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Das Ruhrgebiet kämpft in Berlin um Freizeitgäste

04.03.2013 | 18:15 Uhr
Die Menschen im Ruhrgebiet lieben ihren Baldeneysee in Essen. Foto: Kerstin Kokoska

Oberhausen/Berlin.   11 000 Unternehmen aus 180 Ländern sind bei der ITB. Eine große Chance für Deutschlands ehemalige Schmuddelecke, das Ruhrgebiet. Es präsentiert sich auf 250 Quadratmetern und mit breiter Brust der Öffentlichkeit.

Das Ruhrgebiet als Freizeitregion? In den 80er Jahren wäre diese Vorstellung eher gewagt gewesen. Über die Jahre aber hat sich die Region gemacht. Ab heute stellt sie sich auf der führenden Reisemesse ITB in Berlin vor.

11.000 Unternehmen aus 180 Ländern sind bei der ITB. Eine große Chance für Deutschlands ehemalige Schmuddelecke. „Wir haben die Ikonen der Industriekultur und Künstler wie Ai Weiwei und Christo, die hier ausstellen, damit können wir richtig punkten“, meint Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH.

Das Ruhrgebiet will mehr Touristen anlocken

Im Mittelpunkt des 250 Quadratmeter großen Multimedia-Standes stehen vier Themen. Sie sollen weitere, vor allem neue Gäste in die Region locken sollen – und die frohe Kunde via Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiten: Ja, das Ruhrgebiet ist schön. Und es gibt viel zu sehen.

Vom Stadion Essen bis zur Dilldorfer...

„Rad & Tour“ heißt ein Bereich, mit dem Ruhrtal-Radweg als Aushängeschild und der bald eröffnenden Römer-Lippe-Route von Detmold nach Xanten. Ein weiterer, „Industrie & Denkmal“, legt den Fokus auf die Route der Industriekultur, die Zeche Zollverein in Essen, die Bochumer Jahrhunderthalle oder die ExtraSchicht. Im „Erlebnis & Action“-Segment werden die Ruhr.Topcard oder das Musical „Ich war noch niemals in New York “ am Oberhausener Metronom-Theater vorgestellt, bei „Kunst & Kultur“ dreht sich alles um die RuhrKunstMuseen oder die Ruhrtriennale.

Dass es trotzdem noch eine Menge zu tun gibt, macht Biermann an einem Beispiel deutlich: „Immer wieder sagen Leute: ‘Mann, ist das grün hier, das hätte ich nie gedacht.’“ Das, so der Tourismus-Experte weiter, „möchte ich nie wieder hören“. Die Leute sollen es wissen und weitererzählen. „Die Metropole Ruhr zählt in Europa noch immer zu den unbekannteren Reisezielen“, weiß Axel Biermann, „und das wollen und müssen wir ändern .“ Viel getan hat sich dennoch: Sieben Millionen Übernachtungen verzeichnete die Region 2012. Eine Steigerung um 48,5 Prozent binnen zehn Jahren.

Jährlich soll diese Zahl um bis zu fünf Prozent steigen. Hotels mit 1000 Betten werden in den nächsten zwei bis drei Jahren gebaut.

Ingo Schmidt

Kommentare
06.03.2013
14:42
Das Ruhrgebiet kämpft in Berlin um Freizeitgäste
von Shy_Eye | #4

Nachtrag: Dass wir den Baldeneysee lieben spricht doch sehr dafür, dass wir MEHR solcher Orte schaffen sollten! Der Baldeneysee könnte meiner Meinung...
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2013-03-04 18:15
ITB, Ruhrgebiet, Tourismus, Ruhrtourismus, Ruhrtal-Radweg, Tourismusbranche, Tourismusmesse
Rhein und Ruhr