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Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?

02.06.2009 | 08:24 Uhr
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?

Dortmund. Der Stadt droht mit dem Bauvorhaben ein Millionenloch. Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass Dortmund sich zum einen bei der Vermarktung selbst Konkurrenz macht - und dass sich die anvisierte Käuferschicht gar nicht für das Projekt interessieren könnte.

Der Phoenixsee in Seenot? Ein mögliches Minusgeschäft von zig Millionen Euro? Die Darstellung (WAZ vom 25. Mai) will Guntram Pehlke, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Stadtwerke, so nicht stehen lassen.

Pehlke bestätigte, ein Gutachten im Vorfeld sei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Finanzierungslücke von 48 Millionen Euro entstehe. Dieses Gutachten sei Grundlage gewesen, Fördermittel bei Bund, Land und EU zu beantragen. Durch die Fördermittel sei die Lücke geschlossen worden – es flossen aber weit weniger als 20 Millionen Euro . . .

Hoffnung auf Vermarktung der Grundstücke

Neben den Mitteln der Stadtwerke beteiligt sich auch die Stadt an der Finanzierung des 187-Millionen-Euro-Projekts. Pehlke: „Der städtische Eigenanteil ist im Wesentlichen bereits geflossen.”

Pehlke bestätigte auch, dass zurzeit von Mehrkosten in Höhe von 30 Millionen Euro auszugehen sei – was er nicht sagte: dass zusätzliche neun Millionen durch Erschließungsarbeiten anfallen. Pehlke geht davon aus, dass der Betrag von 30 Millionen Euro durch die Vermarktung der Grundstücke halbiert werden kann.

Konkurrenz aus dem eigenen Haus

Hinter dem Verkauf von Grundstücken (250 Euro pro Quadratmeter bei Wohnbebauung) steht jedoch nach WAZ-Informationen ein Fragezeichen. Denn ein Gutachten der Gesellschaften für Regionalberatung sowie für Finanz- und Regionalanalysen aus Delmenhorst/Münster von 2004 kommt zum Resultat, dass die Stadt sich mit dem See selbst Konkurrenz baut, wenn es um Wohn- und Gewerbeflächen geht. Die Stadtwerke selbst entwickeln ein Wohnquartier auf dem Areal einer ehemaligen britischen Kaserne. Im Papier heißt es: „Die erfolgreiche Vermarktung der Flächen hängt dabei von der Konkurrenzsituation zu alternativen Wohnbaulandpotenzialen ab.”

Auch die Wohnlage an sich sehen die Experten kritisch. Sie weisen auf große Verkehrsachsen hin, die das Wohnquartier umgeben. Darüber hinaus weise der Standort ein schwieriges soziales und wirtschaftliches Umfeld auf, was ein mögliches Hindernis bei der Vermarktung bedeuten könne.

„So könnten frühzeitige Vermarktungsprobleme . . . schnell zu einem Imageverlust des Standortes Phoenix führen. Dies dürfte in der Folge zu einem Ausbleiben der eigentlich anvisierten Gruppe an besserverdienenden Wohnungsnachfragern führen.”

Tobias Bolsmann

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Kommentare
02.06.2009
15:40
Blockierter Kommentar.
von daniel.otto | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.06.2009
08:15
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von beobachtender | #9

Die Schaufeln sind vorher vergoldet worden. Vielleicht sind noch Reste vom U überig geblieben.

02.06.2009
00:46
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von karlosdallos | #8

Wieso kosten 4 Wochen mal 48 Bagger gleich 183 Millionen ?

Sind da wieder die Schwager dabei ?

02.06.2009
00:06
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von Dr_nat_Fake | #7

Das Projekt Phoenixsee beruht auf einer guten Idee (Erstmals 1938 veröffentlicht, Dokumente liegen im Stadtarchiv) - die Umsetzung aber ist dilettantisch und die mittlerweile bekannt gewordenen Betrügereien und Verschleierungsaktionen gegenüber der Politik und vor allen Dingen gegenüber der Öffentlichkeit stinken zum Himmel.

