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Rhein und Ruhr

Die Rückkehr der Lachse

29.06.2013 | 00:19 Uhr

Hagen. Den Lachs wieder in NRW heimisch zu machen, war lange Zeit so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen. Die Ruhr – war ein Schwefelfluss. Die Wupper – mal grün, mal blau, mal rot von der Färberei. Und selbst die Sieg – abgeriegelt mit Kraftwerken und Wehren wie eine Festung. Aber es gibt ja Menschen, die haben Visionen. Und ausreichend Leidenschaft, um die ganz dicken Bretter zu bohren. Martina Richter zum Beispiel kann man vier Tage die Woche im „Lachszentrum Hasper Talsperre“ antreffen, wo sie die Fische päppelt, die einmal zum Laichen und Sterben die Flüsse Europas hinaufziehen sollen.

Rund 400 000 grüne Eier haben sie auch diese Saison wieder aus heimischen Gewässern gefischt, die Ehrenamtlichen des Vereins „Atlantischer Lachs“ mit Sitz in Essen. Ein Verein im industriellen Zentrum Deutschlands will den Lachs retten!? ... Die Ruhrfischereigenossenschaft sitzt hier, die Vertretung der Hobby-Angler in der Region. Die 46-jährige Martina Richter aus Solingen ist eine von ihnen. Sie kontrolliert die Brutschränke in der mächtigen Staumauer, durchströmt vom kalten Wasser. Und bevor die Larven schlüpfen, bringen Richter und ihre Kollegen die Eier hinunter in die mit Spendengeldern gezimmerte Halle, wo die Fische in Becken aufwachsen.

Sie mussten die Lachszucht noch einmal neu erfinden

„Der Lachs ist einfach ein toller Fisch, und wir finden das Projekt gut.“ So einfach klingt das – Anglerin aus Überzeugung. Aber selbstverständlich ist es natürlich nicht, dass sich Hunderte Angler aus halb Europa jedes Jahr in Hagen treffen, um die Lachse mit einem Schnitt in die Fettflosse zu markieren, bevor sie ausgewildert werden. Und der Verein musste die Lachszucht quasi neu erfinden. „Sie bekommen das Know-how nicht“, sagt Chefzüchter Dietmar Firzlaff. „Alles Betriebsgeheimnisse.“ Heute weiß er: In den runden Becken muss außen eine Strömung herrschen, in der Mitte simulieren Gummimatten das Kiesbett. Und dass die Lachse draußen überhaupt eine Chance haben, ist das größte Wunder.

Besonders in Sieg und Wupper werden jedes Jahr Dutzende Rückkehrer gesichtet (es sind natürlich deutlich mehr, als gezählt werden). Flüsse müssen dafür komplett umgemodelt werden. Zu kleine Kläranlagen laufen über bei Hochwasser. Gelangt zu viel Dünger ins Wasser, wachsen die Algen und verbrauchen zu viel Sauerstoff. Man muss also Streifen entlang der Flüsse freihalten von Landwirtschaft. Talsperren leiten zu kaltes Wasser aus der Tiefe des Sees durch ihre Turbinen. Sie müssen nachgerüstet werden mit Wassernehmern, die sich aus verschiedenen Temperaturschichten bedienen.

Vor allem aber versperren Wasserkraftwerke und Wehre den Wanderfischen den Heimweg. Das ist auch das große Problem der Ruhr, erklärt Dr. Heiner Klinger vom Landesamt für Umwelt (Lanuv). Weil man mit den knappen Geldmitteln in anderen Flüssen schneller Ergebnisse erzielen kann, „gehört die Ruhr nicht zu den Vorranggewässern für den Lachs“. 53 Stauanlagen gibt es in der Ruhr, etwa zwei Drittel sind mit Fischtreppen versehen, um Aal, Bachforelle, Barbe oder Äsche das Hin- und Herwandern zu ermöglichen.

