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Grönemeyers "Bochum"-Hymne bekommt neue Strophe zum Jubiläum

01.08.2014 | 19:48 Uhr
Grönemeyers "Bochum"-Hymne bekommt neue Strophe zum Jubiläum
Herbert Grönemeyer selbst kürt den Sieger des WAZ-Wettbewerbs.Foto: Karl Gatzmanga

Bochum.   Herbert Grönemeyer schenkte seiner Heimat 1984 ein Meisterwerk: das Album „4630 Bochum“ mit dem zugehörigen Titelsong. Das würdigt die WAZ mit einer Themenwoche und einem Wettbewerb: Eine neue, fünfte Strophe wird gesucht. Grönemeyer selbst kürt den Sieger.

Es soll Menschen im In- und Ausland geben, die glauben, Bochum sei von einem gewissen Herrn Grönemeyer erbaut worden. So leid es uns Ruhris tut: Das kann sich „uns Herbert“ nicht auf die blau-weißen Fahnen schreiben. Dass er mit seinem Werk „Bochum“ die zwar inoffizielle, aber einzig gültige Stadthymne erschaffen hat, ist indes unstrittig. 30 Jahre ist das her. Ein Anlass zur Rückschau: Grönemeyer-Fans sind aufgerufen, in drei Jahrzehnten „Bochum“-Erinnerungen zu kramen.

„Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt“: Am 14. August 1984 waren diese bewegenden Worte erstmals auf Vinyl zu hören. „4630 Bochum“ heißt die Langspielplatte, mit der dem seinerzeit 28-jährigen Herbert Grönemeyer nach vier mäßig erfolgreichen Alben der Durchbruch gelang.

Durchbruch mit einer Postleitzahl

Die Langrille mit der damaligen Bochumer Postleitzahl in weißer Kreide auf schwarzem Grund avancierte zum erfolgreichsten Album des Jahres in Deutschland. Mit über 2,5 Millionen Exemplaren nimmt es unter den meistverkauften Alben Platz 3 ein. Aus dem damals nur als Schauspieler („Das Boot“) bekannten Gymnasiasten wurde binnen Wochen einer der beliebtesten deutschen Komponisten und Sänger. Ein Künstler, der Ehrungen vom Echo bis zur 1Live-Krone regelrecht gesammelt hat.

„Bochum“, dieser von Liebe, Leid und Trotz geprägte Eröffnungssong der LP, ist niemals als Single veröffentlicht worden. Drei Jahrzehnte später zählt er gleichwohl zu Herberts Klassikern, darf – meist als Zugabe – bei keinem Livekonzert fehlen. In Bochum wird die Hymne seit vielen Jahren regelrecht zelebriert. Vor jedem VfL-Heimspiel. Zur Mitternacht in Kneipen und Diskotheken. Im Schauspielhaus. Daheim im Partykeller. „Bochum, ich komm’ aus dir, Bochum, ich häng an dir“, ertönt aus zigtausend Kehlen. Voller Inbrunst. Voller Stolz. Und so mancher Duisburger, Essener, Gelsenkirchener wird miteinstimmen, Bochum für das Ruhrgebiet. Gelebte, geliebte Heimat in vier Strophen.

Eine fünfte Strophe

Alsbald wird eine fünfte hinzukommen. Wie klingt „Bochum“ heute? Bei einer Aktion von WAZ und Radio Bochum sind alle Bochumer aufgerufen, eine zusätzliche Strophe zu texten , die die Stadt heute beschreibt. Die WAZ trifft eine Vorauswahl. Herbert Grönemeyer wählt die Sieger-Strophe aus und hat in Aussicht gestellt, die Strophe einzusingen. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit, „hier, wo das Herz noch zählt“.

Zusätzlich würdigt die WAZ-Lokalredaktion das Jubiläum vom 11. bis 16. August mit einer Themenwoche. Grönemeyer-Fans werden gebeten, der Redaktion alte Fotos und Konzertkarten zuzusenden und uns ihre „Bochum“-Erlebnisse zu erzählen. Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt.

Jürgen Stahl

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2014-08-01 19:48
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