Da werden Altlasten und Bergbau unter dem Gelände schlicht vergessen bzw mit nur unzureichenden Kosten einkalkuliert - es hätten ja hohe Kosten möglicherweise die politische Beschlusslage geändert - um dann mit einer wahrhaft dilettantischen Projektleitung(Vergabebeschwerden, Umsiedlung, Nachforderungen, Mehrkosten durch Stillstandszeiten) weiter die Kosten in die Höhe zu treiben. Selbst sicher geglaubte Dinge wie das Grundwasserproblem erweisen sich nun als Phoenix aus der Asche und verursachen Mehrkosten. Das von Anbeginn des Projektes die Erlöse für die Grundstücke zu hoch angesetzt waren, machte das Projekt zwar passender nun aber zum Finanzproblem.

Das Umfeld des Phoenixsees wird in Zukunft auch kein Vorzeigegebiet werden, da es für ca. 10-15 Jahre ein Baustellengebiet bleiben wird. Die neue Moschee in unmittelbarer Nähe wird möglicherweise auch potentielle Ansiedler anlocken - oder?

Die Verantwortliche für das Desaster: OB Langemeyer, Stadtplaner Sierau (SPD-OB Kandidat), Alt-Vorstandschef DSW21 Heinze und Nachfolger Pehlke sowie einige mitwirkende Größen aus der Lokalpolitik sollten hier zur Rechenschaft gezogen werden - oder?

01.06.2009
20:56
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von zula | #6

Als wenn die SPD schon jemals mit ehrlichen Zahlen gearbeitet hätte. Und in Dortmund schon mal gar nicht.

01.06.2009
20:12
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von eleven | #5

Sie weisen auf große Verkehrsachsen hin, die das Wohnquartier umgeben.

So kann man die Einflugschneise des Flughafens umschreiben, und die B236, die - Ironie der Industrie -
geschichte - zuerst Fördermassnahme für den
Vorbesitzer, Hoesch, war.
Trotzdem konnte das
Gelände keine Brache bleiben; das Fluten alter
Industrieflächen ist zudem eine erprobte Massnahme im Rahmen von Strukturwandel, wurde auch im Ausland bereits erfolgreich durchgeführt.
Erstaunlich, ja eigentlich UNGLAUBLICH ist allerdings, dass SPDdominierte Organe, die
Beschaffenheit des Geländes falsch eingeschätzt haben. Die SPD ist doch gestopft mit Leuten aus
der Stahl- und Bergbaubranche. Auch bei der Stadt und
ihren Werken war genug Sachverstand versammelt : entweder liegt ein eklatantes Versagen vor oder es wurde bewusst mit falschen Zahlen operiert.

01.06.2009
19:49
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von Franzi F. | #4

Glaub ich auch nicht. Das Ding ist ein super Projekt, dass den Erholungswert im Stadtteil enorm erhöht.

Ich bin froh, dass die Sozis so klug waren aus dem alten Phönixgelände was zu machen.

01.06.2009
18:50
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von juergengojny | #3

Ein Millionenjoch, in dem am Wahltag die (un)verantwortlichen Pampersträger (d. h. Politiker) allesamt versenkt werden. Von DVU-Faschisten über Spezialdemokraten bis hin zu pseudolinken Kurrastodesschützen mache ich da nicht die geringsten Unterschiede!!!

01.06.2009
18:50
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von 840 | #2

Was in keinem Prospekt steht,ist das in dem See absolutes Badeverbot besteht. Der Grund ist ,in den über Jahrzehnten eingedrungenen Giftstoffen im Boden . Eine Entsorgung dieses Problems würde die Kosten dieses Lochs verzehnfachen. Aber natürlich wird darüber nicht gesprochen. Mich wundert nur das die Fraktion der Grünen diese Sache nicht publick macht.Sind die an den eventuellen Einnahmen beteiligt? Ein Schelm der böses denkt.
Aber sieht man mal wieder wie unsere gewählten Volkvertreter mit unseren Steurmillionen umgehen.
Einfach nur *******! Mehr kann man dazu nicht sagen.

01.06.2009
18:31
Dortmunder Vorzeigeprojekt Phönixsee ein Millionenloch?
von mulle | #1

naja, hauptsache langemeyer hat sich ein weiteres denkmal gesetzt! lol

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