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Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ

06.11.2012 | 21:06 Uhr
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Sascha K. bei der Arbeit: Stolz zog er anschließend mit dem Rasenklumpen von dannen. Die Fernsehzuschauer staunten.Foto: imago

Düsseldorf/Velbert.   Fortuna Düsseldorf will 50.000 Euro Schadenersatz vom Fan aus Velbert, der im Mai das Rasenstück beim Aufstiegskrimi gegen Hertha BSC ausbuddelte. Erst ließ ihn der Verein in Ruhe. Jetzt aber ist die Fortuna sauer, dass sich der Mann bei Interviews feiern ließ für seinen Coup. „Da mussten wir was machen.“

Für 15 Minuten wird in Zukunft jeder berühmt sein, orakelte Andy Warhol einst. Für einen 35-jährigen Familienvater aus Velbert trifft das unbedingt zu. Aber für ihn dürfte es ein zweifelhaftes Vergnügen gewesen sein. Sascha K. ist der Mann, der am 15. Mai kurz vor Ende des Fußball-Aufstiegskrimis Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC den Elfmeterpunkt samt Rasenstück in der Esprit-Arena ausgrub und die Trophäe mit einem geradezu beseelten Gesichtsausdruck unbehelligt abtransportierte.

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„Das ist einfach unterirdisch“, kommentierte Fernsehmann Tom Bartels damals vor fünf Millionen Zuschauern einigermaßen entgeistert. Jetzt fordert die Fortuna Schadenersatz vom Dieb, der ein paar Tage lang als Blödmann der Republik durch die Medien geisterte: 50.000 Euro soll er berappen.

Warum erst jetzt?

„Am Anfang tat er uns sogar leid, er wollte ja nichts Böses, wir haben mit ihm gesprochen“, berichtet Vereinsgeschäftsführer Paul Jäger. Dann aber habe er sich bei Interviews „regelrecht feiern lassen für seinen Coup, da mussten wir was machen“. Auf den Schreibtischen des Vereins, aber auch des Deutschen Fußballbundes, sei Post von „empörten Fußballanhängern“ gelandet. „Der Tenor“, so Jäger, „war: Wenn ihr den davonkommen lasst, braucht ihr über Disziplin im Stadion nicht mehr zu reden.“

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    Seite 2: Schaden laut Anwalt bei etwa einer Million Euro

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Kommentare
07.12.2012
19:34
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von seezange | #16

schaut eucvh doch mal die Randale Videos von fortuna auf youtube an. Sagt doch schon alles über fortuna und seine Ultras aus ( übrigens sind das genau die die jetzt wegen dem DFB rumjammern und 12:12 machen. ) Dem Verein sind diese Leute alle namentlich bekannt und er verbannt sie nicht aus dem eigenen Stadion, nur der eine Dumme der im Fokus steht, den haben Sie ausgesperrt !!! Ultras haben die Fan Kultur nicht bereichert, sondern zerstört.

09.11.2012
09:02
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von zwergschatten | #15

mein gott, was ein armesliges verhalten seitens des vereines. "juhuu, wir haben ne arme wurst, auf die wir einschlagen können. die kann sich wenigstens nicht wehren, von den echten hools kriegen wir am ende noch was auf die nuss, deshalb lass uns lieber den elfmeterpunktdieb steinigen. hurra."

wahnsinns-öffenlichtkeitsarbeit der fortuna. so versiebt man sympathien.

07.11.2012
15:46
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von a_ha | #14

Die einzig richtige Strafe wäre, ihn zur Herausgabe des "wertvollen" Stückes zu zwingen, verbunden mit ein paar Stunden Sozialarbeit, eventuell gleich im Stadion.
Solange er die "Trophäe" behalten kann, ist doch alles Pipifax.

1 Antwort
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von Schustersrappen | #14-1

Welche Sozialarbeit kann man denn in einem Stadion leisten?
Wer will denn noch das Stück Rasen zurückhaben. Glauben Sie das Loch ist immer noch da?

07.11.2012
15:14
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von dschidschi5 | #13

Wie immer - reden wir ruhig alles klein.... War ja nicht so schlimm.

Mann, mann, mann - denkt eigentlich keiner daran, dass dieser Mann Kinder hat, die er eigentlich erziehen sollte? Stattdessen lebt er ihnen durch sein asoziales Verhalten vor, dass "Fan-sein" alles entschuldigt.
Und was soll diese Jammerei, dass er Familienvater sei und sich kein Auto leisten könne?
Solange es für Fussballtickets reicht, kann es ja wohl so schlimm nicht sein.

07.11.2012
10:47
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

07.11.2012
09:33
Lächerlich ...
von Partik | #11

Geprügel, Bengalos, Sauferei, Gegröhle, Platzstürmungen und dann auch noch ausgegrabene Rasenstücke als Trophäe und Beweis der eigenen Selbstherrlichkeit.

Was für ein Asi-Sport.

07.11.2012
09:21
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von Otto99 | #10

Soweit ich mitbekommen habe, haben die Dauerkartenbesitzer, die nicht an den beiden Spielen teilnehmen durften, keinen Erstattung ihrer Karten vom Verein erhalten. Die sollten auch mal gegen den Verein klagen.

07.11.2012
09:21
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von notarius | #9

Wie hoch ist denn der tatsächliche Schaden?
1 qm Sport und Spielrasen 4,50 €
Alten Rasen rausschälen 15,00 €
Verlegepreis qm 13,00 €
Macht uzsammen 32,50 €

Also Fortuna, wenn ihr kein Geld habt, spende ich gerne den Quadratmeter.

1 Antwort
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von nussknacker | #9-1

da hast du aber die Anfahrkosten und die Verwaltungszeit nicht mitgerechnet.
Macht nachher fast 200 EUR!
Also spende mal das Geld!!
Versprochen ist versprochen!

07.11.2012
08:56
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von Daredevil | #8

Nix gegen eine Strafe in irgendeiner Form, schon aus Abschreckungsgründen, aber Fortuna-Kapitän und Großverdiener Lambertz hat für seine Bengalo-Aktion 5.000 Euro hinlegen müssen und hat mehr Vorbildfunktion, der er mit seinem Verhalten in keinster Weise gerecht geworden ist.


Da sind die geforderten 50.000 Euro Strafe für ein durch einen Fan entwendetes Stück Rasen seitens des Vereins einfach völlig vermessen und gehen weit übers Ziel hinaus.

07.11.2012
08:43
Elfmeterpunkt-Dieb soll an Fortuna zahlen, weil er sich feiern ließ
von superimpi | #7

Meine Güte! Was dieser "Fan" gemacht hat ist absulut unterirdisch und hat mit Fußball nichts zu tun. Das diesem Herrn sein Tun nicht peinlich ist bestätigt natürlich, dass hier etwas getan werden muss.
Aber: Wo ist hier die Realitität. Für einen normalen Familienvater der durchschnittlich gut verdient werden hier zwei Jahresgehälter (!) eingefordert. Ist das nicht ein bischen sehr realitätsfern?
Und bitteschön: denkt die Geschichte mal weiter: Jeder kann doch die Uhr stellen, wann dieser Mensch dann wegen so einer Bestrafung zum Sozialfall wird. Und das bezahlen ja bekannterweise wir alle dann.
Also: sachlich ran: wenige hundert Euro fürs Rote Kreuz oder sowas ähnliches und dafür Verpflichtung zur Teilnahme an einem deeskalations-Seminar.

Aber 50.000 EUR einfordern ist einfach nur daneben, oder wie es Vorredner bezeichneten: Größenwahrnsinnig von Einzelnen Reichen mit entgleisten Sozialverhalten.

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