Dortmunder Datenskandal wohl Straftat
29.07.2009 | 07:42 Uhr 2009-07-29T07:42:00+0200
Dortmund. Keine Schlamperei, sondern eine Straftat wie Unterschlagung oder Diebstahl ist der Grund für den Datenskandal. Monatsabrechnungen und Kontoverbindungen von rund 100 Lokalpolitikern hatte ein Passant auf einer Straße gefunden. Die Stadt hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.
Nach ersten Ermittlungen geht der Fund Dutzender Belege mit den Namen, Anschriften und Kontodaten von Rats- und Beiratsmitgliedern auf offener Straße in Dortmund wohl nicht auf Schlamperei, sondern viel eher auf eine Straftat wie Unterschlagung oder Diebstahl zurück. Daher hat die Stadt gestern Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.
Wie OB Langemeyer mitteilte, war am Donnerstag letzter Woche weit mehr innerstädtische Post verschwunden als nur die aktuellen August-Abrechnungen für ehrenamtliche Mandatsträger - darunter ein Grundbe-sitzabgabenbescheid. Diese Schriftstücke mitsamt offensichtlich aufgerissener Umschläge waren aber von Stadtbediensteten auf einer stark befahrenen Straße entdeckt und von der Polizei sichergestellt worden. Langemeyer zeigte sich gestern überzeugt, dass die Stadt inzwischen sämtliche auf offener Straße verteilten Belege wieder in Händen hält - bis auf jene Abrechnungen für Kommunalpolitiker, die ein privater Finder nicht der CDU -Ratsfraktion anvertraut, sondern zurückbehalten hatte, bevor er für 14 Tage in den Urlaub fuhr.
Die von CDU, SPD und Grünen beantragte Sondersitzung des Rates hat der OB für den 6. August anberaumt.
09:18
Diese Sondersitzung des Rates kostet dann nochmal Geld. Welch ein Sommertheater.
08:23
das war keine straftat das war eine lückenlose aufklärung wohin unsere steuergelder gehn.danke
06:46
Das Ganze läßt hoffen, es ist ein Beitrag zu mehr Transparenz und gegen die übliche Mauscheleien.
Wenn Behörden mit Auskünften über Hintergründe, Hintermänner schweigen, muß doch jemand für mehr Demokratie durch mehr Öffentlichkeit sorgen.
00:49
Die Unterschlagungen und der Kokain-Skandal im Büro des Dortmunder OB war ja auch eine Straftat und keine Schlamperei ;-) Die Nachbarstadt Hagen hat ja den Derivat-Skandal von über 50 Millionen Euro und die Affäre um den Stadtmarketingverein.
22:51
lol
Jaaa, haltet den Dieb.
Also, mit einer ehrlichen Zugabe der Schlamperei hätte ich leben können, aber diese scheinheilige Anzeige gegen Unbekannt und dem Bekenntnis dass es viel eher einer Straftat zuzuordnen ist, lässt das ganze nochmehr in die Lächerlichkeit abgleiten wenn es nicht so ernst wäre....