Die Klassen bleiben groß
29.01.2009 | 17:52 Uhr 2009-01-29T17:52:00+0100
Düsseldorf. Die Schulklassen in NRW werden vorerst nicht kleiner. Frühestens nach 2010 will die Landesregierung Pläne umsetzen, die Klassengrößen jährlich um mindestens ein Kind je Klasse zu reduzieren.
Noch Anfang Januar hatte ein Sprecher des Ministeriums gesagt, man arbeite daran, in naher Zukunft die Klassengrößen zu vermindern. Schulministerin Barbara Sommer bestätigte, entsprechende Pläne würden in ihrem Haus ausgearbeitet. Verwirklicht werden könnten sie aber erst in der nächsten Wahlperiode.
Sommer stellte das Vorhaben unter den Vorbehalt, dass Landesfinanzminister Helmut Linssen (CDU) Ja sagt. Mit ihm sei darüber konkret noch nicht gesprochen worden.
"Wortbruch"
Die SPD griff Sommer daraufhin in der Haushaltsdebatte des Landtags massiv an. Bildungssprecherin Ute Schäfer verwies darauf, schon im Wahlkampf 2005 habe Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ein Versprechen für kleinere Klassen bis zum Jahr 2010 gegeben. "Die Schulministerin hat dieses zentrale Wahlversprechen schlicht einkassiert." Das sei "Wortbruch".
Im Schnitt 23 Kinder
Tatsächlich sind die Klassen in NRW trotz der Einstellung von zusätzlichen 6000 Lehrern seit 2005 immer noch besonders groß, wie das Statistische Bundesamt bestätigt. 23 Kinder sitzen im Schnitt hierzulande in einer Grundschulklasse. In Sachsen sind es nur 17. Landesweit gibt es an Rhein und Ruhr 6500 Klassen, in denen 30 Schüler und mehr unterrichtet werden. 58,5 Prozent der Klassen haben 28 Schüler und mehr. Ds ist besonders in Gesamtschulen der Fall.
Inzwischen gibt es aber einen Erlass des Düsseldorfer Schulministeriums, der das Überschreiten der Größe von 30 Schülern in Grundschulen untersagt.
10:52
Wie froh wären wir, wenn wir wenigestens schon mal eine Klasse der Durchschnittsgröße hätten. Das wären schon viel weniger Kinder pro Klasse als derzeit sowohl in der Grundschule als auch am Gymnasium in der Klasse sind. Ich frage mich, wie dieser Durchschnitt ermittelt wurde.....
Wir kennen hier j edenfalls keine Grundschule und schon gar kein Gymasium, die auch nur annähernd an den oben genannten Durchschnitt herankäme. Wo sind denn diese kleinen Klassen zu finden?
06:43
Gerade Frau Sommer hat sich bisher nur als Ankündigungsministerin profiliert.
Wurde während ihrer Amtszeit bsiher irgend etwas vernünftig umgesetzt?
Spitze des Eisbergs: Einführung des Abiturs nach 12 Schuljahren in 2006. Der passende Lehrplan soll zum Schuljahresbeginn 2009/10 in kraft treten!
Und der selbsternannte Arbeiterführer Jürgen R. lächelt dazu.
Wer den noch mal wählt, ist selber schuld !!!
03:42
jährlich um mindestens ein Kind je Klasse zu reduzieren.
Warum ? Da fehlen doch eh mehr,oder??
20:17
Ich kenne ein probates Mittel dagegen.
Abwählen und in die Wüste schicken...
Wie lange lassen wir uns noch ver..schen ?
19:04
Wohl wahr!!!!
Es gibt in der Tat wohl kaum einen Arbeitsplatz, der so marode ist , wie die meisten unserer Schulen!
Jeder moderne Betrieb hat für seine Angestellten einen Raum, in dem man sich in den Pausen GERNE aufhalten möchte und kann. Solche Räumlichkeiten sind in den meisten Schulen weder für Lehrer noch für Schüler vorhanden.
Wenn an die mediale Ausstattung der Lernanstalten einmal inspiziert überkommt einen das kalte Grausen.
Man kann keine vernünftigen Schülerleistungen produzieren, wenn an sie in ein Umfeld steckt, in dem sie sich nicht wohl fühlen können . Das scheint jedem einzuleuchten, der ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand hat - nur eben nicht unseren Politikern.
So ist das leider in unserer Bananenrepublik...
runningvalentino
18:18
Alles leere Versprechungen von Rüttgers und Co..
Die Situation an den Schulen der Sek.I sind katastrophal. Nicht nur, dass die Schulen schäbig sind wie kein anderer Arbeitsplatz in der Republik (für Schüler wie Lehrer) nein, auch die Platzsituation ist furchtbar, der Krach, die Überfüllung alles kann nicht zu guten Lehr- wie Lernergebnissen führen. Und das sind nur einige Minus Faktoren.
Schämen Sie sich, Landesregierung NRW.
17:54
Hallo Frau Merkel!
Ein dreifach Hoch auf die Bildungsrepublik Deutschland!
17:25
Eine erschreckende Perspektive! Jedes Jahr ein Kind weniger - nach spätestens 30 Jahren haben wir dann die kinderlose Klasse. Was geschieht dann mit den Lehrern?
17:18
Die Herren Politiker versuchen lieber ihre eigenen Taschen zu füllen , siehe Rente. Was hat der Sozi- Minister Röttgers den Bewohnern von NRW nicht schon alles versprochen , alles Dinge die der Bund zahlen müßte . Pfui
16:49
...bei uns (Altsprachlieches Gymnasium) sind es teilweise auch 33.
Doch das Tollste habe ich an meiner ersten Stelle vor 4 Jahren in Düsseldorf erlebt.. dort wurde eine Realschule neu gebaut, mit Klassenräumen, die vorsorglich nur für 28 Kinder ausgelegt sind und auch keine weitere Tischreihe mehr fassen.. an Realschulen, so auch an dieser, sind die Klassen bekanntlich bis 35 Schüler stark. Unterricht war nur sehr eingeschränkt möglich.
Warum die Klassen nicht schrumpfen und das auch in Zukunft nicht werden? Ist doch klar: Große Klassen = weniger Personal = weniger Kosten.
Und Geld pumpt unser Staat bekanntlich derzeit gewaltig in andere Kanäle.