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Erneut weniger Verkehrstote in NRW

17.02.2009 | 19:53 Uhr
Erneut weniger Verkehrstote in NRW

Düsseldorf. Auf den Straßen in NRW kamen im vergangenen Jahr 687 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Das sind 45 weniger als im Vorjahr. Innenminister Wolf spricht von einem "histroischen Tiefstand". Er beklagt jedoch die wachsende Zahl der "Gurtmuffel".

Die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. 687 Menschen seien 2008 bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, sagte Innenminister Ingo Wolf (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. Das seien 6,2 Prozent oder 45 weniger als im Vorjahr gewesen. Bei 36,7 Prozent der tödlichen Unfälle war demnach überhöhte Geschwindigkeit die Ursache. Wolf zeigte sich besorgt über die wachsende Zahl der «Gurtmuffel». Dem müsse man mit mehr Aufklärung und Kontrollen entgegenwirken.

Wolf sprach von einem «historischen Tiefststand» bei der Zahl der Verkehrstoten. Seit der Einführung der Verkehrsunfallstatistik im Jahr 1953 habe die Zahl nie so niedrig gelegen. Noch immer sei die Zahl der tödlich Verunglückten aber zu hoch. 1970 waren noch 4632 Menschen in NRW im Straßenverkehr gestorben. 1990 waren es 1512.

Ein Auto mit schwerem Blechschaden liegt im Dezember 2008 neben der Bundesstrasse 8 in der Nähe von Hennef in einer Böschung. Eine 17-Jährige kam bei dem Unfall ums Leben. Foto: ddp

Der höhere Schutz- und Sicherheitsstandard der Fahrzeuge gilt als Hauptursache für den bundes- und europaweiten Rückgang der Toten im Straßenverkehr. Aber auch die Verkehrserziehung und verstärkte Kontrollen durch die Polizei führen laut Wolf zu mehr Sicherheit.

Weniger Motorradunfälle

Die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen ging um fast sechs Prozent auf 79 757 zurück. Dies waren rund 5000 weniger als 2007. Die Tendenz der vergangenen Jahre setzte sich damit fort. Die Polizei registrierte 558 500 Verkehrsunfälle - von der Schramme beim Einparken bis zum Unfall mit mehreren Toten. Die Gesamtzahl der Unfälle sank um 2,4 Prozent oder 13 894.

Die Zahl der Motorradunfälle nahm laut Wolf um 11,5 Prozent ab. Bei 4956 Verkehrsunfällen starben 102 Motorradfahrer oder deren Beifahrer. Das sind 18,4 Prozent oder 23 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten ging um 11,8 Prozent auf 4320 zurück. «Hier sehen wir erste Erfolge der Motorrad­kampagne, die die Polizei 2007 ins Leben gerufen hat, um dem riskan­ten Fahren entgegen zu wirken», sagte Wolf. Sie beinhaltet etwa intensive Kontrollen.

Beson­dere Aufmerksamkeit will Wolf künftig den «Gurtverweigerern» widmen. «Der Sicherheitsgurt ist der Lebensretter Nummer eins. Wir werben deshalb energisch dafür, dass sich alle Fahrer und Mitfahrer anschnallen», sagte Wolf. «Unsere Verkehrsexperten gehen davon aus, dass im Jahr 2008 72 Menschen nicht gestorben wären, wenn sie sich an­geschnallt hätten. Das heißt: Jeder neunte aus der Verkehrstoten-Sta­tistik könnte noch leben.» Mit einer neuen Kampagne und pädagogischen «Schockvideos» wolle man «Gurtmuffel» umstimmen. (ddp)

DerWesten

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18.02.2009
10:14
Erneut weniger Verkehrstote in NRW
von Hea2LUZ2 | #5

Die Unfallzahlen gehen jedes Jahr weiter zurueck.

Warum werden die Bussgelder dann erhoeht ?

Damit die verschuldeten Gemeinden noch mehr Geld verschleudern koennen.

18.02.2009
09:35
Erneut weniger Verkehrstote in NRW
von Pinky | #4

@Steuerzahler...

Warum keine 0 Promille Grenze? Weil Alkohol richtig übel viel Geld bringt. Wenn schlagartig kein Autofahrer mehr was trinken würde, würde dem Staat einiges durch die Lappen gehen.

