Essener produzieren zu viel Feinstaub
15.11.2009 | 23:22 Uhr 2009-11-15T23:22:00+0100
Recklinghausen. Wieder wurden in mehreren Städten in NRW die Feinstaub-Grenzwerte überschritten. Zu den Sündern zählt auch Essen. Insgesamt hat sich die Lage seit 2007 jedoch verbessert. Ob das auch an den Umweltzonen liegt, soll bald geklärt werden.
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In Nordrhein-Westfalen haben weitere Städte den von der EU genehmigten Grenzwert zur Feinstaub-Belastung überschritten. Laut den vorläufigen Daten des Landesumweltamts in Recklinghausen wurden an den Messstationen an der Gladbecker Straße in Essen und in Warstein in diesem Jahr bislang 39 beziehungsweise 38 Überschreitungstage gezählt (Stichtag 12. November). Die EU genehmigt pro Jahr maximal 35 Überschreitungstage bei der Feinstaub-Belastung.
Spitzenreiter bei der Feinstaub-Belastung ist der Standort im Krefelder Hafen, an dem bislang 45 Überschreitungstage des Mittelwertes von 50 Mikrogramm Feinstaub-Partikel pro Kubikmeter Luft registriert wurden. Zudem droht weiteren Messstandorten in Duisburg-Bruckhausen und Aachen (Wilhelmstraße) demnächst die Überschreitung des EU-Grenzwertes.
Verbesserung gegenüber 2007
Nach Angaben einer Sprecherin des Landesumweltamtes liegt die Zahl der Überschreitungstage in diesem Jahr aber deutlich unter jenen von 2007. So gab es in jenem Jahr an der Brackeler Straße in Dortmund 83 Überschreitungstage - in diesem Jahr waren es an der Straße bislang erst 31. Und an der Gladbecker Straße in Essen wurden 2007 62 Tage gezählt, an denen die zulässigen Feinstaub-Werte überschritten wurden.
Ob vor allem die seit 2008 greifenden Maßnahmen zur Luftreinhaltung die Reduzierung der Überschreitungstage erbracht haben, kann nach Angaben der Sprecherin derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Hierzu müssten die vorliegenden Daten erst ausgewertet werden. Das sei vermutlich bis zum kommenden Frühjahr möglich.
Verstoßen Kommunen gegen den EU-Grenzwert, müssen Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaub-Belastung in die Wege geleitet werden. In den vergangenen Jahren traten deshalb in zahlreichen Städten Luftreinhaltepläne in Kraft, die auch Umweltzonen vorsehen. Dort dürfen nur Fahrzeuge mit einer Schadstoffplakette verkehren. (ddp)
10:03
Ich glaube nicht, dass man an den 5 Euro Gebühren für die Plaketten viel Geld verdient hat. Wenn ich den Aufwand sehe, den ganzen Schwachsinn zu verwalten denke ich eher, das ist ein Verlustgeschäft.
Meiner Ansicht nach ist die Feinstaubhysterie aus einem anderen Grund geschürt worden. In den Umweltverwaltungen sollte Personal gespart werden (Vorgabe vom Ministerium). Es mußten ganz viele KW (künftig wegfallend) Vermerke erfüllt werden. Um diese Arbeitsplätze zu erhalten, denn weniger Personal = weniger Status, hat man sich ein wichtiges Thema, mit dem man sich in der Verwaltung beschäftigen kann, geschaffen. Und das ist eben der Feinstaub - ganz wichtig - und darum konnte das Personal dafür natürlich nicht freigesetzt werden.
Übrigens, was ich bis heute nicht verstehe: Aus meinen Kfz-Papieren geht klar hervor, in welche Feinstaubkategorie mein Auto fällt. Warum noch zusätzlich ne Plakette an die Scheibe? Nur damit der kleine, dickliche Beamte mich besser überwachen kann? Schilda läßt grüßen.
23:14
@ versch. obrigkeitskritische Kommentatoren:
Klar wird da auch abgezockt seitens der Kommunen und klar sind die Bemessungsgrundlagen zweifelhaft, aber wahr ist auch, dass ich hier samstagsmorgens bei uns in der Siedlung sportlich, um nicht zu sagen durchtrainiert, aussehende jüngere Männer und sehr rüstige Rentner in BMWs oder Audis steigen sehe, zwecks Brötchenholen (einfache Strecke 500m). Ich mein, dat is doch grob albern, oder? Und jetzt die Masterfrage: Woher kommt wohl (auch werktags) ein guter Teil des Feinstaubes, des Lärms, der Abgase? Zufahrt zum Gewerbegebiet Ernestine: 90 % aller Autos mit nur 1 Person besetzt. LKW-Verkehr mit Rußausstoß, der jeder Beschreibung spottet, wo man sich ernsthaft fragt, ob sowas tatsächlich noch erlaubt ist. Und privat für jede Tüte Lebensmittel mit dem Auto zum Aldi.
