anderen Unternehmen."
Kinder sollten Telefonnummer und Adresse bei sich haben
Auch für Kinder und Jugendliche beträgt das erhöhte Beförderungsgeld 40 Euro. Da sie in der Regel nicht bar zahlen können, wird eine „Fahrpreisnacherhebung" ausgestellt. Dazu müssen die Kinder Namen und Adresse angeben und sich möglichst mit einem Ausweis ausweisen. Die Bahn rät: Kinder sollten immer einen Zettel mit Namen und Adresse sowie Telefonnummer ihrer Eltern mit sich führen, damit bei Rückfragen, aber auch bei Notfällen Kontakt aufgenommen werden kann.
Bei der Fahrpreisnacherhebung wird immer ein Beleg ausgedruckt. Reicht die Zeit nicht, etwa weil der Zielbahnhof erreicht ist, wird der Ausdruck nachgeschickt, bei unter 16-Jährigen an den Erziehungsberechtigen.
Eltern können Widerspruch einlegen
Jetzt gibt es innerhalb der nächsten 14 Tage folgende Möglichkeiten: Der fehlende Fahrschein wird nachträglich in einem Reisezentrum der Bahn vorgelegt. Das geht nur bei persönlichen – also nicht übertragbaren – Tickets. Sie müssen zur Zeit der Fahrt gültig gewesen sein. Dann wird je nach Region in NRW eine Bearbeitungsgebühr von 2,50 bis sieben Euro fällig.
Oder: Das erhöhte Beförderungsgeld wird in voller Höhe bezahlt. Dann kann der Erziehungsberechtigte Widerspruch einlegen. Daraufhin wird das Verfahren angehalten, bis der Sachverhalt geklärt und dem Kunden eine entsprechende Nachricht zugestellt worden ist. Bundesweit zuständig für die Bearbeitung von Fahrpreisnacherhebungen: DB Vertrieb GmbH, Fahrpreisnacherhebung, 76518 Baden-Baden, 01805 / 040 00 279.
Infos im Internet: http://www.db-fahrpreisnacherhebung.de/
02:17
Dem zwöf jährigen Schokoticketbesitzer, in der S-Bahn, der den Schülerausweis vergessen hat wird gesagt, :Ist schon so in Ordnung, das Datum und die Summe auf dem Zettel brauchst du nicht zu beachten. Nach einem Monat kriegen die Eltern dann ein Mahnung, und die Frist alles nachzureichen ist abgelaufen.
Der Service antwortet nicht. Dann wird halt gezahlt bevor die Inkassofirma tätig wird.
M.f.G.
einZukünftigerQuerkoppnachallenRegelnderKunst
13:44
Sind wir realistisch: Viele sozial-schwache Leute können sich die Bahn / den ÖPNV schlicht nicht leisten.
Die Preise sind mittlerweile auf einem Niveau angelangt, das nicht weit von Mietpreisen von Stretchlimousinen inkl. Chaffeur entfernt ist - bei ungleich schlechterem Service.
Glücklich diejenigen, die ein Auto ihr Eigen nennen (wie ich).
Ich selbst lebe in DU, die Freundin RS - im VRR wäre das Preisstufe D.
Hin- und zurück bedeutet dies einen massiven (+ 1,5 Stunden) Zeitaufwand, bei gleichzeitig extremen Preisen (weit über 20 Euro).
Mit dem Auto fahre ich 50 Min. und verbrauche hin- und zurück im allerschlechtesten Falle € 12,50.
So sagt mir bitte, womit der VRR / die Bahn ihre Preise rechtfertigt?!
Ich brauche LÄNGER, sitze in z.T. stinkenden Zügen mit Tropenhitze und 100% Luftfeuchtigkeit (letztens auf einer Fahrt zum Flughafen erlebt), bin wesentlich länger unterwegs, bekomme ggf. noch nicht mal einen Sitzplatz - und, ja, zahle dafür das Doppelte!!!