17.02.2009
21:18
Erneut weniger Verkehrstote in NRW
von Steuerzahler0815 | #3

@ Grunderfred: Ich kann diesen ****** nicht mehr hören! In den Niederlanden und Belgien gibt es wegen dieser Geschwindigkeitsbeschränkung extrem viele schwere Unfälle, da die Autofahrer viel unkonzentrierter sind. Selbst bei 80 km/h passieren schwere Unfälle, was die LKWs heute wieder eindrucksvoll bewiesen haben, die übrigens auch bedeutend mehr Ruß, Co2 und Feinstaub erzeugen als ein PKW! Hier werden die schweren Unfälle sogar durch Gigaliner demnächst noch verstärkt, da diese einen längeren Bremsweg bei mehr Masse haben! Man sollte lieber einmal überlegen, wieso ein Fahrschulwagen mit 90 km/ h auf die Autobahn fährt und dann direkt auf die linke Spur zieht! Es gibt einfach keine Rücksicht im Strassenverkehr! Jeder denkt: Hoppla, jetzt komm ich und mit 130 km/h habe ich Vorfahrt! LKW-Fahrer schauen inzwischen nicht mehr in die Spiegel, bevor sie die Spur wechseln, usw. wenn man genauer darüber nachdenkt, kann sich jeder an die eigene Nase fassen, aber man schreit nach Bestrafung der anderen! Der grösste Teil der Verkehrstoten ist nicht bei 200 auf der Autobahn verstorben, schauen sie mal auf die Seite Verkehrsirrsinn.
Es sind inzwischen 90% der Autobahnen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen versehen, aber einfach Schlagworte in den Raum werfen, um Stimmung zu machen, ist bedeutend einfacher!
Wenn sie die Strassen sicherer machen möchten, sollte man sich weniger auf die Elektronik im Auto verlassen, Überholverbot für LKW und PKW mit Anhänger sowie vordere Kennzeichen für Motorradfahrer einführen! Die Raser sind genauso gefährlich wie die selbsternannten Verkehrserzieher, die mit 100 km/h auf die linke Spur wechseln und die heranfahrenden Autos ausbremsen, aber es heisst: diese Raser!
Wenn sie europaweite Tempolimits möchten, welche aus Italien möchten sie: 2spurige Autobahnen (120 km/h), 3spurige Autobahnen(130km/h) oder Transitstrecken(150km/h)? Die Problematiken sind auch im billigem Asphalt mit schlechten Hafteigenschaften und überstrapazierten Belägen zu suchen, in tech. Defekten ausländischen LKW mit übermüdeten Fahrern, aber Wir brauchen 130 km/h! Sogar die oben abgebildeten Fotos sind auf Landstrassen entstanden! Es gibt jede Menge Rentner, die nicht mehr hinter dem Steuer sitzen sollten, da sie eine Gefährdung für den Strassenverkehr darstellen und junge Fahrer überforden(schlechtes Reaktionsvermögen, fehlende Belastbarkeit bei Stressituationen, eingeschränktes Gesichtsfeld, wenn man etwas forden sollte, dann Bitte die gleichen Führerscheinbedingungen der LKW auf die PKW übertragen! In England hat man eine deutliche Verringerung der Verkehrstoten durch Haftstrafen für Alkoholsünder erreicht, aber in Deutschland wird man freigesprochen, da man nicht zurechnungsfähig ist! Wieso keine 0Promille am Steuer?
Es gibt zu viele Rentner, die durch Medikamente einen Blutalkohol nachweisen und Bayern war dagegen, da dort Bier zur Brotzeit gehört! Es geht nicht um die Sicherheit, es geht um die Lobby einzelner! Wenn man den Verkehr sicherer machen möchte, dann Bitte nicht mit unsinnigen Vorschlägen, sondern mit sinnvollen Argumenten!

17.02.2009
19:57
Erneut weniger Verkehrstote in NRW
von grunderfred | #2

Es sind immer noch zu viele Tote. Tempolimits müssen her, europaweit einheitlich. Das senkt die Gefahren mit dem Zusatzeffekt von weniger Spritverbrauch und weniger Umweltbelastung. Das hätte längst gemacht werden müssen, ohne Aufwand.

17.02.2009
17:01
Erneut weniger Verkehrstote in NRW
von Jan | #1

Wo liegt eigentlich das Problem mit Gurtmuffeln.
Man kann nachweisen ob der Gurt angelegt war oder nicht. Wer halt gerne ohne Sicherung klettert, soll er doch. Zahlt er dann halt auch selber.
Also ich leg den Gurt nicht an, weil irgendwer das sagt oder es gesetzlich vorgeschrieben ist.
Vieleicht sind solche Leute auch einfach nur scharf auf den Darwin-Award.

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