Dortmund ist die Armutshochburg in NRW
19.05.2009 | 07:06 Uhr 2009-05-19T07:06:00+0200
Düsseldorf. In NRW ist jeder siebte Bürger arm. 14,5 Prozent der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Das heißt: Ihr Einkommen lag unter 721 Euro im Monat. Besonders viele Arme leben der Statistik nach in Dortmund. Noch dramatischer ist die Situation in weiten Teilen Ostdeutschlands.
Jeder siebte NRW-Bürger ist arm. 14,5 Prozent der Bevölkerung oder 2,6 Millionen Einwohner lebten 2007 mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf mitteilte.
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Als einkommensarm gelten gemäß EU-Definition Personen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügen. In NRW liegt dieses Durchschnittseinkommen bei 1200 Euro netto pro Person im Monat. Die Armutsschwelle liegt demnach bei 721 Euro.
Die Armutsgefährdungsquote in Nordrhein-Westfalen lag im Jahr 2007 etwa auf dem Niveau des bundesdeutschen Durchschnitts von 14,3 Prozent. Vor allem Alleinerziehende (40 Prozent), Zuwanderer (29,1 Prozent) und Menschen mit geringer Qualifizierung (33,8 Prozent) haben ein hohes Armutsrisiko.
Die meisten armen Menschen im Vergleich zum Durchschnittseinkommen in NRW leben in Dortmund und dem östlichen Ruhrgebiet (17,9 Prozent) sowie in der Emscher-Lippe-Region (16,5 Prozent). Die niedrigsten Armutsquoten haben das Münsterland (11,7 Prozent) und der Raum Bonn (12,5 Prozent).
Die Zahlen beruhen auf Ergebnissen des Mikrozensus 2007 für die «Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik» der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder.
Ostdeutsche viel stärker betroffen
Allerdings sind Ostdeutsche nach wie vor deutlich stärker von Armut betroffen als Westdeutsche. «Die regionale Betrachtung der Armut führt uns erstmals vor Augen, dass Deutschland nicht nur sozial, sondern auch regional ein tief zerrissenes Land ist», kritisierte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.
Der Verband legte am Montag in Berlin den ersten regionalen Armutsatlas für die Bundesrepublik vor, der auf Berechnungen des Mikrozensus für das Jahr 2007 basiert, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder im Rahmen des Projekts «Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik» erstmals erstellt haben.
Verödung ganzer Landstriche
20 Jahre nach dem Mauerfall sei Deutschland nicht länger zwei- sondern mindestens dreigeteilt, unterstrich Schneider. «Wenn die ärmste Region eine viermal so hohe Armutsquote aufweist wie die reichste, hat das mit gleichwertigen Lebensverhältnissen nichts mehr zu tun." Er forderte zum schnellen Handeln auf: «Wenn wir nicht sofort und massiv gegensteuern, wird die Verödung ganzer Landstriche nicht mehr aufzuhalten sein.»
Deutliche Kritik übte Schneider am Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Die zehn Milliarden Bundesmittel für Investitionen in Bildung und kommunale Infrastruktur flössen zu einem Drittel in die drei Bundesländer, die mit Abstand die geringsten Armutsquoten aufwiesen. Eine solche Mittelverteilung sei ökonomisch unvernünftig und sozial ungerecht. Maßnahmen wie die Abwrackprämie würden die Spaltung zwischen Arm und Reich noch vergrößern, anstatt sie zu schließen.
In Mecklenburg-Vorpommern jeder Vierte betroffen
Während in Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3 Prozent) und in Sachsen-Anhalt gut ein Fünftel (21,5 Prozent) der Bevölkerung weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung hat, trifft dies in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg (10 Prozent) und Bayern (11 Prozent) nur auf rund ein Zehntel zu, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.
Doch auch in Westdeutschland sind deutliche Unterschiede festzustellen. Nordwestdeutschland liegt mit fast 15 Prozent deutlich über dem süddeutschen Bereich. So sind in Bremen ebenso viele Menschen von Armut betroffen wie in manchen ostdeutschen Regionen (19,1 Prozent), in Niedersachsen sind es immerhin 15,5 Prozent. Insgesamt betrug die Armutsgefährdungsquote in Deutschland im Jahr 2007 14,3 Prozent. Besonders von Armut bedroht sind erwerbslose Personen sowie Alleinerziehende und deren Kinder. (ddp)
09:26
Kann mir mal jemand erklären wie unserer Eltern das in den 50,er und 60,er Jahren geschafft haben uns ohne Tam Tam auf die Gleise des Lebens zu stellen?
