Gelsenkirchen will Flatrate-Partys verbieten
22.07.2009 | 07:16 Uhr 2009-07-22T07:16:00+0200
Gelsenkirchen. Die Stadt Gelsenkirchen sagt dem kommerziellen Koma-Saufen den Kampf an. Oberbürgermeister Frank Baranowski will die sogenannten Flatrate-Partys notfalls verbieten - geplant ist in der Revier-Stadt zurzeit aber keine.
Sie versprechen den Billig-Rausch: Ein-Euro-Partys und Co. sind bei jungen Feiernden beliebt - bei vielen Erwachsenen hingegen nicht. Bundesweit ist der Versuch längst gescheitert, diese Feten zu verbieten. In Gelsenkirchen sollen sie jedoch nicht mehr möglich sein.
„Rechtlich können wir die Partys nur verbieten, wenn sie angeboten werden”, erklärt Pressesprecher Martin Schulmann. In den vergangenen Jahren sei es nur eine einzige Flatrate-Party gewesen, die das Ordnungsamt den Veranstaltern „freundlich ausgeredet” habe. „Es soll keiner auf die Idee kommen”, erklärt Schulmann.
Sollte das doch passieren, kann das Referat für Recht und Ordnung mittels einer Ordnungsverfügung unter dem Aspekt der Störung der öffentlichen Ordnung eingreifen. Steigt die Party doch, kann das Lokal zunächst geschlossen werden und den Veranstaltern droht ein Bußgeld von 2500 Euro.
Suchtberatung fordert schärfere Kontrollen
Komplett unterbinden lasse sich das exzessive Trinken so nicht, das weiß auch die Stadt Gelsenkirchen, aber: „Alles, was es schwieriger macht, bringt die Leute vielleicht zum Nachdenken und sie lassen es vielleich sein”, hofft Schulmann.
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm kritisiert vor allem die Wirkung des Flatrate-Verbots. Dort weiß man zwar: „Gelegenheit macht Säufer, gerade in jungen Jahren”, sagte Geschäftsführer Raphael Gaßmann. Generell sei ein Verbot nicht falsch, denn das Angebot bestimme mit über die Nachfrage. Dennoch: „Ich kenne präventiv wirksamere Methoden”, so Gaßmann.
Sein Vorschlag: Erhöhte Kontrollen und auch die maximalen Bußgelder in Lokalen, wo Gastwirte sichtlich betrunkenen Gästen verbotenerweise weiter Alkohol ausschenken - das sei nicht nur für die Jugend abschreckend. Schließlich ist es laut Gaßmann die gesamte Gesellschaft, die den Jugendlichen „vorsäuft”.
11:04
ich finde es nur traurig, das man immer alles verbieten muss. Zugegeben diese Koma Sauf orgien sind nicht das gelbe vom Ei, aber wenn die leute ein Bedürfnis dazu haben , dann sollte es sowas auch geben. DENN: erstens sollte jeder der 18 ist und auch nur nen wenig was im Kopf hat sich 2 mal überlegen , ob er das allein aus gesundheitlichen gründen macht. Und 2. Sind Jugendliche (wir erinnern uns alle an den 16 jährigen der an 40 Tequila gestorben ist) immer noch nicht volljährig und somit sollten mal die Eltern schauen , warum IHRE Kinder sich denn schon im zarten Alter von 16 abschießen wollen.
Also sollten die Eltern mal mehr schauen, das sie ihren Kindern Perspektiven und Erziehung bieten. Eltern sollten ja immer auch ein Vorbild sein.....
Verbote kotzen mich derart an, man könnte meinen der Staat will alles verbieten. denken wir mal an Waffen. Wwürde der Staat denn auch Äste verbieten , wenn jemand mit einem Ast erschlagen wird? naja, dann kann man nur hoffen die Natur hält sich daran.
13:25
Aaah Tanzmaus1981, ich habe den Beitrag mit Zustimmung gelesen, aber der letzte Satz macht den vernünftigen Gedanken dann doch kaputt.
Wenn Hallo CDU wir kommen die einzige Idee ist, wird sich nie was ändern, oder glauben sie tatsächlich dass Leute die behaupten mit 2 Mass Bier noch fahren zu können sich selbst einschränken??!!??
Das war zwar Beckstein von der CSU, aber ich sehe da wenig Unterscheid zur CDU.
Konsequenzen ziehen, ja, aber doch nicht SOOOO.....
12:41
Bravo Herr Bürgermeister, wieder einmal soll die Gastronomie der Schuldige sein. Zu Ihrer Info: Hier die wahren Top´s der Flatrate/Sauf-Partys des Jahres 2009: TOP 3: Sommerfest Schloss Berge, Freitag kurz vor 18 Uhr - Dauerregen - maximal 100 Besucher auf dem Gelände davon ca. 30 betrunkene KINDER von maximal 14 Jahren ODER TOP 2 Revierpark Nienhausen - PARKFEST - bereits am Nachmittag kommt der 13 Jährige wankend mit der Wodka-Pulle auf mich zu! TOP 1: Musterstraße, Gelsenkirchen - Tatort Trinken Bürgersteig - Tatort Abfallentsorgung: Straßengraben! Fragen Sie mal bei Gelsendienste nach, wie viele Flaschen montags dort gefunden werden!!! Fröhlichen Wahlkampf SPD - Hallo CDU wir kommen!
12:09
Ich denke nicht, dass eine 0 Promille-Vorschrift für Autofahrer usw. was mit Egoismus zu tun hat ;)
Wenn Sie jetzt von jemandem, der gestern auf einer Hochzeit war und ordentlich einen gebechert hat über den Haufen gefahren würden... Ich denke nicht, dass Sie dann sagen würden Hey, kein Problem, ich kann ja verstehen, dass du noch Restalkohol im Blut hattest... ;)
11:24
0,00% Grenze für alle? Das ist aber auch nicht der richtige weg.Was ist denn wenn man mal, auf z.b einer Hochzeit war, und ordentlich einen gebechert hat..dann dürfte man am nächsten Tag kein Auto fahren..Leute die nach 0,00% schreien sollten mal ein bisschen nachdenken..ihr trinkt doch alle mal einen über den Durst..und wenn nicht, verbietet es doch nicht den Leuten die gerne mal einen trinken..immer diese Egoisten..
10:20
Man sollte auch alle All you can eat-Angebote verbieten.
NAch so einer Fressorgier gehts mir auch immer arg schlecht.
Und meine Gesundheit wird durch die Anlagerung von Fett auch in Mitleidenschaft gezogen.
Verbieten, Regulieren und Maßregeln des Deutschen liebsten Hobbys
10:07
Es wird diskutiert Dinge zu verbieten, die (trotz Sommerzeit /Durst etc.) nicht mal geplant sind?
Ist das Thema so gewählt, damit es in Weisheit und Heldenmut den kognitiven Möglichkeiten des Bürgermeisters möglichst entgegen kommt? Ist denn die Grundsatzfrage geblümtes Klopapier auf dem Bürgermeisterklo - ja oder nein-Frage schon zuvor angesprochen und ausreichend debattiert worden?
*spottet*
10:00
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09:47
Free dope, stop drinking. Oder?
09:40
Kann man nicht den Baranowski verbieten? Damit wäre uns allen gut getan.