Das aktuelle Wetter NRW 23°C
Burnout-Syndrom

Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende

27.05.2009 | 16:32 Uhr

Duisburg/Düsseldorf. Viele der Polizisten in Nordrhein-Westfalen sind laut Gewerkschaftsangaben am Ende ihrer Kräfte. So seien mindestens 20 Prozent häufiger als sechs Wochen im Jahr krank. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft fordert unter anderem mehr freie Tage.

Rainer Wendt , Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft. Foto: Stefan Reinke

Die gesundheitliche Situation der nordrhein-westfälischen Polizisten ist laut Deutscher Polizeigewerkschaft (DPolG) dramatisch. Mindestens zwanzig Prozent der rund 38 000 Polizisten in NRW seien häufiger als sechs Wochen lang im Jahr dienstunfähig, manche über viele Monate dauerhaft krank, teilte DPolG-Chef Rainer Wendt am Mittwoch mit. «Burnout-Syndrom, körperliche Erschöpfung, psychische Überforderung zermürben die Gesundheit der Einsatzkräfte», fügte der Gewerkschafter hinzu. Das Land müsse darauf reagieren.

Seit Jahresbeginn habe die Landesregierung eine konsequente Umsetzung des «Betrieblichen Eingliederungsmanagements» auch in der Polizei angeordnet. Wer länger als sechs Wochen lang krank ist, werde zu einem Gespräch eingeladen, um über die persönliche Situation zu sprechen. «Wir bekommen schlimme Schicksale zu hören, die Lage einzelner Polizisten ist teilweise pure Verzweiflung und Sorge um die eigene Gesundheit und das Familienleben», sagte Wendt.

«Die Politik muss jetzt sofort handeln», forderte der Gewerkschaftschef und listete eine Reihe von Vorschlägen auf, um vor allem in besonders belasteten Einheiten schon kurzfristig zu helfen. Nötig seien mehr freie Tage, Kuren und Gesundheitsprogramme. (ddp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
11.09.2009
22:22
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von Unholy | #42

Warum soll es Polizisten besser gehen als dem Rest der Bevölkerung??

11.09.2009
15:01
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von rote zora | #41

Bitte zunächst um Aufklärung wieviele Polizeibeamte in NRW einer angemeldeten Nebenbeschäftigung nachgehen..... müssen ? Sorry, das soll nicht als Angriff verstanden werden , aber die schlechte Bezahlung der Polizei - Beamten im unteren und mittleren Dienst ist sicherlich auch ein weiteres, interessantes Thema ! Das gegenseitige Aufrechnen von Arbeits bzw. Dienstbelastungen macht da keinen Sinn, da jeder Arbeits/Dienstbereich seine Besonderheiten haben wird.

28.05.2009
19:45
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von Bahnfahrer | #40

Es gibt immer diese schwarzen Schafe! (Jammerlappen)
Leiden müssen dadurch die fleißigen motivierten Polizisten leiden.
Ich kenne einen Polizisten der nicht zur Arbeit muss, wenn er Abends, mal wieder einen zuviel getrunken hat. Wegen der zu vielen Krankengeschichten musste er zur Kur. In der Kur ist er am Saufen gegangen, ist übers Wochenende abgehauen (Frei bekommen). Das Beste er hat noch eine Verlängerung der Kur bekommen. Hat da ein Steuerzahler noch Fragen?
Wenn wir normalen Menschen überhaupt eine Kur bekommen sollten ( nicht alle 2 Jahre) muss der Steuerzahler zur Blutentnahme. Wehe der ist Morgens nicht da, dann geht es ab nach Hause.

28.05.2009
00:53
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von grdi68 | #39

@29...ist ja soweit alles richtig...als Polizeibeamter ist man aber bis zur Rente nicht privatversichert!!

Die freie Heilfürsorge bietet zwischenzeitlich keinerlei Bevorzugungen ggü. eines Kassenpatienten. Die Zeiten sind vorbei!!!


Es gibt ein ganz normales Dreibettzimmer, keine Chefarztbehandlung, keine Privatstation und auch keine 2,3 oder 3,5 fachen Gebührensätze. Es wird alles genauso standardisiert wie bei einem Kassenpatienten abgerechnet.
Allenfalls bei einem Verletzungsbild welches man sich innerhalb eines einsatzes zugezogen hat. Verbrennungen bei der Rettung von Leben, angeschossen im Dienst, pp. ist nach Rücksprache mit dem Dienstherren eine privatärztliche Versorgung möglich.
Erst nach Pensionierung, wenn man einen entsprechenden monatlichen Anteil an eine private Krankenversicherung entrichtet, unterstützt die Beihilfe ( der Staat) in der Form, dass man einen verringerten Prozentsatz bezahlen muss.