Was ist eigentlich nötig um anständig zu leben?
Setzt Euch mal auf den Flur der ARGE Dortmund um und seht den Leuten mal zu wenn ständig irgend wo ein Handy klingelt,wenn gesagt wird,halt mal frei,ich geh mal eine qulamen.Der Nächste zieht ständig den Flachmann heimlich aus der Tasche,andere sind völlig schmerzlos und kommen bereits mit der offenen Flasche Bier ins Amt.
Diese Ausführungen stammen von einer Freundin,die seit geraumer Zeit arbeitslos ist und in Dortmund lebt.
Hier hat sich anscheinend eine Unterschicht gebildet,die für den normalen Arbeitsmarkt verloren scheint.
Man hat sich in der Hoffnungslosigkeit eingerichtet.
Schade....
21:07
Die Hartzis sollten sich auf Genussgutscheine einstellen, damit ist auch ausgeschlossen, dass sie das Kindergeld sachfremd einsetzen. Und siehe das eingesetzte Geld reicht auf einmal weil Genussmittel wie Tabak Od Alkohol natürlich nicht dabei sind.
15:01
Sorry, Gelsenkirchen.
Jetzt seid ihr nicht einmal mehr Koenig der Hartz en
07:02
@82
Die meisten Hartz4 Empfänger
Sie machen sich das aber Einfach, welcher HartzIV-Empfänger hat denn die Wohnung die nach dem Tarif bezahlt wird, da fängt erst mal Zuzahlung an. Woher wissen sie das die Menschen nicht mit Geld umgehen können? Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel. King of the World, its a night time world..
Kiss oder Queen? Ich bin mir jetzt nicht sicher..
nene, man sollte erst mal Hinterfragen was ich der vermurksten Presse auch rate..
Gruss
06:47
@80; nicht genau so gut, natürlich nicht. Blöde Frage. Aber geht sicher auch. Ich wollte ja auch nur sagen, dass jeder der 721€ hat damit leben kann. Das ist nicht arm. Das Problem ist eher dass viele nicht mit Geld umgehen können. Das sollte man den Leuten mal beibringen. Die meisten Hartz4 Empfänger würden auch Probleme haben, wenn sie 200€ mehr im Monat hätten, weil sie einfach nicht mit Geld umgehen können. Am Monatsanfang wenn sie ihr Geld bekommen denken sie, sie sind King of the world und benehmen sich auch so. Kein Wunder das am Ende dann das Geld knapp wird.
06:39
@80
können sie das auch mit 721€ genauso gut ?
:-)
06:23
@79; ne ich habe im Monat ca. 840€. kann davon aber recht gut leben, zahle meine Miete pünktlich, gehe ins Kino und zum MSV und kann jeden Monat sogar noch 50€ sparen.
06:17
@78
ich hoffe sie müssen nicht mit 721€ klar kommen, denn dann wollen wir Ihr Geschrei hier nicht hören...
06:12
Wer als Alleinstehender 721€ im Monat hat gilt als arm. Die spinnen doch, die diesen Armutsbericht verfasst haben. 721€ im Monat das ist mehr als genug. Natürlich kann man dann keine Reise mehr nach Jamaica machen aber zum normalen Leben in Deutschland sollte das allemal reichen. Mit so einem Bericht kann man die Stimmung auch anheizen.
01:18
Ahh, Dr. F... und seine Speißgesellen plustern sich mal wieder auf! Glauben die doch tatsächlich, die Bevölkerung hinter sich zu haben! Nur weil von - eher bemittleidenswerten - Zeitgenossen wie mobel Zustimmung kommt? Zum kringeln, wenns nicht so ein ernstes Thema wäre...
Bei der letzten Demo gegen die Krisenpolitik vergangenen Samstag in Berlin und andernorts konnten mal eben über 100 000 Menschen möbilisiert werden! Wieviele hundert Umzüge bräuchtet ihr, um auch nur annähernd an diese Zahl zu kommen, eh?
In dem Sinne, elektrosteiger und Dr. F...: träumt weiter! Und baut weiter auf Leute wie mobel, der scheins immer noch nicht begriffen hat, was für eine feige, hinterhältige Bande potentieller Totschläger und Demokratie-Schmarotzer ihr seid!
An der politischen Konsequenz des Erwachens werdet ihr keinerlei Teilhabe bekommen - da würde auch die von ihnen, Dr. F... letztens angedeutete Ausweitung eures braunen Terrors nichts dran ändern, capice?