Gegen Umweltzone Ruhrgebiet wächst Widerstand
26.02.2011 | 08:49 Uhr 2011-02-26T08:49:00+0100
Essen/Düsseldorf. SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Ruhrgebiet wehren sich gegen die Luftreinhaltepläne von NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne). Die geplanten Fahrverbote für Autos mit gelber und roter Plakette in einer Revier-Umweltzone müssten verschoben werden, sagen die Politiker Thomas Eiskirch (Bochum), Markus Töns (Gelsenkirchen) und Dieter Hilser (Essen).
25 000 Fahrzeuge haben in Bochum eine rote oder gelbe Plakette, 16 000 sind es in Gelsenkirchen. Wenn es nach den Umweltbehörden ginge, würden diese Autos bald schon nicht mehr durchs Revier fahren dürfen.
Das darf so schnell nicht passieren, sagen SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Ruhrgebiet. Sie wollen Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) bremsen. Die Politiker Tomas Eiskirch, Markus Töns und Dieter Hilser meinen: „Wir brauchen deutlich längere Fristen. Nur dann kann man auch mit einer größeren Umweltzone leben.“
Umweltexperten fordern zum 1. Januar 2012 eine große Umweltzone für Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Essen, Bochum, Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Dortmund und Hagen.
Ab Januar 2012 sollen Fahrzeuge ohne oder mit roter Plakette nicht mehr in Umweltzonen einfahren dürfen. Ab Januar 2013 soll es zusätzlich ein Verkehrsverbot in dieser Zone geben für Fahrzeuge mit gelber Plakette.
Umweltexperten fordern zum 1. Januar 2012 eine große Umweltzone für Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Gelsenkirchen, Essen, Bochum, Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Dortmund und Hagen. Ab Januar 2012 sollen Fahrzeuge ohne oder mit roter Plakette nicht mehr in Umweltzonen einfahren dürfen. Ab Januar 2013 soll es zusätzlich ein Verkehrsverbot in dieser Zone geben für Fahrzeuge mit gelber Plakette. Umweltdezernenten der Revierstädte hatten jüngst diese Regeln eingefordert, es scheint aber in den Rathäusern keine Einigkeit zu diesem Thema zu geben.
Luft ohnehin heute reiner
Die drei SPD-Landtagsabgeordneten meinen: Die bisherigen Erkenntnisse über die Wirkung von Umweltzonen ließen keine klaren Rückschlüsse zu. Die Daten zu Feinstaub stammten zum Teil aus dem Jahr 2004. Es sei kaum zu erkennen, ob der Staub von Autos, Industrie oder Privathäusern stamme.
Außerdem sei die Luft ohnehin heute reiner als früher. Eiskirch: „Die Einfahrtbeschränkungen und die Verjüngung der Fahrzeugflotte, stark unterstützt durch die Abwrackprämie, haben ja was gebracht. Im Bereich des Luftreinhalteplans Ost zwischen Bochum und Dortmund gibt es keine unzulässige Anzahl an Überschreitungen mehr. Im Westen werden diese Grenzen nur noch an acht Stellen überschritten. Das relativiert beim Feinstaub die Notwendigkeit stärkerer Beschränkungen.“
Millionenschwere Umrüstung der Bus-Flotte
Nicht nur auf Autofahrer kommen Fahrverbote zu. Auch die Nahverkehrsunternehmen im Revier müssen sich auf eine millionenschwere Umrüstung ihrer Bus-Flotte einstellen. Angesichts der zum 30. Juni auslaufenden Sondergenehmigung zum Befahren der Umweltzone für ältere Linienfahrzeuge müssten weitergehende Vereinbarungen mit den Städten getroffen werden, kündigte Umweltminister Remmel an. Er ließ dabei keinen Zweifel daran, dass man die Kommunalunternehmen nicht aus der Beachtung der Feinstaub-Grenzwerte entlassen werde. CDU-Fraktionsvize Josef Hovenjürgen kritisierte, allein für den Vestischen Nahverkehr im Kreis Recklinghausen könnten so Investitionen von 15 bis 25 Millionen Euro fällig werden.
Remmel präzisierte derweil den Zeitplan für die Erstellung des Luftreinhalteplans für das Ruhrgebiet, der härtere Regeln für die Einfahrt in Umweltzonen vorsehen wird. Das Regelwerk solle Anfang April den Kommunen vorliegen und bis 1. Oktober verabschiedet werden. Remmel kündigte an, EU-Umweltkommissar Janez Potocnik in die Beratungen einzubeziehen, um den Oberbürgermeistern den Ernst der Feinstaub-Auflagen für NRW zu verdeutlichen. Die Stadtspitzen aus dem Revier hatten in der letzten Woche Umweltminister Remmel aufgefordert, den Städten mehr Zeit zur Beratung zu geben.
Ärger mit Brüssel
In Sachen Feinstaub hat Deutschland derzeit übrigens Ärger mit Brüssel. Gegen das Land läuft seit Januar 2009 ein Vertragsverletzungs-Verfahren. Dabei stellt die EU-Kommission eine Verletzung der europaweiten Vorschriften fest. Hier geht es um Überschreitung der 2005 geltenden Feinstaub-Grenzwerte.