Leider stimmt es, dass manche Faulpelze den Beamtenstatus leidlich ausnutzen. Leider sind aber gerade die klagenden Gewerkschaften die, die solche Nestbeschmutzer auch noch unterstützen.

Aber wenn unser System für all die Personen noch genug Geld übrig hat...bitte....

Da könnte man endlos weitermachen... reicht es auch für eine Hartz IV Familie jeden Tag ( 2x ) Päckchen Zigaretten zu kaufen.
Die Rate für den Plasma zu bezahlen, die vier x Pizzaservicefahrten zu entrichten und die Kinder dann noch nicht einmal mit 50Cent für das Schulmittagessen auszustatten???

Nein, so ist eben auch nicht der allgemeine Hartz IV Empfänger zu sehen.

Es gibt überall schwarze Schafe, wie es überall Licht und Schatten gibt, ob bei den Beamten pauschal, ob bei Hartz IV Empfänger, pp. oder sonst wo.

Noch geht es unserem Staat aber so gut, dass wir uns das alles leisten können, der hochgelobten Toleranz und Freiheit wegen.

Die Kommentare zeigen aber, dass sich so etwas auch einmal auf den Straßen schnell ändern könnte.

Danke 60 Jahre BRD!!!

27.05.2009
21:09
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von dasKollektiv | #38

so ist das eben,
wenn man sich als willenloser Gehilfe der Staatsgewalt mißbrauchen läßt..

27.05.2009
19:11
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von aalto13 | #37

Können hier nicht mal ein paar Polizisten ihre Erfahrungsberichte aus Marxloh reinschreiben`?

27.05.2009
18:35
Blockierter Kommentar.
von rene.bogdanski | #36

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.05.2009
18:23
Blockierter Kommentar.
von Christ | #35

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.05.2009
18:17
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von Christ | #34

Vielleicht sollte man mal die Gründe der Krankenphasen hinterfragen....vielleicht liegt die eine oder andere Auszeit ja auch an dem Führungsstil, der Motivation zerstört.
Dazu kommt dann noch das politische Rumgehacke, weil sie nicht so dürfen, wie sie wollen, um sich gegen die gewalttätigen Täter zu wehren. Dann wird immer gejammert, wenn einer blaue Flecken hat.
Und dann die Gleichmacherei bei Beförderungen. Es sind NICHT alle gut - befördert wird trotzdem jeder.... und dann gibt es noch die vielen Angestellten, die gar keine Chance auf Karriere haben.

27.05.2009
18:11
Gewerkschaft: Viele Polizisten in NRW sind am Ende
von einsteuerzahler | #33

@28 üih 200 überstunden boohr eij. Was für eine Leistung.
Wenn ich mir anschaue das Beamte die eigentlich mal einen Eid auf unser sogenanntes Grundgesetz abgelegt haben (Schaden vom usw...) sich alle drei Jahre ein Sabbatjahr genehmigen können wird mir bei dem hier aufgeführten Beamtenrumgeheule nur noch
übel.
Ihr werdet von der Masse bezahlt. Leistet auch mal was dafür.
Ihr werdet bevorzugt bei Ärzten(Alle privatversichert
Selbst ein popeliger Anwärter wird vor einem
Krankenkassenhöchstbeitragszahler bevorzugt) bei der Versicherung -bei der Kreditvorsprache bei Banken usw.
Wenn Ihr mit euren Problemen nicht fertig werdet dann geht doch aus der ach so schrecklichen Beamtenhängematte raus.
Ich kenne leider Beamte die sich damit brüsten wie einfach man dem Seelenklepner einen vorheulen muss um mit 50-55 wegen Burnout-sydrom in den ruhestand versetzt zu werden.
Bah das ist einfach für den Steuerzahler nur noch unerträglich.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/190397/create

Aktuelle Fotos und Videos
Abriss des RWE-Stadions
Bildgalerie
RWE
Heftige Unwetter in NRW
Bildgalerie
Unwetter
Aus dem Ressort
Suspendierter islamistischer Polizist kennt geheime Akten
Salafismus
Ein salafistischer Polizist soll auch Glaubensbrüder observiert haben. So konnte er wohl auch streng vertrauliche Dokumente durchforsten. Der Beamte aus Duisburg wurde inzwischen vom Dienst suspendiert. Innenminister Ralf Jäger prüft nun Konsequenzen.
Ruth Levy-Berlowitz dolmetschte im Eichmann-Prozess
Eichmann-Übersetzerin
Ruth Levy-Berlowitz dolmetschte den Prozess gegen NS-Verbrecher Eichmann. Im Bonner Haus der Geschichte erzählt sie, was damals in ihr vorging. „Ich lebte, aß, trank Eichmann“, sagt sie. Trotzdem bekam sie von dem Grauen im Prozess längst nicht alles mit.