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Faber befürchtet das Aus von Lotterien

01.06.2007 | 12:35 Uhr

Zehntausende Stellen sollen in Gefahr sein

Bochum. Den baldigen Niedergang von Glücksspirale sowie der Süddeutschen und Norddeutschen Klassenlotterie prophezeit Norman Faber, Präsident des deutschen Lottoverbandes. Zehntausende Arbeitsplätze seien in Gefahr. Schuld an der Misere sei der neue "Glücksspielstaatsvertrag", der Werbung verbiete. Schon jetzt gebe es erhebliche Umsatzeinbrüche.

"Das deutsche Lotto wird eingehen. Wer nicht wirbt, der stirbt," sagte Faber. "Ausländer werden den deutschen Glücksspielmarkt übernehmen." Dennoch werde er weiter gegen den Staatsvertrag kämpfen. Für NRW habe Ministerpräsident Rüttgers ihn gerade abgezeichnet. Am12. Juni will Faber die Landtagsabgeordneten erneut bitten, gegen den Vertrag zu stimmen, der nach der Sommerpause verabschiedet werden soll.

Faber, größter deutscher Anbieter für Lotto-Tippgemeinschaften, beschäftigt in Bochum 515 Mitarbeiter. Falls der Glücksspielvertrag wirksam werde, sei dies das sichere Ende seiner Firma, denn: "Ich darf Mails versenden, dabei aber nicht anreizen, auffordern oder ermuntern."

Von Rolf Hartmann

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