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Die Zahl der Verkehrstoten stieg 2007 auf 732 an

25.02.2008 | 22:54 Uhr

Vor allem Motorradfahrer sind gefährdet

Düsseldorf. Wegen vieler schwerer Motorradunfälle stieg die Zahl der Verkehrstoten in NRW 2007 erstmals seit Jahren wieder an: 732 Menschen starben, vier mehr als 2006. 125 Motorradfahrer kamen ums Leben - vor allem aufgrund des schönen Frühjahrs, das die Kradfahrer nach Ansicht der Polizei zu leichtsinnigem Rasen verführte.

"Das Todesrisiko für Motorradfahrer ist 18mal höher als für Autofahrer", gab NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) an. "Unser Ziel bleibt, mit Raser-Kontrollen, Schockvideos und Aufklärung die Zahl der Verkehrstoten bis 2015 zu halbieren." Täglich sterben bundesweit 14 Menschen im Straßenverkehr (2007 insgesamt: 4970), zwei davon verunglücken pro Tag in NRW tödlich. Allerdings waren vor über 40 Jahren allein in NRW 13 Verkehrstote am Tag zu beklagen.

Insgesamt kletterte die Zahl der Verkehrsunfälle auf ein neues Rekordhoch von über 572 000, davon allerdings zwei Drittel mit Bagatellschäden. Vor allem junge Fahrer sind unfallgefährdet: Sie verursachen ein Fünftel der schweren Unfälle. Wolf lobte die gestiegene Anschnallmoral der Autofahrer, bemängelte allerdings, dass Kinder auf kurzen Strecken oft nicht angegurtet werden. "Doch gerade innerorts stieg die Zahl der Getöteten an", warnte Wolf.

Von Peter Szymaniak

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Kommentare
26.02.2008
17:51
Die Zahl der Verkehrstoten stieg 2007 auf 732 an
von krusenbaum | #1

Leider wird die Tatsache, dass die meisten Motorradfahrer deshalb zu Tode kommen, weil ihnen ein Autofahrer die Vorfahrt nimmt, vollständig ignoriert. Zu den häufigsten Ursachen für schwerere Unfälle gehören u. a. falsches Abbiegen und Wenden sowie sonstige Vorfahrtsverstöße. Hierdurch kommen immer wieder Motorradfahrer erheblich zu Schaden. Zu hohes Tempo spielt dagegen (zahlenmäßig) eine geringere Rolle.
Trotzdem setzt man auf Raser-Kontrollen und empfiehlt Motorradfahrern Sicherheitstrainings, die viele ohnehin absolvieren. Aufklärung und Trainings für Autofahrer könnten da deutlich mehr helfen. Anders als Geschwindigkeitskontrollen spülen solche Aktionen allerdings kein Geld in die Kassen.

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