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Zeitarbeit

Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave

02.05.2012 | 18:47 Uhr
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
Leiharbeiter wie Frank R. bekommen weniger Geld und weniger Wertschätzung als festangestellte Kollegen.Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool

Ruhrgebiet.   Er bekommt weniger Geld, weniger Wertschätzung und hat kaum eine soziale Absicherung. Zudem wird er durch miese Tricks von seinem Arbeitgeber schikaniert. Ein Zeitarbeiter erzählt von seinem Alltag und von seiner Hoffnung auf eine Festanstellung.

Es ist absurd, aber für den Zeitarbeiter Frank R. steht die Zeit still. Er kommt nicht vor, nicht zurück. Seit sechs Jahren ist er an denselben Betrieb ausgeliehen, doch täglich muss er damit rechnen, abgezogen zu werden. Er verdient viel zu wenig für seine Arbeit, Frank R. aus dem westlichen Ruhrgebiet, dessen Namen wir geändert haben. Aber der Chef macht ihm seit Jahren Hoffnungen auf eine Übernahme. Auf den Sprung zurück ins System. Er bleibt also dabei, während ihn hintenrum die Zeitarbeitsfirma austrickst. Welche Wahl hat er auch, so lange schon unter Qualifikation beschäftigt, 55 Jahre alt, ein Zeitarbeiter, dem die Zeit davonläuft?

Wäre er beim Bergwerk geblieben, wo er seine Ausbildung zum Starkstromelektriker machte, genösse Frank R. jetzt den Frühruhestand. Aber er wollte ja etwas erreichen, wollte mehr Sicherheit. Hat also noch Kommunikationselektroniker gelernt. Betriebssysteme. Netzwerktechnik. Ist dann fünfzehn Jahre lang Ausbilder in einem Berufsförderzentrum. Bis ihn ausgerechnet Hartz IV arbeitslos macht. Die Qualifizierungen, die er leitet, werden gestrichen. Zwei Jahre lang bewirbt sich Frank R., selbst als Verkäufer im Elektronikmarkt. Aber auch hier heißt es: zu alt, überqualifiziert! „Jeder kann in Hartz IV abrutschen“, muss er lernen.

Zeitarbeit als letzter Ausweg für Arbeitslose

Das bedeutet in seinem Fall: Gar kein Geld, denn seine Frau verdient zu viel. Knapp 14 Tage hält Frank R. das aus, da nimmt er „den letzten Ausweg“: Zeitarbeit. Er weiß ja um die Ausbeutung, um den schlechten Ruf der Branche. Aber zwei Tage, nachdem er sich im Internet eingeschrieben hatte, bekommt er einen Anruf, sofort fährt er zum Vorstellungsgespräch. Und am nächsten Tag ist er schon in Arbeit. Zombies reparieren. Sein Betrieb, an den er ausgeliehen wird, stellt Roboter-Figuren für die Geisterbahn her, winkende Schaufensterfiguren und Weihnachtsbäume, die in Einkaufszentren blinken.. Ganz amüsant, wenn da nicht das Einstiegsgehalt von knapp unter acht Euro wäre.

„Dafür hätte ich es normalerweise nie gemacht“, sagt Frank R. „Aber ich stand am Abgrund.“ Und immer diese Hoffnung, übernommen zu werden. Sie wird von seinen Chefs in den Entleihbetrieben geschürt. „Aber es war immer ungünstig.“ Es ist seit sieben Jahren ungünstig, so lange ist Frank R. nun Zeitarbeiter.

10,07 Euro pro Stunde bekommt der Zeitarbeiter - für Festangestellte gibt es 13,48 Euro

Ein Jahr verbringt er bei den Zombies, dann tingelt er zwei Wochen. Und seitdem ist er bei „seinem Betrieb“ eingesetzt. Verlegt Kabel auf Baustellen. Zeitarbeiter auf Dauer. Längst wird er sogar zu Weihnachtsfeiern eingeladen. R. geht gern zur Arbeit. Aber das Geld stimmt nicht. 10,07 Euro bekommt er pro Stunde, 13,48 Euro kriegen die Kollegen für die gleiche Arbeit. Mit rund 900 Euro netto muss er auskommen, Kinder hat er keine.