Die langen Fahrzeiten, der schlechte Komfort, der miese Service - dies alles wäre zu entschuldigen, wenn der Preis einen Anreiz darstellen würde (z.B. 50% Ersparnis gegenüber Auto).
Aber wo liegt der Anreiz, wenn der ÖPNV 200% vom KFZ-Fahrpreis verlangt?!?!
Ein Sauhaufen ist das, mehr nicht... Die Preise sind jenseits von Gut und Böse und realitätsfern ohne Gleichen.
In Paris, einer der bedeutendsten Städte Europas, purzle ich in die Metro, warte max. 30 Sekunden, zahle 1,10-1,20 Euro und fahre relaxt durch die ganze Stadt.
In NRW warte ich 20-30 Min. auf die miefende Bimmelbahn, muss stehen, fahre Stunden unrelaxt umher und bezahle bereits auf bereits bei Preisstufe A Paris Mal 2 - was, zum Geier...?!?!?!
19:57
Ich warte auf die Klagen der Eltern, viel zu wenig Kindergeld wenn ich das alles fürs Kind ausgeben müsste, bleibt doch nichts mehr übrig fürs Bier.
15:49
genau so isset. Weisse bescheid!?
14:42
Immer mehr Jugendliche fahren schwarz
WAS SOLL das HEIßEN???
GARNICHTS!!!
Könnte jetzt von Rassismus gegen Kinder stänkern........
Halten wir fest.
Kinder sind demnach alle zwischen 6- 18 Jahre???
Fahren schon 6 jährige schwarz???
Was für eine Diskriminierung!
Nirgens im Artikel ein Hinweis in welcher Alterstufte die Gören kostenlos fahren.
Richtig!!!
Es ist in der Tat so, das gerade Migrantenkinder aus dem südöstlichen SPD-Import-Wahlstimmen-Ländern NICHT oder KAUM kontroliert werden. Dazu googlen. Morgenpost, Tagesspiegel, SZ.
Leider werden keine Statistiken geführt, welche Volksgruppe am meisten bescheißt.
Wäre doch in jeder Hinsicht eine Überlegung werd.
Genauso ist es Unsinn Kindern, die auf dem Schulweg sind schwarzfahrerei zu unterstellen, wenn sie ihr Ticket vergessen oder verschludert haben.
WANN wird denn OFT KONTROLLIERT???
RICHTIG.
MORGENS und nach SCHULSCHLUß.
Wenn man abends in der gleichen Intensität kontrollieren und die Schulwegkinder rauslassen würde,
gepaart mit Altersstruktur und Volksangehörigkeit,
stimmt mit Sicherheit unsere gefühlte Wirklichkeit.
MAHLZEIT!!!
14:27
@wimmel
Niemand wird kriminalisiert, sondern er wird kriminell und damit straffällig.
14:25
@ayberger tja, das haben Sie offensichtlich auch noch nicht gelernt... *seufz*
13:55
Die Asozialen sind so langsam aber sicher in der Überzahl. Weisse bescheid.
13:51
Und würden die Kontrolleure mal zu den Zeiten kontrollieren wo Schüler und Pendler unterwegs sind, würden a) mehr erwischt und b) weniger schwarz fahren. Die Herrschaften sind ja immer nur dann zu sehen wenn die Züge/Bahnen/Busse sehr leer sind. Ein Schelm der dabei ein System entdeckt oder sich was böses denkt.
cu
13:49
@#56:
AMEN!
@MannderArbeit:
Falls du es nicht gemerkt hast. Du wurdest verarscht. Das blos quatsch und sollte eure vorurteilhaften Verallgemeinerungen unterschreichen (ALLE nehmen Drogen, ALLE sind nur am saufen...ALLE ALLE ALLE).
Ist klar ;-)
Naja fahr dann jetzt mal for free nach Hause. :-)
In diesem Sinne...gut das wir in Deutschland sind. Wir können uns alles rausnehmen und ihr könnt euch am Stammtisch über alles aufregen.
Passt doch. :-)