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Frank Goosen gründet ein Theater

31.01.2008 | 20:38 Uhr

Der Bestseller-Autor und Kabarettist baut sich eine größere Bühne gleich neben dem Bochumer Bermuda-Dreieck

Bochum. Fast alles, was Frank Goosen in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat, gelang ihm im Handumdrehen. Seine Romane (wie zuletzt "So viel Zeit", als Fortsetzung täglich in der WAZ zu lesen) avancierten zu Bestsellern - und die Kabarett-Programme des 41-jährigen Bochumers gehen ab wie Schmidts sprichwörtliche Katze.

Kein Wunder, dass Frank Goosen schon seit ein paar Jahren auf der Suche ist nach einer größeren Bühne. Denn sein Stammhaus, das Bochumer Prinz-Regent-Theater, platzt mit rund 150 Stühlen bei jedem seiner Auftritte aus den Nähten. In umliegenden Spielstätten wie der Gelsenkirchener "Kaue" oder dem Oberhausener "Ebertbad" ist dies nicht anders. "Und im Bochumer Ruhr-Congress mag ich nicht auftreten", sagt er schmunzelnd, zu nüchtern sei dort die Atmosphäre.

In Goosens Blick geriet da ein leer stehendes Gebäude unweit des Bermuda-Dreiecks, neben der Disco "Riff", wo nach dem Zweiten Weltkrieg kurz der Bochumer Hauptbahnhof beheimatet war. Gemeinsam mit den Bermuda-Gastronomen Leo Bauer und Dirk Steinbrecher beschloss Goosen, dieser Halle frisches Leben einzuhauchen und daraus ein Theater zu machen: für Kabarett, Kleinkunst, Jazz und Chanson.

An dem Namen fürs Haus wird noch gefeilt, heuer firmiert die Baustelle unter dem Arbeitstitel "Neue Bermudahalle am Riff". "Noch sind wir schwer am Wulacken", scherzt Goosen. Aber die Eckdaten scheinen schon zu stimmen: Die Halle ist überraschend groß und bietet Platz für über 350 Zuschauer plus Bühne, Foyer, Garderobe sowie Backstage-Bereich. "Eine Wand in der Mitte haben wir schon heraus gerissen", sagt Goosen, "die wird an anderer Stelle wieder aufgebaut."

Bis die neue Bühne offiziell eröffnet wird, kann es noch etwas dauern: "Wir haben den September anvisiert", sagt Goosens langjähriger Manager Marco Ortu, der das Theater als künstlerischer Leiter betreuen wird. Doch bereits am Donnerstag, 6. März, 20 Uhr, steigt eine improvisierte Baustellenparty: "Da wird es recht ungezwungen zugehen", so Goosen, der an diesem Abend die neue CD zu seinem Fußballprogramm "Echtes Leder" vorstellen wird. Ab Herbst soll das Theater dann durchstarten. Egal, ob mit Konzerten, Lesungen, Theaterprojekten oder Kabarett-Abenden: "Wir sind für alles offen."

Karten für das "Richtfest" gibt es unter Tel: 0234/150 01 oder: www.kulturgleis.de

Von Sven Westernströer

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