Aber die Entwürdigung steckt im Detail. Laut Vertrag mit der Zeitarbeitsfirma muss er nur 35 Wochenstunden arbeiten. Der Entleihbetrieb verlangt aber 38,5 Stunden. Und soundsoviele Überstunden sind inklusive, steht ja im Vertrag. Sein Arbeitstag beginnt auf der Baustelle. Die festen Kollegen dagegen treffen sich morgens im Betrieb und fahren mit dem Firmenwagen zum Einsatzort – in ihrer Arbeitszeit.

Die Hierarchie im Betrieb: Geselle, Lehrling, Praktikant, Zeitarbeiter

Als 2010 ein neuer Tarifvertrag gültig wurde, ordnete die Zeitarbeitsfirma Frank R. stillschweigend in eine niedrigere Qualifikationsgruppe ein. Mit weniger Lohn natürlich. Die Begründung, als er seinen Arbeitgeber zur Rede stellte: Ein Fehler. Doch der Fehler wiederholte sich, und Frank R. fragte nach, wieder und wieder, bis er hörte: Ermessensspielraum. Das wollte er sich nicht gefallen lassen, schaltete die Gewerkschaft ein. Doch die bestätigte: Ermessensspielraum. Und auch das Weihnachts- und Urlaubsgeld sparte sich die Firma plötzlich. Frank. R. wehrte sich gerichtlich – und bekam per Vergleich wenigstens einen Teil seines Geldes.

Zeitarbeit! Der Name verrät: Alles ist nur auf Zeit. Eine Lebensabschnittspartnerschaft. „Keiner baut Bindungen auf“, sagt Frank R. „Man wird nicht behandelt wie Mist, aber wie eine Ware.“ Die Entfremdung ist System. Deswegen funktioniert es so gut. Weil man eine Ware leichter verschieben kann als einen Menschen. In der Wirklichkeit hat diese Entfremdung ganz praktische Auswirkungen: „Die Hierarchie im Betrieb geht so“, sagt er: „Geselle, Lehrling, Praktikant, Zeitarbeiter.“

"Ich bin ein moderner Sklave"

Das schlimmste aber ist: Man erkennt den Zeitarbeiter an seiner schwarzen Latzhose. Die Festangestellten tragen grau, gestellt von der Firma, der Zeitarbeiter bekommt aber nur die Sicherheitsschuhe, alles andere muss er sich selbst kaufen. Und die schwarzen Hosen sind die günstigsten (25 Euro). Fast alle Zeitarbeiter tragen schwarz.

„Ich bin ein moderner Sklave“, sagt Frank R. Er glaubt eben, dass seine Bewerbungen keine Chance hätten. Bei einer Kündigung würde er auch seine Ansprüche verlieren. Und hat der Chef nicht mehrfach gesagt, dass er ihn übernehmen wolle, vielleicht? Beim letzten Gespräch hieß es dann aber: „Falls dich deine Zeitarbeitsfirma rauswirft wegen der Klage, finden wir ruckzuck eine neue, und Du kannst bei uns bleiben.“ Das hat sicher eine gewisse Logik in diesem System. Aber es hat Frank R. stark zu denken gegeben.

Thomas Mader



Kommentare
29.05.2012
13:50
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von kahevo | #46

Was regt ihr euch darüber auf, der Gewerkschaft war und ist es egal, die Regierung
hält den Mund, die Bevölkerung schaut nicht hin.
Es sind eben Menschen "2. Klasse", die niemanden interessieren.
Riecht man tiefer in diese Materie, stinkt es gewaltiger.
Pfui Regierung und Gewerkschaft.

