Der Theoretiker: Michael Schreckenberg
27.07.2010 | 11:18 Uhr 2010-07-27T11:18:00+0200
Duisburg.Michael Schreckenberg ist Panikforscher, einer ohne Konzert- oder Demo-Erfahrung.
Direkt nach der Katastrophe, als deren ganzes Ausmaß höchstens erahnt werden konnte, sprach er schon in die Mikrofone. Michael Schreckenberg, Professor für die Physik von Transport und Verkehr an der Universität Duisburg-Essen. Der Tenor seiner Statements war immer derselbe: Am Sicherheitskonzept der Loveparade hat es nicht gelegen. Das war in Ordnung.
Am Rande der Pressekonferenz nach dem Desaster wurde er dann noch deutlicher. Plötzlich sprach er von „Einzelpersonen, die Gewagtes beginnen . . ., die auch eine gewisse Mitschuld trügen“. Gemeint waren jene Menschen, die in der Enge des Tunnelwegs begannen, nach oben zu klettern. Und noch einmal bestätigte der 53-Jährige, die Planung für die Loveparade sei so detailliert gewesen, „wie ich es noch nie erlebt habe“. Wenn es Lehren aus Duisburg zu ziehen gäbe, dann die, dass man in Zukunft bei solchen Sicherheitskonzepten mehr „auf die Dynamik der Menschen abzuheben habe“.
Nicht mit jedem einzelnen Zaun befasst
Schreckenberg wird oft als Stauforscher, neuerdings auch als Panikforscher bezeichnet. Der Physiker beschäftigt sich mit der Simulation und Optimierung von Transportsystemen in großen Netzwerken, mit Prognosen für Verkehr und Analysen von Menschenmengen, wie man auf seiner Internetseite nachlesen kann. Schreckenberg jedenfalls fand das Sicherheitskonzept für die Loveparade „plausibel“, obwohl er sich, wie er sagt, natürlich nicht mit jedem einzelnen Zaun befasst habe.
Dass er Theoretische Physik an der Universität Köln studiert hat, kann man sich gut vorstellen. Denn bei allem, was er erklärt, wirkt er genau so. Sehr theoretisch. Die einzige Veranstaltung mit größerer Menschenansammlung, die er je besuchte, sei das Red Bull Air Race in Berlin gewesen, an dem er mitgearbeitet habe. Kein größeres Rockkonzert, keine Demonstration mit Hunderttausenden hat er erlebt. Und so hat es etwas Zynisches, wenn er von einer Mitschuld jener spricht, die in ihrer Panik aus der Enge den Weg nach oben suchten.
23:05
Sehr geehrter Herr Professor Schreckenberg, wie peinlich kommen sie denn in der Spiegelausgabe 51/20.12.10 rüber?? Sie wußten angeblich nicht, dass es im Ein-/Ausgangsbereich eine Treppe gab?? Wußten sie denn überhaupt wo die LP stattfinden sollte und das da Menschen zum Feiern kommen?? Hat man ihnen vllt sogar nur das Sicherheitskonzept vom alljährlichen Marinamarkt vorgelegt ohne dass sie es bemerkt haben?? Welche Zahlen hat man ihnen verschwiegen, die, die jeder dem Internet entnehmen konnte?? Natürlich haben sie sich nicht gewundert wie der Postbote ihnen den Verrechnungscheck über 20.000 Euro in den Briefkasten geworfen hat, für eine Tätigkeit die sie angeblich niemals wahrgenommen haben. Sie sollten es besser so halten wie alle anderen Beteiligten, nichts sagen und verleugnen lassen. Wer sich von ihnen ein Sicherheitskonzept erstellen läßt, dem sollten sie den Sargnagel gleich mit in den Umschlag legen. Respekt vor soviel Unverfrohrenheit aber wenigstens hat ihr Anwalt Humor indem er bei der zuständigen Staatsanwaltschaft beantragt hat, kein Verfahren gegen sie einzuleiten. Ich denke das hat in den Räumlichkeiten der Staatsanwaltschaft für mächtig Schenkelklopfer gesorgt. Hut ab Herr Professor....
17:56
Hat er inzwischen wenigstens die 20.000 € für die Opfer gespendet? Das wäre ja wohl das mindeste...
13:04
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12:18
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21:40
Der Typ ist zum Kotzen !
20.000 € hat er bekommen um das Sicherheitskonzept incl. Zu und Abgänge vom Gelände zu prüfen.
Wenn ich mal annehme das er sich mit 500€ Stundenlohn bezahlen lässt, hätte er 40 Stunden Zeit gehabt sich mit dem Thema zu beschäftigen, aber scheinbar waren es nur 5 Minuten.
Ich kann sogar verstehen, das ein Oberbürgermeister und Fitnessstudiobesitzer keine Ahnung über die Thematik Massenpanik Verkehr und Wegführung von Menschenmassen usw. haben, die können sich nur beraten lassen aber richtig berechnen und abschätzen können nur Experten!
Genau dieser Expert hat mehr als versagt !!!
Er sollte prüfen und beurteilen!!!
Wenn Herr Schreckenberg wirklich deutlich formuliert hätte und angemahnt hätte, wäre es dazu nicht gekommen. In Halbsätzen etwas vermuten kann auch ein Amateur der sich damit einige Stunden befasst. Und die Aussagen das es Probleme an der Rampe gibt waren sogar schon zuvor in der Öffentlichkeit bekannt !!!!
Wenn ich einen Fehler auf der Arbeit mache bin Mechatroniker und anschließend kommt es an einer Maschine zu einem Unfall bin ich ganz klar haftbar! Und ich verdiene nichtmal 20.000€ im Jahr!
Er ist für mich der Hauptschuldige, denn er ist der einzige der es wirklich hätte wissen müssen, deshalb musste er es begutachten und deshalb hat man ihm das Amt 20.000€ bezahlt um das Konzept was vom Veranstalter erstellt wurde auf Richtigkeit und alle eventualitäten zu prüfen.
Anliegend der LINK zum DOKUMENT
http://www.xtranews.de/wp-content/uploads/2010/08/Anlage.13schenkenberg.pdf
18:29
Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-
www.loveparade2010doku.wordpress.com
18:57
nicht gerade intelligent, so voreilig Spekulationen herauszuposaunen und aus Opfern Täter zu machen.
Da hilft es auch nicht, später zurückzurudern und das Gegenteil zu behaupten, frei nach der Devise was-stört-mich-mein-geschwätz-von gestern.
Der Ruf ist erstmal ruiniert.
12:23
Noch am Tag des Unglücks spricht Schreckenberg vor laufender Kamera beim WDR, dass das Konzept, an dem er mitgearbeitet hat, an sich sicher war. Obwohl schon 15 Tote zu dem Zeitpunkt zu beklagen waren.
A, nächsten Tag, plötzlich, schreibt er, dass er vor dem Konzept gewarnt hätte; sieht keinerlei Schuld mehr bei sich.
Ich denke Schreckenberg gehört damit zu den Mitschuldigen. Eine Alleinschuld gibt es nicht. Daher wird es noch lange dauern bis klar, wer Verantwortung hatte.
Dirk Helbing wird das in seinem Gutachten sicher auf feststellen.
01:31
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