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Ideen-Wettbewerb fürs Ruhrgebiet startet

18.01.2012 | 17:09 Uhr
Ideen-Wettbewerb fürs Ruhrgebiet startet
Der Phoenixsee in Dortmund - Symbol für das neue Ruhrgebiet? Bei einem Wettbewerb sollen starke Projekte im Ruhrgebiet ausgezeichnet werden. Foto: Franz Luthe

Essen.   Der Initiativkreis Ruhr will gelungene Kooperationen in der Region auszeichnen. Beteiligen können sich Kommunen, Vereine, Verbände und Bürgergruppen. Das Preisgeld liegt bei 310.000 Euro

Hohe Arbeitslosigkeit, schrumpfende Städte und die Folgen des demografischen Wandels – die Probleme des Ruhrgebiets sind vielfältig und durch Studien belegt. Auch der Initiativkreis Ruhr (IR), ein Bündnis von 70 Unternehmen der Region, warnt eindringlich davor, dass die Städte im Revier Gefahr laufen, wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren. Um den Strukturwandel voranzubringen, startet der Initiativkreis nun einen Ideen-Wettbewerb mit dem Namen „Kooperation Ruhr“.

„Kooperationen kann man nicht erzwingen, aber man kann durch gute Beispiele Anreize schaffen“, erläutert IR-Moderator Bodo Hombach. „In 53 Kommunen und vier Ruhrgebietskreisen suchen wir beispielhafte Ideen. Aber auch unsere Nachbarn im Umkreis bis zu 15 Kilometern sollen mitmachen.“

Das Essener Forschungsinstitut RWI hatte sich vor wenigen Monaten in einer Studie für mehr Kooperationen im Revier stark gemacht. Zusammenarbeit biete sich bei Theatern und Konzerthäusern, Alters- und Pflegeheimen, Freizeit- und Sportanlagen sowie Schulen an. RWI-Präsident Christoph M. Schmidt rät: „Besser jetzt kleine Schritte gehen – anstatt die großen Schritte nie.“

Prämiert werden sollen nun gelungene Kooperationen von Kommunen und Kreisen sowie von gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und Bürgergruppen. Das Preisgeld, das die RAG-Stiftung beisteuert, beträgt 310.000 Euro. Zehn Ideen sollen ausgezeichnet werden. Der Fantasie der Bewerber sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Vorbildlich seien Initiativen, die im Kleinen begonnen und eine große Wirkung erzielt haben, heißt es beim Initiativkreis. „Das Überzeugendste sind gute Beispiele“, sagt Wilhelm Bonse-Geuking, der Vorstandschef der RAG-Stiftung. Zu lange habe Stillstand im Ruhrgebiet geherrscht. „Es ist dringend notwendig, dass wir eine neue überzeugende Perspektive für die Ruhr entwickeln.“

Weitere Informationen zum Wettbewerb "Kooperation Ruhr" lesen Sie im Infoheft, das Sie im Downloadbereich rechts herunterladen können, und auf der Webseite www.kooperation-ruhr.de.

Ulf Meinke

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