05.05.2012
01:09
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von rursus | #45

Leiharbeit ist vom Staat unterstützder Sklavenhandel.Ich erinnere mich noch mit einem breitem grinsem im Gesicht als mir mein damaliger Jobberater bei der Arbeitsagentur stellen bei Leiharbeitsfirmen anbot und auf meine Frage wie hoch der verdienst war bekam ich als antwort 6,50,da musste ich dann erstmal laut lachen,als ich ihn dann mit ernster miene fragte wie er sich das vorstellt,wie ich Frau und Kind und die tägliche fahrt von 20km zur Arbeit davon bezahlen sollte bekam ich als antwort ich könnt mich ja bei der ARGE melden um Hartz 4 zubekommen.Da hab ich dann zu ihm gesagt das ich lieber verhungere und zu grunde gehe bevor ich bei einer leiharbeitsfirma anfange,nach diversen drohungen von wegen sperre etc rückte er dann mit meiner heutigen Anstellung(keine Leihfirma etc) herraus.Sehr guter verdienst,volle sozial leistungen,32 Tage urlaub im jahr 13 Monatsgehalt und das wichtigste ein Festvertrag.Einfach mal den Mund aufmachen beim Amt zahlt sich eben aus.

04.05.2012
15:38
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von Hanswurschtl | #44

ohne diese Sklaven wäre alles noch teurer. Ich finde, er sollte bei seinem Job bleiben und fleißig sein.

04.05.2012
13:50
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von mirabiledictu | #43

Mag sein, dass man sich Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma grundsätzlich als hirnamputierte, schwer vermittelbare Vollflöten vorstellt. Trifft aber auf überraschend viele MA nicht zu.

Und im genannten Artikel wird darauf hingewiesen, wie sich der MA behandelt FÜHLT. Das ist eine subjektive Angelegenheit. Aber selbst objektiv betrachtet ist ein Leben als Leihkraft eine mehr als negative Erfahrung. Man hat selbst bei ansonsten gutem Selbstbewusstsein und offener Aufnahme durch die Festangestellten das Gefühl, ausgenutzter Vollhorst zu sein.

Ach ja - und Ablösesummen werden NATÜRLICH verlangt. Ich weiß das, denn ich hab meine eigenen Rechnungen freigezeichnet. Die sind am Anfang hoch und sinken mit Dauer der Entleihung, bis sie nach einiger Zeit entfallen. So garantiert sich der Verleiher seinen Gewinn, egal ob der MA nach langer oder kurzer Zeit übernommen wird. Und wer sich gerne die rosa Brille aufsetzen und Tatsachen leugnen möchte, darf gerne mal in so einer Firma arbeiten.

04.05.2012
13:44
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von mirabiledictu | #42

@ Walsimoet | #36

• Mitarbeiter/in erhält meist einen unbefristeten Arbeitsvertrag
- Stimmt. Endet aber der Einsatz beim Endkunden ist oft die umgehende Kündigung des Vertrages der Fall.
• Die Vertragszeiten des/der Mitarbeiters/in enden nicht mit den Einsatzzeiten beim Kunden
- Stimmt häufig nicht.
• Zahlung der vollen Krankenversicherung
• Zahlung der vollen Arbeitslosenversicherung
• Zahlung der vollen Rentenversicherung
• Zahlung der Pflegeversicherung
• Zahlung des Entgelts im Krankheitsfall

Stimmt alles. Wird aber von einem Lohn berechnet, von dem man so schon so kaum leben kann und im Versicherungsfall schon gar nicht mehr.

• Zahlung des Entgelts für Urlaubstage von mindestens 24 Arbeitstagen
- Nur bei 6-Tage-Woche. 1,67 Tage Anspruch im ersten halben Jahr bei 5-Tage-Woche.

• Zahlung eines zusätzlichen tariflichen Urlaubsgeldes
- Stimmt nicht.