Im September 2010 rüffelte die EU-Kommission, die Verschmutzungs-Werte seien immer noch in 17 von 83 Gebieten in Deutschland überschritten. Gleich sechs davon liegen in NRW: Essen, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf, Aachen und Mönchengladbach. Die Liste der Gebiete, die aktuell die Feinstaub-Werte nicht einhielten, könnte nach Angaben der EU-Kommission aber noch länger sein. Die Daten werden mit Zeitverzug nach Brüssel gemeldet.
20:51
Die Masse bleibt gleich, nur das die Masse auf viele kleinere Partikel verteilt wird, sodass kleinere Fragmente derer zelldurchgängig und sogar zellkernschädigend werden.
19:53
Die Umweltzonen sind politisches Placebo. Wir tun so, als wenn wir etwas tun ändern, ändern aber kaum was.
Was machen die Rußpartikelfilter?
Sie lassen nur noch kleine Partikel durch. Partikel, welche noch viel weiter in die Lungen eindringen können.
Große Partikel dringen nicht so weit ein und fangen gleichzeitig de kleineren Partikel ab.
Meines Wissens hat die Anzahl der Partikel nicht abgenommen, lediglich die Masse.
21:02
Umweltzonen und E10 ..... passen nicht zusammen !
Einmal wird auf umelt gachtet , ein anderes mal werden Lebensmittel in den Tank geschmissen !
Und damit es genug Sprit gibt werden Flächen zusätzlich von Bäumen befreit um Lebensmittelbenzin zu produzieren ( jedenfalls 10% Beimischung)
17:23
Selbst die zuständige EU Kommission hat erkannt, das die Umweltzonenregelungen völlig überzogen und daher nicht durchsetzbar sind und wird sie überarbeiten. Nur wir Deutschen sind wieder so blöd. Aber das vernichtet schließlich auch nur Vermögenswerte der Bevölkerung.
http://www.heise.de/autos/artikel/EU-Kommission-Feinstaub-Grenzwerte-nicht-umsetzbar-1198040.html
Nur unserer Politiker agieren völlig schmerzlos gegenüber ihrem Volk und Verwaltungen sind grundsätzlich für nichts verantwortlich, solange sie nur Beschlüsse der Regierungen umsetzen.
15:31
Nicht meckern.. bei der nächsten Wahl das Kreuzchen mal an der anderer Stelle machen!
Protest wählen!
14:39
Die sog. Umwetzonen bringen rein gar nichts. Vielleicht kapieren unsere gottgleichen Politiker endlich mal. Wurde mittlerweile sogar mehrfach von wirklich unabhängigen Instituten nachgewiesen. Einfach mal Googeln.
14:32
@ 39:
Mein gott sind Sie schlicht!
12:03
AM DEUTSCHEN WESEN SOLL DIE WELT GENESEN !
Hier hat wieder die deutsche Gründlichkeit zugeschlagen, denn der Deutsche braucht seine ZONEN , ohne die er wohl nicht leben kann.
Brüssel hat diesem Schwachsinn jetzt endlich ein Ende bereitet, was zu lange gedauert hat , dass Brüssel seine Fehler eingesteht.
Ich wünsche mir einen hohen Zaun um das Berliner Regierungsviertel , einen Berliner Tier Politiker Garten , ein Freigehege für Politiker und füttern ist erlaubt.
11:16
Welche Gängelei müssen wir uns noch von diesen Pseudoökologen gefallen lassen? Seit mehr als 50 Jahren wurden in Deutschland die Emissionswerte vom Privatmann/-frau reduziert durch: Abschaffung des Kohleofens, Kauf von abgasfreundlicheren Autos etc.etc. etc. . Was macht unsere (europäische) Industrie? Sie kauft CO2 Zertifikate um , ohne weitere Einschränkung, die Luft zu belasten. Hier ist der Hebel anzusetzen, nicht bei den paar Autos die noch ohne, bzw. mit roter oder gelber Plakette fahren.
Aber vielleicht stellt die Politik den wenigen, verbliebenen Autobesitzern neue umweltfreundlichere Autos kostenlos zur Verfügung. Denn die meisten sind auf diese Fahrzeuge noch angewiesen und müssen für ein ( politikergerechtes ) Auto lange sparen. Die Abwrackprämie war doch nur etwas für Leute die Geld für ein neues Auto hatten! Außerdem sollten unsere pseudoökologischen Politiker mit gutem Beispiel voran gehen und nicht mit dem Auto bzw. Flugzeug jede Gelegenheit des Reisens nutzen sondern mit dem ÖPNV fahre, vielleicht wird dieser dann besser . Vielleicht sollte der deutsche Staatsbürger die französiche Mentalität annehmen und auf die Strasse gehen und die Politiker in die Schranken weisen, damit Sie sich wieder auf wichtigere Dinge konzentrieren und nicht den Bürokratismus weiter ausbauen.
09:47
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