Dortmund: Anklagen wegen Neonazi-Krawallen
28.07.2009 | 16:42 Uhr 2009-07-28T16:42:00+0200
Dortmund. Rund drei Monate nach den sogenannten Mai-Krawallen von Neonazis in Dortmund hat die Staatsanwaltschaft die ersten drei Anklagen erhoben. Die Rechtsextremen hatten die DGB-Kundgebung am 1. Mai gestört und Polizisten angegriffen.
Zwei der drei Beschuldigten sollen unter anderem Steine auf Polizisten und Polizeiwagen geworfen haben, teilte eine Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Am 1. Mai hatten Rechtsextremisten eine DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit in Dortmund gestört. Vermummte griffen mit Holzstangen und Steinen Kundgebungsteilnehmer an. Mindestens ein Teilnehmer der DGB-Veranstaltung und fünf Polizisten wurden verletzt, neun Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt. Gegen 404 Menschen wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Die Krawalle beschäftigten auch den NRW-Landtag.
Die Dortmunder Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass in den kommenden Wochen noch weitere Anklagen erhoben werden. Allerdings seien auch zahlreiche Ermittlungsverfahren wieder eingestellt worden.
14:26
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22:33
Da halten sich die Neonazis für total klug und machen einen nach aussen hin auf Demokraten oder Alternative und dann kommen wieder so ein paat kriminelle Holzköpfe und zerstören ihr eigenes neues Image, welches sie gerne hätten.
Dabei täuschen sie doch höchstens 16j. und die verlassen dann auch alle schnell wieder diese Haufen wenn sie erstmal merken was das eigentlich für rückständige Vollidioten sind. Und diejenigen, die das nicht merken, tun das nur aus einem Grund nicht ;)
Hoffentlich sperren sie dieses Verbrecherpack schön lange ein!.
10:53
Arbeitslose und orientierungslose Jugendliche tendieren generell zum rechten Lager?
Das habe ich nicht beobachten können. Auch Alkoholismus mag zwar Alkoholprobleme nach ich ziehen, macht darum aber den Betroffenen noch nicht zu einem Rechten, was wiederum nicht bedeutet, daß dort Alkohol nicht auch eine Rolle spielen könnte - wie dies bei Gewaltausübung sehr häufig der Fall ist.
Viele Jugendliche dieses Spektrums, und ich komme durchaus herum, suchen sich eher Halt in linken bis linksradikalen Gruppen. Der Grund ist nicht zuletzt auch die gewisse soziale Ausrichtung, die diese in den Augen vieler repräsentieren. Auch hier gibt es eben kein einheitlich rechtsradikales Potential. Es ist keine Hilfe, wenn diese Jugendlichen stigmatisiert werden, auch für die nicht, die rechten Bauernfängern schon auf den Leim gegangen sind. So etwas treibt sie nur immer weiter hinein in extreme Ansichten, die zunehmend auch mit Gewalt ausgetragen werden. Wir brauchen ein Politik, die diesen Gruppen von vorn herein das ideologische Wasser entzieht. Dazu muß allerdings weit mehr getan werden als nur, den Kampf gegen diese Gruppen zu propagieren, auch wenn nicht in Abrede zu stellen ist, daß der notwendig wäre.
10:25
Das Gericht sollte hier nichts strafmildernd berücksichtigen!
Sicher, es ist bekannt, dass junge Menschen zum rechten Lager hin tendieren, wenn sie arbeitslos sind, orientierungslos sind und Halt in einer Gruppe suchen, die oft und übermäßig Alkohol konsumieren.
Dies alles kann keine Rechtfertigung dafür sein, Halt in einer rechtsextremen Gruppe zu suchen und schon garnicht, das Demonstarationsrecht, dass ja auch ihnen zusteht, zu Gewalttaten zu mißbrauchen.
Es sollten Strafen verhängt werden, die auch generalpräventive Ausstrahlung haben und potentielle Nachahmer von derartigen Straftaten abzuhalten.
20:56
#1, 2 Wer Gewalt übt, sei es nun mit oder ohne Holzlatten, der gehört aus dem Verkehr gezogen. Das hat zu geschehen ohne Rücksicht auf Nationalität, Herkunft oder politische Ausrichtung. Die römische Göttin Justitia hat eine Augenbinde - sie ist bekanntlich blind und hat auch blind zu bleiben. Es gibt kein Ansehen der Person. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Punktum.
18:58
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16:16
Ein schönes Bild von den Aufräumern. Ich hoffe, die Strafe wird deutlich ausfallen.