- Zahlung des tariflichen Weihnachtsgeldes
- 100 Euro?

- Mindestlohn 7,89 €? Macht € 1.215,06 bei 22 AT im Monat. WOW!

04.05.2012
12:16
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von ChristlicherDemokrat | #41

Man mag mich jetzt schlagen,
aber erst einmal auf dem Feld, wurden die ehem. Sklaven sicherlich besser behandelt als die heutigen.
Warum auch, dfie Politiker der letzten 15 Jahre haben eine so große Arbeitslosenreservearmee geschaffen, da braucht man auf keinen Menschen mehr Rücksicht nehmen.

1 Antwort
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von jcm | #41-1

Wobei: die Arbeitslosen werden eh nicht mehr als Menschen, sondern als Human-Kapital (HK) wahr genommen.
Eines hat sich aber geändert: Den Spruch "Wenn sie nicht unter diesen Vertrags- und Arbeits-Bedingungen für uns tätig werden wollen - da draussen laufen genug rum, die das machen werden", den gibt´s nicht mehr. Denn der moderne Sklave/Leibeigene hat schon lange nicht mehr darüber zu entscheiden, was zumutbar ist.
Diese Entscheidung hat das HK per Unterschrift aus der Hand gegeben, welche Grundbedingung für Hartz-Bezug dar stellt. Was wiederum sicher stellt, dass das HK am kac... bleibt.

In einer Sache widerspreche ich ihnen aber: die Reservearmee der Arbeitslosen ist nicht erst in den letzten 15 Jahren zustande gekommen...

04.05.2012
09:55
Ein Leiharbeiter IST ein moderner Sklave
von Pater_Brown | #40

ich habe selber viele jahre in der leiharbeit verbracht, immer wurde mir gesagt der betrieb hat schon viele übernommen, geben sie sich mühe und sie sind auch dabei...
und das ende vom lied war das man ein paar monate eingesetzt wurde bis der betrieb seinen auftrag erfüllt hatte und man wurde wieder abgezogen in einem anderen betrieb wo einem vorher wieder die selben hoffnungen auf festanstellung gemacht wurden...

ich war bei keinem der sog. schwarzen schafe, ich war bei einer der grössten zeitarbeitsfirmen deutschlands, hat mich aber auch ned gerettet.... wo die festarbeiter mit 1600€ rausgingen habe ich knapp meine 1000 mit glück 1100€ euro verdient bei fliessbandarbeit mit akkord im 3 schichtbetrieb....

alleine da sieht man ja schon was eine zeitarbeit an einem im monat verdient...

und sein wir mal ehrlich, wenn man heute einen halbwegs lebenswerten lebensstandart haben möchte mit kleiner wohnung und kleinem wagen als single dann braucht man schon seine min. 1200€ im monat...

1 Antwort
zusatz
von Pater_Brown | #40-1

und in welcher zeitarbeit findet man schon sowas? bzw wieviel muss ich in der zeitarbeit leisten um auf so eine summe mindestens zu kommen?

für manche mag die zeitarbeit bestimmt schonmal ein sprungbrett in die festanstellung gewesen sein aber das ist nunmal leider der geringere teil, man wir herangezogen wenn grosse aufträge kommen und danach wenn die arbeit erledigt ist bekommt man entweder eine kündigung oder einen folgebetrieb....

ich finde zeitarbeit ist ein geschäft mit der angst und der hoffnung der menschen, die die am wenigsten haben sind meisst bereit das meisste für eine änderung zu geben und das wird ausgenutzt, wenn man die arbeiten gerecht bezahlen würde und damit spreche ich mich auch für einen mindestlohn aus dann wäre zeitarbeit wirklich eine lohnende sache und würde mit ganz anderen augen gesehen werden aber so wie es jetzt ist lebt man mit den paar kröten doch immer so halb an der grenze zur armut, zuwenig zum leben, zuviel zum sterben...

