Die Polizei in NRW rüstet auf
19.06.2009 | 08:05 Uhr 2009-06-19T08:05:00+0200
Düsseldorf. Reaktion auf die Krawalle in Düsseldorf und Dortmund: NRW will Beamte mit neuer Ausrüstung besser gegen gewaltsame Angriffe schützen. Sie werden künftig mit Helm und Schlagstock ausgestattet, kündigte Innenminister Ingo Wolf an.
Klagen über Gewalt gegen Polizisten haben auf der Tagesordnung des Landtags mittlerweile ihren festen Platz – im Innenausschuss war am Donnerstag davon gleich mehrfach die Rede. Nach Angriffen auf Beamte bei der Mai-Kundgebung in Dortmund und Krawallen randalierender Fußballfans am 23. Mai in Düsseldorf mit verletzten Polizisten rüstet NRW die Polizei wirkungsvoller gegen gewalttätige Angriffe aus.
Beamte im Streifendienst, so Innenminister Ingo Wolf (FDP), sollen künftig einen Helm und einen speziellen „Einsatzmehrzweckstock” erhalten, um Angreifer besser auf Distanz halten zu können. Wolf: „Das ist kein klassischer Schlagstock.” Eine Expertengruppe im Ministerium hatte Vorschläge für einen besseren Schutz der Polizisten entwickelt, und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte sie sich im Interview mit der WAZ zu eigen gemacht. „Wenn die Politik nicht handelt, werden wir zu Prügelknaben”, warnte der Landesvorsitzende Frank Richter. Wolf formulierte es zurückhaltender: Die Polizei setze weiter auf Bürgernähe und Deeskalation, müsse aber „gegen Angriffe gerüstet sein.”
Schon seit 2002 erhalten alle neuen Polizeianwärter in NRW laut Wolf während ihrer Ausbildung einen Einsatzhelm. Außerdem seien Funkstreifenwagen mit einem neuen Videosystem gesichert worden, die Beamten hätten persönliche Unterziehschutzwesten und neue Dienstwaffen erhalten. „Absolute Sicherheit” könne aber nicht gerantiert werden, räumte Wolf ein.
Bilanz der Dortmunder Mai-Demo
Das belegt die Bilanz der Mai-Demo, bei der gewaltbereite Neo-Nazis gegen Polizisten und Demonstranten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern vorgingen. Nach der Festnahme von 293 Verdächtigen wurden bisher gegen 405 Personen aus dem rechten Spektrum Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Von den 244 Beschuldigten aus NRW kamen 37 aus Dortmund. Weitere 161 Gewalttäter stammten aus acht Bundesländern, die meisten mit 75 aus Thüringen. Aber auch aus den Niederlanden und Bulgarien reisten insgesamt 15 Störer an.
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Bei den Festgenommenen stellte die Polizei unter anderem Reizgas, Hieb- und Stichwaffen, Quarzhandschuhe sowie Schussbecher für Signalmunition sicher. Ermittelt wird auch wegen Körperverletzung von Polizisten. Die Wohnungen zweier mußmaßlicher Rädelsführer in Dortmund und eine weitere in Thüringen wurden durchsucht. Nach Angaben des Innenmimnisteriums kamen die gewalttätigen Übergriffe nicht spontan zustande, vielmehr seien sie „koordiniert und verabredet” gewesen. Unter den Beschuldigten sind 46 Frauen und 45 Jugendliche.
Bei Ausschreitungen in der Düsseldorfer Altstadt nach dem Fußballspiel Fortuna Düsseldorf gegen Werder Bremen II wurden 22 Bereitschaftspolizisten verletzt. Sie erlitten Prellungen, Verstauchungen und Verrenkungen, sechs Beamte waren vorübergehend dienstunfähig. Bei dem Polizeieinsatz wurden 23 Personen vorläufig festgenommen. Bis heute folgten 42 Ermittlungsverfahren.
22:05
@Knetmännchen
Wow, du hast aber viel Ahnung, nämlich gar keine.
Es sind beiweitem keine 20000 Bewerber und es werden auch nicht 500 Leute eingestellt, sondern 1100(bald 1400).
Was hier aber für Müll geschrieben wird, unglaublich.