Aber die gesamte Ruhr durchgängig zu machen, würde wohl 220 Millionen Euro kosten – all die Interessenkonflikte einmal ausgeblendet –, zumindest kommt eine Studie der Ruhrfischereigenossenschaft von 2004 auf diese Zahl. Realistischerweise bleibt sie also gesperrt für den Lachs. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen?

„Wir wollen eine Durchgängigkeit von der Mündung bis zum Baldeneysee hinkriegen“, erklärt Stefan Jäger, Geschäftsführer der Ruhrfischereigenossenschaft und des Atlantischen Lachs e.V.. Schon 2002 hat der Verein am Essener Deilbach Lachse ausgesetzt. In den drei Jahren darauf haben die Ehrenamtlichen sogar die Lachse mit einem umgebauten Boot, in einer Art offenem Käfig bis zur Rheinmündung in Duisburg geschleust, um sie ans Wasser zu gewöhnen.

Bis Mülheim haben sich Jahre später einige Rückkehrer durchgeschleust; vielleicht waren es auch Streuner. 2008 und 2009 haben sie hier sogar gelaicht; aber damals war auch eine Schleuse in Duisburg kaputt, weswegen eine zweite mit dreifacher Frequenz arbeitete. Dadurch wurde es leichter für die Fische, ihren Weg zu finden.

Es wird wohl viele Jahre, Millionen, Anträge und Gespräche kosten, bis die Sperren in Kettwig, am Baldeneysee und in Duisburg passierbar werden, erklärt Stefan Jäger. „Aber was wir für den Lachs schaffen, erreichen wir für viele Arten. Auch für den Menschen.“

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Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Den Lachs wieder in der Ruhr heimisch zu machen, ist etwa so unwahrscheinlich wie eine Oper am Amazonas zu bauen.

Das Ziel ist es auch auf Flussabschnitten die Durchgängigkeit zu verbessern. der lachs muss zwar immer aus dem Meer anreisen, andere Fische wie dei Barbeoder die Äsche aber laichen im Fluss selbst und wandern nur abschnittsweise.

An der oberen Ruhr klappt das schon ganz gut, unten gibt es die größten Schwierigkeiten

1880 bis 1885 wurden noch fast 250 000 Tiere registriert, Anfang des zweiten Weltkrieges waren es noch circa 3000. Die letzten Lachse im Rhein sind in den 50er-Jahren gefangen worden – Raritäten schon damals.

Es ist ja schon Wirklichkeit geworden:

53 Stauanlagen mit fünf großen Stauseen. Aktuell sind 33 Querbauwerke mit Fischtreppen versehen

Eine Studie von 2004 beziffert die Kosten für eine

Wanderwege in der Ruhr: 21 Millionen Euro von der Rheinmündung bis in die obere Äschenregion.

Diese müssen bis zu 52 Wasserkraftstandorte

passieren. In Bezug auf den Fischschutz wurden 3 Szenarien mit

verschiedenen Schutzquoten und -arten sowie Techniken bzw. Managementmethoden

durchdacht. Im Ergebnis wären hierfür Investitionen von bis

zu rund 200 Millionen € erforderlich.

In der Ruhr wird eher daran gearbeitet, den Aalen ein Überleben zu sichern, indem zum Beispiel Gitter vor Turbinen gesetzt werden

54 000 Hektar Fischeriegewässer

260 000 Angler

Es ist überliefert, dass die Lachse, die im Herbst 1668 bei Arnsberg gefangen wurden zwischen 11 und 13 Kilo wogen. In Mülheim-Broich wurden in drei Winterwochen des Jahres 1842 allein 3840 Pfund gefangen.

2002 haben sie mal im Deilbach 10 000 Lachsbrütlinge ausgesetzt. Ein Jahr später dann sind sie mit einer umgebauten Schute aufgebrochen und haben die Lachse im offenen Boot vom baldeneysee bis unterhalb des ersten Ruhrwehrs in Duisbugr transportiert, um sie an das Wasser zu gewöhnen. Drei Jahre lang haben sie das so geprobt. Der Plan sah vor, parallel eine fangstation einzurichten, die Lachse also bei Duisburg zu fangen und an den hindernissen vorbei nach oben zu schaffen.