04.05.2012
06:53
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von 8samkeit | #39

Der in dem WAZ-Artikel vorgestellte Sklave ist ein ganz gewöhnlicher Mensch, der sich sich als Opfer definiert und seinen Arbeitgeber und die Gesellschaft zum Täter macht. Der die angeblichen Schikanen seines Arbeitgebers und mangelhafte soziale Absicherung als Schicksal hinnimmt und nichts dagegen tut. Der seinen Job im Pütt kündigt, um Karriere zu machen – was ihm verunmöglicht wird. Leider ist er auch noch Opfer seiner Ehefrau, die zu viel verdient, als dass er Ansprüche an den Staat stellen könnte. Der die Möglichkeiten der Zeitarbeit nicht als Chance, sondern als Sackgasse sieht. Ein ganz gewöhnlicher Mensch, der sich zum Sklaven macht, weil ihm das Leben nicht gelingt.
Die wirklichen Sklaven in der Geschichte der Menschheit werden mit Füßen getreten – sie konnten nun wirklich nichts für ihr Schicksal!

2 Antworten
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von jcm | #39-1

Ihr "Zeitarbeit als Chance sehen" vereint Politiker-Geschwafel und Lobbyisten-Einflüsterungen zu einer Symbiose.
Aber, sie haben ja recht. Warum hat der Mensch sich nicht selbst um eine Stelle bemüht? Tellerwäscher etwa. Wie ich gehört habe, rekrutieren sich in den USA die meisten Millionäre aus diesem Berufszweig, in dem sich auch viele Ex-Afrikaner tummeln.
Diese Sklaven-Nachfahren haben, ihrer These nach, also - selbst wenn es mit der Umsetzung etliche Generationen dauerte - ihr Schicksal auch als Chance begriffen, gelle?

Aber weg vom Zynismus: Ihr Vergleich verbieten sich alleine schon anhand der Überschrift ("modernes" Sklaventum). Oder geht´s um Begriffe? Gefällt ihnen Neo-Leibeigenschafft beser?
Und sich über jemanden herablassend aus zu lassen, der sich als ein solch moderner Sklave FÜHLT, bringt wenig Punkte ein. Ein indianisches Sprichwort bringt es sinngemäß auf den Punkt: Urteile nicht über Menschen, wenn du nicht wenigsten einen Tag in deren Mokassins unterwegens warst.

Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von stefan48 | #39-2

ja und hat der betroffene vollkommen Recht und so sind alle Zeitarbeitsfirmen ich habe die selben und noch schlimmere Erfahrungen mit solche Firmen gemacht

03.05.2012
22:37
Ein Leiharbeiter fühlt sich als moderner Sklave
von wkah | #38

Zur Wahrheit gehört auch:

Wenn es für den Leiharbeiter keinen Folgeauftrag gibt, wenn der derzeitige endet, erfolgt sofort eine Kündigung

03.05.2012
22:17
Zum Vergleich der Zeitarbeit in Deutschland und Frankreich2:
von Walsimoet | #37

Zeitarbeit in Frankreich

• Zahlung von Equal Pay, mindestens 9,00 €/Std.
• Einsatzende beim Kunden bedeutet auch gleichzeitig das Vertragsende des/der Mitarbeiters/in
• Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
• Keine Zahlung von Urlaubentgelt
• Keine Lohnfortzahlung in einsatzfreien Zeiten
• Eingruppierung in die unterste Gehaltsstufe des Kundenunternehmens
• Mitarbeiter erhält eine Mobilitätszulage von 10 % der Bruttolohnsumme

Der französische Zeitarbeiter erhält zwar etwas mehr Std.-lohn, ist aber nach jedem Einsatz, bei jeder eintretenden Krankheit sofort wieder arbeitslos, sogar ohne dass es einer Kündigung bedarf! Tagelöhnertum in F gegen dauerhafte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in D!

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