23:09
„Einsatzmehrzweckstock” klingt wie das deutsche Pondon zum Schweizer Messer. Mit diesem Stock kann man wahrscheinlich schneiden, legen und fönen.
Des weiteren eignet sich der „Einsatzmehrzweckstock” hervorragend zum Unwort des Jahres.
06:50
Uranus60 du bist ein Hohlkopf! Wohl frustriert weil du den Einstellungstest nicht geschafft hast was? Aus etwa 20000 Bewerbern im Jahr werden in NRW höchstens 500 Leute ausgewählt. Jeder mit einem vernünftigen Abi in der Tasche. Nach dem anschließenden Studium bleiben ca. 300 Leute über. Die zu erlernende Theorie ist Jura, dazu kommt eine umfassende psychologische Ausbildung neben den anderen für den Beruf wichtigen Fähigkeiten die in der Praxis notwendig sind. Entscheidungen werden in dem Job in Sekunden und immer unter Streß getroffen. Das alles im Schichtdienst und manchmal unter eigener Gefährdung. Die deutsche Polizei gehört zu den rechtstaatlichsten Polizeien mit der umfassensten Ausbildung der Welt. Nur weil hier die Medien jeden Polizeieinsatz gnadenlos verreissen und du Schwachkopf vermutlich wegen ner Geschwindigkeitsübertretung mal einen Zwanziger bezahlt hast, oder Sonntags den Tatort siehst weißt du wie die Polizei funktioniert? Also Holzkopf geh nach Hause!
14:56
Der Innenminister sollte seine Polizisten nicht mit Schlagstock und Helm ausrüsten sondern mit mehr Hirn.
17:41
Knüppel aus dem Sack.... haut auf das Pack,
jetzt ruft erfreut der lange Ingo....... .......Bingo !
12:06
@Eisen 200
Als ob die frewillig beim Fussball Dienst machen. Bin eh dafür, dass das uns die Steuerzahler viel zu viel kostet, für ein paar Idioten welche beim Fussball Randale machen wollen, soviel Polizei dahin zu schicken. Am besten gar keine mehr. Sollen sie sich doch die Köpfe einhauen und dann kann sich auch keiner beschweren, dass die Polizei durch Ausrüstung provoziert hätte.
Der Umkehrschluß wäre ja auch, dass wenn keine (Provozierende) Polizei da ist, nichts passiert. Dann müsste ja jedes Fussballspiel absolut friedlich verlaufen.
11:59
@Eisen200
... wie ungerechtfertigt die Körperverletzung im Amt ist kann man schön in #14 sehen.
Es gibt bei der Polizei ziemlich viele unberechenbare Schläger. Das sollte man nicht unterschätzen. Das sind auch nur Menschen, von denen viele, eine ziemliche Macke haben ...
11:58
Immer wieder schön hier die Kommentare von Leuten zu lesen, welche wahrscheinlich selber in ihrem wohl klimatisiertem Büro sitzen, wo an der Einganspforte der Sicherheitsdienst darüber wacht, wer wann und warum das Gebäude betritt und verlässt.
Man sollte diejenigen mal mit auf Streife schicken. Wenn diese dann dem zumeist jugendlichen Bürger, welcher in Gruppen auftritt, Baseballschläger, Messer, usw. mit sich führt, ihr Deeskalationsgespräch vermitteln wollen. Wäre bestimmt eine sehr interessante Szene.
11:54
@Eisen200: Na und, beim Bürger ist es nicht anders. Hätten ja einen Beruf erlernen können. Der nette Schutzmann war gestern. Das ewige Gelaber von wegen Schutz kann ich nicht mehr hören. Die Polizei-Verkehrskontrolle-Veranstaltungssecurity (Fußball) mehr haben die Brüder nicht drauf uns sind noch faul dazu. Wer keine Lust darauf hat zu zweit in der Gegend rum zufahren, einen ewig steigenden Lohn + allen angenehmen Nebensächlichkeiten zu bekommen, der muss halt nicht zur Polizei. Wie soll man denn zu Jammerlappen aufblicken?
Gewalt ist keine Lösung, aber der Staat lebt es vor und wie immer wird geerntet was man sät.
09:58
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