Im Juli 2002 hat es ein Lachsweibchen bis Mülheim-Kahlenberg geschafft, bis vors dritte Ruhrwehr.

Und auch bei Duisburg hat man 2003 wieder einen Lachs gefangen.

2008 und 2009 hat man ein paar Brütlinge gefangen bei Mülheim, echte Mülheimer Lachse. Entweder sind ein paar ausgesetzte Lachse zurückgekehrt oder Streuner. Wie sind sie dorthin gelangt? „Die Ruhrorter Schleuse war damals kaputt, die zweite Schleuse am Ruhrwehr in Duisburg hat darum ihre Frequenz verdreifacht.“ So entstand für die Fische eine Art künstliche Leitströmung, der sie folgten. Sie schleusten sich gegen den Strom empor.

Die Bachforelle (aus der Familie der Lachsfische) lebt ja schon wieder hier. Die Äsche ebenfalls, der Hecht, verschiedene Karpfenarten, Aale und sogar Barsche sind heimisch in der Ruhr und ihren Nebenflüssen. Man kann sagen: Die Forellen leben im Oberlauf bis Olsberg hinab. Die anschließenden 60 Kilometer (bis Menden) sind Äschenregion. Die Lenne und die Volme etwa galten bis Anfang der siebziger Jahre als biologisch tot. Und bis fast zur Mündung mögen es die Barben. In den letzten zehn Kilometern bis zur Rheinmündung in Duisburg sind Brassen heimisch.

Wichtige Umbaumaßnahmen: das Duisburger Wehr (Ruhrschleuse in DU-Ruhrort).

„Die Ruhr ist kein Vorranggewässer“. Das heißt: Die Gelder von Land und EU fließen in andere Flüsse, dort wo sie effektiver etwas bewirken. Das ist sicher sinnvoll, bedeutet aber auch, dass auf unabsehbare Zeit die Ruhr für Lachse „gesperrt“ bleiben wird. Aber liegt es nicht im Wesen der Vision, sich gegen den Zeitgeist zu stemmen. Es gibt Menschen, die arbeiten trotzdem dafür. Der Atlantische Lachs e.V., die Ruhrfischereigenossenschaft.

Der Atlantische Lachs e.V. dagegen glaubt, dass die Lachse wieder im Deilbach heimisch werden können. Wenn die Staukraftwerke in Kettwig und Baldeney und die Wehre davor passierbar

Das Leben ist hart aber das nehme ich in Kauf

Zum laichen und sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Chronik:

1776-1780 wurde die Ruhr von Friedrich dem Großen schiffbar gemacht. 16 Schleusen werden eingerichtet

um 1800 Anzeichen für eine Überfischung

1853 Beseitigung von Wehren als Hinderniss für die Schiffahrt

1879 erstmalig Lachsbesatz zum Wiederaufbau der Bestände

1881 Rheinisch Westfälische Fischereigenossenschaft wird gegründet

1885/86 Lachsvertrag: Die Rheinanliegerstaaten vereinbaren etwa den Bau von Fischtreppen

1898 Lachsbesatz wird aufgegeb, die Ruhr ist zu massiv verschmutzt

1895 Fang von 400-500 Kg Lachs bei Herdecke

ab 1915 Beginn des Neubaus von Wehren, Schiffahrt schon lange nur noch in der unteren Ruhr

1921 erste Fischaufstiegsanlage in Mülheim

1932 Aufstauung des Baldeneysees

ab 1986 nach Sandoz-Unfall: Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität, erste Wanderfischprogramme

1998 das Wanderfischprogramm NRW wird offizielle ins Leben gerufen

2000 EG-Wasserrahemrichtlinie setzt Ziel der Durchgängigkeit

Matthias Korfmann

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http://www.derwesten.de/region/rhein_ruhr/die-rueckkehr-der-lachse-aimp-id8128253.html
2013-06-29 00:19
Rhein und Ruhr