Bei allem Verständnis für kritisches Bürgertum, für kritisches Hinterfragen obrigkeitklichen Handelns, für den Zorn der aufs Auto angewiesenen (?), selbst für Polemik auf ADAC-Niveau (wobei die auch viel gute Sachen machen): Aber wir gurken einfach unterm Strich zuviel in der Gegend rum, daran liegts doch, oder? Sorry, aber ******* am Schuh kommt doch erstmal vom Reintreten, nicht vom hätte der da nicht, dann hätte ich aber, oder? Nicht falsch verstehen: wir habe ich vorhin gesagt. Bin selber Autofahrer, der sich (so gut es geht) bemüht, nicht unnötig zu fahren, der weiß, wie erbärmlich der ÖPNV oft ist, der weiß, wie froh man manchmal um die Blechkiste ist, in der mir keiner mit Mundgeruch und Gewalt doof kommen kann.
Aber, und mehr wollte ich gar nicht sagen: Ein guter Teil des Feinstaubes, des Lärms, der Abgase kommt doch wohl vom unnötigen, unüberlegten, teils faulheits- und angebereibedingten Rumgurken auf lächerlich kurzen Strecken mit verhältnismäßig lächerlich übermotorisierten Fahrzeugen.
Ohne dieser Tatsache ins Auge zu sehen, kommt man einfach nicht weiter, und diskutiert sogar fatal am Ziel vorbei.
23:02
sich fragender
Nur weil sie ihren Führerschein wegen diverser Alkoholdelikte abgeben mussten, und selbst durch den Idiotentest mehrfach durchgefallen sind?
Selbst wenn sie ihren Führerschein noch hätten, wie wollen sie mit HartzIV ein Auto finanzieren?
22:18
Also ich wäre dafür das ganze Ruhrgebiet zur Umweltzone mit schärfsten Auflagen zu machen.
21:42
ah ja...der ach so hoch gefährliche feinstaub der jahrzehntlelang kein problem darstellte bis man darin eine einnahmequelle entdeckte......
das ich euro 4 habe wusste ich auch ohne grüne plakette und es hätte völlig ausgreicht den damen und herren vomn ordnungsamt eine liste in die hand zu geben die alle fahrzeige aufführt die NICHT grün haben...sind ja eh nicht allzu viele......
aber dann hätte man ja nicht von JEDEN autofahrer 5 euro kassieren können....
20:10
Wie können diese ************* denn überhaupt behaupten, dass sich etwas verschlechtert oder verbessert hat? Schliesslichwar ein Grossteil der Messeinrichtungen, deren Ergebnisse zu den Fahrverbotszonen geführt haben, (wie früher berichtet) falsch kalibriert. Aber das wird ja gerne totgeschwiegen, da man dann ja eingestehen müsste, dass die sogenannten Umweltzonen dann ja rechtswidrig aufrecht erhalten würden.
Und das würde den Tatbestand der Nötigung erfüllen, da man ohne rechtliche Grundlage gegen den eigenen Willen zu etwas absolut Unnötigem gezwungen wird.
Für mich persönlich bedeutet das Ganze, dass ich 6 Jahre Arbeit, die ich in den Ausbau meines Wohnmobils gesteckt habe, einfach so in den Wind schreiben konnte - und das ganze Fahrzeug natürlich auch-!
Na wartet nur ab; sobald ich in Rente gehe, könnt Ihr dieses -mein- Land haben, ich suche mir ein neues...
19:46
Hab ich auch meiner Frau gesagt: sie soll besser Staubwischen....und Auspuffrohre sollten im Innenraum enden.
16:14
Die Industrie ist schuld!?
Wir haben in Essen doch gar keine mehr, man ist doch mächtig stolz auf den gelungenen Strukturwandel auf Verwaltung, Handel und Dienstleistungen, überall sind doch Büropaläste emporgeschossen.
Es ist der viele Verkehr, der sich mit seinen Reifen und Auspuffgasen täglich millionenfach über die Straßen wälzt und die Feinststäube in die Luft jagt, die Ölheizungen, die auch im Sommer für Warmwasser laufen und die vielen romantischen offenen Kamine und Kaminöfen, in denen jeder Dreck verheizt wird, um Energiekosten zu sparen, und die ihren Rauch ungefiltert und von den Schornsteinfegern unbeanstandet und unkontrolliert in die Luft pusten
15:56
Jetzt weiß ich endlich wer hier in Hagen laufend, oder besser gesagt fahrend unsere Feinstaubquoten kaputt macht. Die Essener, die hier tagtäglich herumfahren.
Ausgesperrt gehören sie. Die könne ihren Dreck woanders machen.
Ps. Nicht ganz so ernst nehmen.
14:43
@ B. Schmitz
Gut beobachtet. Schon meine Oma, die vor 40 Jahren gestorben ist, hat mir immer erzählt, dass der Sputnik und die ganzen Raketen das Wetter verändern.
Wenn man sich überlegt, wie viele Satelliten sich im Weltraum befinden, darf man sich auch nicht wundern, dass wir im Ruhrgebiet soviel Feinstaub haben.
Wir überreden einfach alle Nationen der Welt, keine Raketen mehr abzuschießen, keine Spaceshuttles mehr zu starten und schon haben wir das Feinstaubproblem gelöst.
Und wenn wir es noch schaffen, dass die Japaner keine Reissäcke mehr umfallen lassen, dann platzen in Frankfurt auch keine Bratwürste mehr.