Ermittlungen
Brandstifter vermutlich in Flammen umgekommen
12.03.2010 | 21:46 Uhr 2010-03-12T21:46:00+0100
Finnentrop/Werdohl. Die Ermittlungen nach dem Hausbrand-Drama im Kreis Olpe laufen. Der 51-jährige frühere Eigentümer und mutmaßliche Brandstifter wird vermisst. Die Polizei glaubt, dass er selbst in den Flammen umgekommen ist. Eine Familie aus Werdohl, die das Haus gekauft hat, steht unter Schock.
Die neuen Eigentümer, eine vierköpfige Familie aus Werdohl, mussten zusehen, wie ihr Haus, in das sie am Freitagmorgen einziehen wollten, plötzlich in Flammen aufging. „Wir wissen im Augenblick nicht, wie es weitergeht”, sagte am Abend ein Mitglied der Familie auf Anfrage der Westfälischen Rundschau in Werdohl.
Familie aus Werdohl behält Mietwohnung
Im Internet war die Familie auf das idyllische Haus in Hülschotten (bei Finnentrop)aufmerksam geworden: „Es hat uns gleich gut gefallen.” Im Januar hatte die Familie ihr zukünftiges Haus bei einer Zwangsversteigerung erworben und anschließend ihre Mietwohnung in Werdohl gekündigt. Die Vorfreude auf das neue Leben in Finnentrop war groß.
Mit dem alten Besitzer gab es aber überhaupt keinen Kontakt: „Wir haben nicht einmal mit ihm gesprochen”, so das Familienmitglied zur WR. Als die Werdohler am Freitagmorgen zum Zwangsräumungstermin in den Finnentroper Stadtteil kamen, brannte das Haus schon lichterloh. Ihr Vermieter in Werdohl hat bereits signalisiert, dass die Familie jetzt erst einmal in der bereits gekündigten Wohnung bleiben kann.
Klarheit nach Aufräumarbeiten
Die Brandursache in Hülschotten ist zwar noch unklar, doch gehen die Ermittler davon aus, dass der frühere Besitzer das Haus angesteckt hat und selbst in den Flammen umgekommen sein dürfte. Die Wahrscheinlichkeit ist nach Einschätzung der Polizei hoch, dass der 51-jährige Familienvater in der Ruine gefunden wird. Seine 17-jährige Tochter befand sich zum Zeitpunkt des Feuers in der Schule.
Klarheit erhofft sich die Polizei, wenn das einsturzgefährdete Haus mit Hilfe des THW Stück für Stück abgetragen werden kann. Mit der Drehleiter sowie einem Fahrzeug mit 3000 Liter Löschwasser an Bord rückten am Freitag auch die Einsatzkräfte der Hauptwache Plettenberg am Wall sowie des 1. Zugs (Löschgruppen Lan-demert und Stadtmitte) zur Unterstützung ihrer Kollegen in der Nachbarschaft aus.
Plettenberger Feuerwehr hilft
Dringlichste Aufgabe der Plettenberger war der Aufbau einer ausreichenden Löschwasserversorgung, was sich zunächst schwierig gestaltete, weil in Hülschotten lediglich ein leistungsschwacher Hydrant und zwei Löschwasserteiche in einiger Entfernung vom Einsatzort zur Verfügung standen. Gegen Mittag konnte das Gros der Plettenberger wieder einrücken; die Drehleiter kehrte erst gegen 16.30 Uhr aus Hülschotten zurück.
Bei ihrem Einsatz auf Olper Kreisgebiet wurden die Feuerwehrmänner aus dem Märkischen Kreis Augenzeugen eines Familiendramas rund um die völlig ausgebrannte Immobilie, die zwangsgeräumt werden sollte.
Aktuell
Der vermisste 51-jährigen Bewohner eines Einfamilienhauses in Finnentrop-Hülschotten wurde noch nicht gefunden. Das Haus war am Freitag durch ein Feuer vollkommen zerstört worden und der Bewohner ist noch nicht wieder aufgetaucht und wird in der Brandruine vermutet.
Die Ermittlungsmaßnahmen an der Brandstelle in Finnentrop-Hülschotten dauerten den ganzen Samstag über an. Vor Ort durchsuchten ein Brandermittler der Olper Kripo, ein Brandsachverständiger sowie zwei Spürhundführer die bisher zugänglichen Bereiche des Hauses. Der vermisste 51-jährige Hausbesitzer konnte bisher nicht gefunden werden.
Aufgrund der enormen Schuttmengen im Haus werden sich die Durchsuchungsmaßnahmen noch mehrere Tage hinziehen. Solange bleibt der Brandort noch beschlagnahmt.
12:25
Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, dann war es eine sehr traurige Verzweiflungstat.
Dass man in ein so tiefes Loch fallen kann, dass man keine Zukunft mehr sieht nur weil einem das Haus weggenommen wird..traurig.
Vielleicht sollte in solchen Fällen nicht nur der Gerichtsvollzieher, sondern auch ein Sozialarbeiter oder Seelsorger bei den Betroffenen vorbei schauen..
11:26
Zwangsversteigerung hin oder her . . . Was wird aus den neuen Eigentümern? Auch wenn diese vielleicht ein Schnäppchen erworben haben, steht diese Familie doch wohl mit leeren Händen da ohne groß Schuld zu sein!
11:47
Sido,
hab selten so einen Quasch gelesen.
Wenn du was los werden willst dann geh auf die Toilette.
20:18
Sido: Vornehm ausgedrückt:Sie spinnen. Wie kann man nur solch einen Unsinn schreiben? Scheinbar nur Klötzchenschule besucht.
19:41
@ sido,
ich weiß nicht WAS Du nimmst, aber es bekommt Dir nicht
19:13
Was ist eigentlich besser?
Sich zwangsräumen zu lassen ?
Sein Eigentum für ein paar Cents unter Behördlichem ZWANG in der doch so tollen Demokratie verhökern zu lassen weil man sich nicht schnellgenug einigen konnte ,oder die Bude abzufackeln?
Ich bin auch für letzteres! Leider!
Aber was bleibt einem in so einer Situation?
Bedauernswert finde ich das ein Leben zu Ende ist.Mein tiefstes Beileid!
22:51
Ein weitaus besserer Bericht wie in der WP, gut das ihr diesen Artikel nicht übernommen habt!